St. Jakobshalle

Christmas Tattoo in Basel: Feiern wie der Weihnachtsmann

Daniel Gramespacher

Von Daniel Gramespacher

Mi, 12. Dezember 2018 um 14:30 Uhr

Basel

Christmas Tattoo, eine Weihnachtsshow mit schottischen Elementen, feiert am Wochenende in der Basler St. Jakobshalle ein Comeback.

Glitzernde Kugeln und Sterne hängen bereits von der Decke; das schottische Schloss als Bühnenbild noch im Aufbau; ein Großteil der Deko fehlt noch: In der umgebauten und modernisierten St. Jakobshalle macht sich in diesen Tagen auch musikalisch weihnachtliche Stimmung breit: Vom 14. bis 16. Dezember feiert das Christmas Tattoo nach vier Jahren Pause sein Comeback. Eintrittskarte für die fünf identischen Shows gibt es noch jede Menge.

Am Mittwoch wurden den Medien ein Einblick in die ersten Proben gewährt; für Donnerstag sind erste Durchläufe angesetzt; und am Freitagnachmittag hat das dritte Christmas Tattoo nach 2013 und 2014 Premiere. Aktuell liege man bei einer Auslastung von 70 Prozent, sagte Produzent Erik Julliard gestern. Das höre sich zwar nicht so toll an, sei aber in der heutigen Zeit beachtlich. Immerhin gingen insgesamt fast 24 000 Tickets in den Verkauf. Die Zahlen seien "fast besser" als 2014. Dass er das Christmas Tattoo wieder zum Leben erweckt hat, wertet Julliard schon heute als vollen Erfolg.

Das Konzept der inklusive Pause zweieinhalbstündigen Show, die von Freitag bis Sonntag jeweils um 14.30 Uhr, am Freitag und Samstag zudem um 19.30 Uhr zu sehen ist, umreißt Julliard, der mit seinem Team auch das sommerliche Basel Tattoo produziert, gewohnt vollmundig: Die Besucher erwarte ein spektakuläres, imposantes, aber auch besinnliches Programm vor einer märchenhaften Kulisse.

Dafür bietet der Produzent mehr als 700 Mitwirkende auf. Sie erzählen in "Santas Weihnachtsfeier", so der Titel des Tattoo, die Geschichte, wie der Weihnachtsmann selbst das Fest feiert. Das Christmas Tattoo ist demnach keine Indoor-Version des Militärmusikspektakels im Kasernenhof, sondern eine Weihnachtsshow mit Tattoo-Einflüssen und einer gehörigen Portion Kitsch, wie Julliard gerne einräumt.

Akteure aus aller Welt

Den Kern der Akteure aus aller Welt bilden je 100 Dudelsackspieler, Blasmusiker und Sänger. Die Massed Pipes and Drums sowie Highland Tänzerinnen stehen für schottische Elemente, wie sie für ein Tattoo typisch sind. Königlichen Glanz bringt eine der fünf Militärkapellen der Royal Marines aus Großbritannien. Aus der Region kommen der Musikverein Bubendorf und die Nachtfalter aus Pratteln. Solistische Akzente setzen drei unterschiedliche Sänger: Die Berner Musicaldarstellerin Corinne Gfeller, die unter anderem mit Bligg und Gölä auf der Bühne stand, der Neuseeländer Will Martin sowie die US-Amerikanerin Deidre Brennan. "Praktisch alle berühmten Weihnachtslieder werden erklingen", verspricht Julliard. Dass der schwedische Sollentuna Gosskör zusammen mit dem Basel Tattoo Chor und den Voice Steps einen 100-köpfigen Chor bildet, hat einen persönlichen Grund: Julliards Mutter ist Schwedin; er selbst ist auch mit der schwedischen Weihnachtstradition aufgewachsen. Der Gosskör bringt traditionelles Liedgut aus Skandinavien mit und vermittelt einen Eindruck von der Lichterkönigin Sancta Lucia.

Christoph Walter, bei dem wie beim Sommer-Tattoo die musikalische Gesamtleitung liegt, wird sein 30-köpfiges Orchester dirigieren; zudem hat er fürs Tattoo seinen ersten Weihnachtssong komponiert. Doch damit nicht genug. Dem Weihnachtsmann alias Pirmin Muckenhirn, der nicht in Lappland, sondern in Dornach wohnt, machen weitere Überraschungsgäste ihre Aufwartung: Bernhardiner und ein Sechsspänner, zwei Kunstradfahrer und eine Truppe von Trampolinspringern sowie 25 Harley Davidsons und teils bis zu 100 Jahre alte Oldtimer in weihnachtlichem Schmuck, die außerhalb der Shows im Foyer zu bewundern sind.
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