Kompakt in der Defensive

Nikolaus Bayer

Von Nikolaus Bayer

Sa, 18. August 2018

Biederbach

BZ-SERIE ZUR FUßBALLSAISON 18/19 (10/SCHLUSS): SV Biederbach will mehr Geschlossenheit.

BIEDERBACH. Nach einer Vorsaison, bei der die Erste Mannschaft des SV Biederbach (SVB) als Vierter nicht den Erwartungen nachkam, hat die Vereinsführung für die kommende Spielzeit kein festes Platzierungsziel ausgegeben. In der jüngsten Hauptversammlung hieß es, man wolle einfach nur erfolgreichen Fußball spielen.

Genauso denkt auch Trainer Tobias Ruf, der in Biederbach seine zweite Saison beginnt; seit der Winterpause leitet er gemeinsam mit Roland Wernet das Training. Ruf möchte mit seinem Team solange wie möglich oben mitspielen. In der letzten Saison habe man ja eine ganz manierliche Rückrunde hinbekommen; nur vor der Winterpause sei man schwach gewesen: Die Spielerdecke war zeitweise auf zwölf einsatzfähige Aktive gesunken, berichtet Tobias Ruf, während er seine Aktiven an einem schwül-warmen Trainingsabend zum Aufwärmen schickt.

Die Ausgangslage im SVB vor dieser Saison schätzt Ruf etwas günstiger ein. Er hat mit 23 Spielern einen größeren Kader zur Verfügung; es seien auch bessere Spieler, also Verstärkungen, dabei. Außerdem werden Spieler der Zweiten, die Potenzial haben, ständig mit der Ersten trainieren. Bei nur zwei Abgängen freut sich der Trainer auf sechs Zugänge. Mit Felix Faude und Marcel Singler stoßen zwei A-Jugendspieler zum SVB, die im Vorjahr bei den SF Elzach-Yach in der Landesliga gespielt haben. Vom FC Prechtal kommen Sebastian Klausmann und Jan Wernet, die in der Sportgemeinschaft Prechtal-Oberprechtal in der Bezirksliga aktiv waren. Ein noch unbeschriebenes Blatt ist Kevin Jensch, der aus dem schwäbischen Weinstadt nach Katzenmoos gezogen ist und sich dem SVB angeschlossen hat. Ebenfalls neu ist Matthias Löffler aus Simonswald, der allerdings noch verletzt ist. Schließlich steht Biederbachs alter Stammtorwart wieder zwischen den Pfosten, da Dennis Holzer sich beim Landesligisten Elzach zurückgemeldet hat.

Mit der Vorbereitung zeigte sich der Trainer zufrieden. Dreimal pro Woche wurde trainiert, dazu kam jeweils ein Vorbereitungsspiel. Wichtig für Ruf war, einige markante Schwächen der Vorsaison, wie Fehler im Passspiel und bei der Ballannahme, abzubauen. Den Mannschaftsgeist schätzt er als sehr gut ein. Strategisches Ziel für 2019/20 ist vor allem, dass die Hintermannschaft besser stehen muss. Ähnlich wie auf der großen Fußballbühne jüngst zu beobachten war, lautet auch Rufs Devise: "Wir müssen schwerer zu bespielen sein, mannschaftliche Geschlossenheit zeigen."

Seine dazu passende Marschroute in der Offensive ist es, mit wenig Kontakten durchs Mittelfeld zu kombinieren und über die schnellen Außenspieler zum Erfolg zu kommen. Im Training zumindest hat man versucht, solche Spielzüge einzuüben. Viermal wurde es am Gegner erprobt: gegen Simonswald gelang ein 2:2, gegen Hochdorf ein 3:0, die Pokalqualifikation gegen Kappel wurde 5:1 gewonnen. Nur gegen den Kreisliga A-Aufsteiger SF Elzach-Yach II gab es ein 1:2.

In der Kreisliga B sieht Ruf keine eindeutigen Favoriten, vielleicht den FC Sexau. Die Staffel sei so ausgeglichen, dass jeder jeden schlagen könne. Ruf wünscht sich mehr Zuschauer, woraus erst ein echter Heimvorteil erwächst. Für unglücklich hält er die meist gleichzeitige Ansetzung der Heimspiele von Biederbach und Prechtal-Oberprechtal. Sonst würde mancher Fan auch mal zum Spiel an den Langenbach kommen. Erstmals um Zählbares geht es an diesem Sonntag, 19. August, im Heimspiel gegen Rieselfeld Freiburg. Die zweite Mannschaft des SVB in Kreisliga C bestreitet das Vorspiel.

Im Jugendbereich wurden für die nächste Saison 17 Mannschaften gemeldet, darunter drei Mädchenteams. Gespielt wird mit der Sportgemeinschaft Prechtal-Oberprechtal als Partner. Von den 245 jungen Kickern kommen 116 vom SVB. Das übergreifende Leitungsteam besteht aus David Goldwich (FCP), Andreas Müller (FSVOP) und Daniel Bartholomä vom SVB.