Kurz gemeldet

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 08. April 2017

Bildung & Wissen

Wenn Phosphor fehlt — Fragmentierung schadet

WALDBÖDEN

Wenn Phosphor fehlt

Mit deutschem und schweizerischem Geld kann weitere drei Jahre lang erforscht werden, wie Wälder mit Phosphor im Boden umgehen. In dem Projekt, an dem auch die Universität Freiburg beteiligt ist, soll erkundet werden, welche Prozesse die Verteilung des lebenswichtigen Nährelements Phosphor innerhalb des Ökosystems regeln. Phosphor ist zwar nur begrenzt vorhanden, wird aber im Wald fortlaufend recycelt: Sterben Pflanzen ab, gelangt er erneut in den Boden und von dort in andere Pflanzen. Manchmal ist der Kreislaufprozess aber gestört, was einen Mangel an Phosphor auslöst. Am Beispiel von Buchenwäldern auf phosphorarmem Karbonatgestein soll dies näher untersucht werden.

TROPENWÄLDER

Fragmentierung schadet

Die einst undurchdringlichen Tropenwälder sind heute vor allem durch menschlichen Einfluss in 50 Millionen Fragmente zerschnitten. Das begünstigt den Klimawandel, berichten Wissenschaftler im Fachblatt Nature Communications. Sie haben errechnet, dass der durch die Abholzung bedingte Ausstoß von jährlich einer Gigatonne Kohlenstoff (1000 Millionen Tonnen) durch die Fragmentierung des Urwalds um ein Drittel pro Jahr zunimmt. Dies müsse künftig berücksichtigt werden, wenn es darum geht, die Auswirkungen der Abholzung auf den globalen Kohlenstoffkreislauf zu berechnen. Tropenwälder speichern die Hälfte des in der gesamten Vegetation der Erde steckenden Kohlenstoffs.