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26. Januar 2012

Nachfrage und Preise steigen

Brennholzgebote bringen Gemeinden gute Erlöse / Höchstpreise werden bei der Submission im Forstamt Staufen erwartet.

  1. Brennholzversteigerung im Auggener Gemeindewald mit Revierleiter Michael Nutsch Foto: Umiger

MARKGRÄFLERLAND. Kalt war es Mitte Januar bei der Brennholzversteigerung im Auggener Gemeindewald Steinacker. Das Thermometer zeigte erstmals in diesem Winter minus vier Grad Celsius. Angesichts der Kälte motivierte der Gedanke an eine warme Stube daheim über hundert Bieter zum Steigern. Schnell weg ging das Brennholz aber auch bei milderen Temperaturen bei der Versteigerung im Britzinger Eichwald. Zwei Versteigerungen stehen noch aus – in Hertingen und in Müllheim – sie finden am Samstag statt.

Im Auggener Wald offerierte Forstrevierleiter Michael Nutsch 95 Lose Langholzstämme mit insgesamt rund 300 Festmetern und 20 Ster Scheiterholz. Auf dem Waldparkplatz Schwärze wurden 529 Ster aus dem Britzinger Eichwald an die Meistbietenden verkauft. Die Holzausgangspreise hat das Forstamt Staufen für den ganzen Bezirk vorab festgelegt und an den aktuellen Marktpreisen orientiert. Die Preise seien auch für Brennholz in "astronomische" Höhen geschnellt, so Michael Nutsch. Ein warmer Ofen sei angesichts der stetig steigenden Kosten für Erdöl und Gas eine gute Alternative für viele Haushalte, auch weil Holzwärme ein angenehmes Raumklima vermittle.

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2011 lag der Durchschnittserlös der Gebote je Festmeter Holz bei 48 Euro. In diesem Jahr wurden die Preise gemäß der Nachfrage höher angesetzt. Der Ausgangspreis liegt je Festmeter – ein Festmeter entspricht 1,4 Ster – bei 48 Euro für Eichenholz, 50 Euro für Buche und 40 Euro für Nadelhölzer. Die im Auggener Steinacker abgegebenen Gebote waren – ebenso auch in Britzingen – im Durchschnitt um 20 bis 30 Prozent höher als die Ausgangspreise. Dies vor allem für das Buchenholz, das für die Ofenheizung besonders beliebt ist. So wurde beispielsweise in Auggen für ein Los Buche mit 5,1 Ster ein Preis von 252 Euro geboten und 3,5 Ster Eiche gingen für 135 Euro weg.

Über die Erlöse freuen sich die Gemeinden. Im Auggener Steinackerwald erbrachte die Versteigerung insgesamt rund 17 800 Euro. Das sei ein Plus von 1100 Euro im Vergleich zum Vorjahr, sagte Rechnungsamtsleiter Ernst Schneider. Er notierte direkt bei der Versteigerung im Wald alle Käufer und Mitarbeiter Jochen Weber stellte vor Ort gleich die Rechnungen aus. Wer sein ersteigertes Holz innerhalb von acht Tagen bezahle, erhalte zwei Prozent Skonto, so Schneider. Wer Brennholz ersteigert und keinen Langholzwagen für den Transport hat, sägt es im Wald klein in transportfähige Stücke. Die müssen dann bald nach Haus gebracht werden, da Brennholz auch bei Dieben begehrt ist.

Beste Einnahmequelle für Kommunen ist aber die Wertholzsubmission im Forstamt Staufen. Für 630 Festmeter Eichen- und Buntlaubholz – beispielsweise wertvoller Kirschbaum – wurden vom Forstamt Angebote verschickt. Bieter müssen spätestens einen Tag vor der Zuschlagsverteilung verdeckte Gebote einreichen. Die offerierte Eiche stammt vorrangig aus dem Müllheimer Eichwald. Ein Beispiel für hohe Wertholzpreise ist der Erlös, den die Gemeinde Auggen bei der Submission im Vorjahr erzielt hat: Für 49 Festmeter Eichenstammholz wurden insgesamt 25 000 Euro bezahlt.

HOLZVERSTEIGERUNGEN

Wertholzsubmission: Verdeckte Gebote müssen bis heute, 10 Uhr, im Forstamt Staufen abgegeben werden. Zuschlagsverteilung für 630 Festmeter ist am Freitag, 27. Januar, 10 Uhr, beim Forstamt Staufen.

Holzversteigerung Müllheim: Samstag, 28. Januar, 9 Uhr. Treffpunkt im Eichwald, Ziegleweg (Nikolauseiche), Bewirtung in der Schwärzehütte

Holzversteigerung Hertingen: Samstag, 28. Januar, 10 Uhr. Treffpunkt und Bewirtung ist an der Kreuzung beim Sonnholenweg/Vorderer Bannscheideweg.  

Autor: umi

Autor: Sigrid Umiger