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31. Mai 2014

Klima verändert Insektenfarbe

Schmetterlinge und Libellen sind im Norden heller.

Bei der Verbreitung von verschiedenen Libellen und Schmetterlingen in Europa spielen auch die Farbe der Tiere und die Umgebungstemperatur eine Rolle. "Dunkel gefärbte Insekten kommen – im Durchschnitt betrachtet – im Norden vor, hell gefärbte im Süden", sagte Dirk Zeuss von der Universität Marburg mit Verweis auf eine im Journal Nature Communications erschienene Studie. Diese Erkenntnis könne helfen, die Effekte des Klimawandels auf Insekten besser vorherzusagen. Dieser begünstigt nach Einschätzung der Forscher die hellen Exemplare. "In kühlen Klimaten können sich dunkle Arten besser aufheizen. Diesen Vorteil gegenüber helleren Arten verlieren sie durch den Klimawandel", sagte Zeuss. Die Forscher stellten zudem fest, dass es in den vergangenen Jahrzehnten Farbveränderungen gab: "In den Gebieten, wo es wärmer geworden ist durch den Klimawandel, sind die Libellengemeinschaften im Mittel heller geworden."

Insekten regeln ihre Körpertemperatur meist, indem sie die Wärme aus der Umgebung aufnehmen. Dabei ist unter anderem die Farbe der Körperoberfläche wichtig – dunkle Farben nehmen die Wärmeenergie besser auf als helle. "Bleichgesichter" wiederum schützen sich so leichter vor Überhitzung.

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Die Forscher untersuchten nach Angaben der Universität Marburg 473 europäische Schmetterlings- und Libellenarten. Das Ziel der Arbeit war es herauszufinden, wie die Farbe ihre geografische Verbreitung beeinflusst.

Autor: dpa