Verkehr

Das sind die Baustellen 2019 in Freiburg

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Mi, 16. Januar 2019 um 18:40 Uhr

Freiburg

Jetzt wird Freiburgs Norden zur Baustelle: Das Baustellenprogramm für dieses Jahr zeigt eine Ballung beim Industriegebiet. Im Fokus sind Sperrungen, SC-Stadion und die Stadtbahn zur Messe.

Neues Jahr, neue Baustellen: Tiefbauamtschef Frank Uekermann hat das Programm für 2019 vorgestellt. Die gute Nachricht: Es gibt nicht mehr Baustellen als vergangenes Jahr und in der Innenstadt bleibt es ruhig. Die schlechte: Es wird an mehr großen Baustellen gearbeitet – und diese legen den Freiburger Norden lahm. In Ebnet wird eine wichtige Brücke gesperrt, an der Dreisam schon wieder der Radweg und auch die B31 ist erneut mit von der Partie.

"In Stoßzeiten wird das richtig heftig." Frank Uekermann, Garten- und Tiefbauamt
Angeführt wurden am Mittwoch nur die Baustellen, die sich auf den Verkehr auswirken, sagte Frank Uekermann. "Das sind leider ziemlich viele." Sie ballen sich im Norden Freiburgs. Am Rand des Industriegebiets Nord begann bereits die Erschließung für das neue SC-Stadion. Zudem werden ab März drei Brücken der Westrandstraße saniert, für die sich letztes Jahr keine Firma gefunden hatte. Für den Verkehr bleibt jeweils nur eine Spur.

Frank Uekermann will das nicht schönreden: "In Stoßzeiten wird das richtig heftig." Der Freiburger Norden ist schlecht an den Nahverkehr angebunden und ab Februar ist die Breisgau-S-Bahn gesperrt – die Pendler müssen auf Busse umsteigen. Mit der Modernisierung der Bahn muss die Markwaldstraßen-Brücke erneuert und ab Juni gesperrt werden, was Umwege ins Gewerbegebiet Hochdorf zur Folge hat. Zudem werden die Haltepunkte Klinikum, Messe und Landwasser umgebaut.

Die Stadtbahnverlegung wurde auf 2020 verschoben

Im IG Nord folgt eine Baustelle der nächsten: In der Auerstraße wird derzeit Gas verlegt, ab März die Hans-Bunte- zur Einbahnstraße und ab 2020 die Tullastraße saniert. An der Messe wird an der Baustellenzufahrt zum Stadion gearbeitet und ab Mai die Stadtbahn weitergebaut. Die Stadtbahn Waldkircher Straße dagegen wird auf 2020 verschoben, weil die Route als Umleitung für die gesperrte Hartmannstraße benötigt wird. "Wir haben eine Kumulation", erklärte der Amtsleiter gemeinsam mit Kerstin Hornung: Sie ist für die Koordinierung der Baustellen zuständig, von denen das Amt weiß, darunter Straßen-, Kanal-, Gleis- und Wasserbaustellen sowie Arbeiten für Baugebiete wie Zinklern und Sechzehn Jauchert. Die privaten Baustellen sind nicht dabei.

Aber es sind einige Großvorhaben darunter, wie die Kanalisation in Hochdorf und die neue Eschbachbrücke in Ebnet: Die Schwarzwaldstraße wird von Mai an zehn Monate gesperrt, der Lastverkehr großräumig und der Autoverkehr durchs Wohngebiet umgeleitet. Im Zentrum wird am noch unsanierten Stück der B 31 auf Höhe des Schwabentors an Gleisen und Asphalt gearbeitet, damit es weniger rumpelt. Saniert wird in den Pfingstferien, vermutlich gibt es trotzdem Staus. Weil die B 31 so anfällig ist, kann das Amt die Stadtdurchfahrt nicht einschränken, wenn es das Schwabentorwehr zur "rauen Rampe" umbaut. Deshalb wird der Dreisamradweg FR1 zwischen Leo-Wohleb-Brücke und Mariensteg von Mai bis Oktober erneut gesperrt. "Das tut sehr weh", sagte Uekermann. Ende des Jahres soll dann eine umstrittene Großbaustelle beginnen: im November der Bau des Hochwasser-Rückhaltebeckens hinter Günterstal.
Über die einzelnen Projekte will die Stadtverwaltung jeweils zeitnah informieren. Alle aktuellen Baustellen bündelt sie unter http://www.freiburg.de/baustellen.

Um die Verkehrsteilnehmer so gut wie möglich an den größten Baustellen in der Stadt vorbeizubringen, stellt das Garten- und Tiefbauamt jedes Jahr eigens ein Programm auf. Dieses umfasst außer den Großbaustellen zahlreiche kleinere, aber alle haben eins gemeinsam: Sie werden Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger behindern.

Zum Beispiel, wenn die Bauarbeiter im Frühjahr eine Ampel zwischen den beiden Teilen der Gutleutmatten installieren oder Vorrang für die Radschnellroute FR2 an der Güterbrücke schaffen. Das Baustellenprogramm 2019 zeigt, dass im ganzen Stadtgebiet gebaggert wird – für neue Kanäle, Straßenbeläge und die Erschließung von Baugebieten. Ganz im Westen der Stadt laufen beispielsweise bis April Arbeiten für den Bau einer Wassertransportleitung von Opfingen nach Breisach (mit Sperrung der Kreisstraße) und in Munzingen bis Ende des Jahres im Baugebiet Dorfgraben.

Im Südosten Freiburgs wird die Verkehrs-AG in den Sommerferien die Gleise in der Endhaltestelle Littenweiler erneuern, im Zentrum entsteht in den nächsten Wochen der Kreisverkehr an der Kronenbrücke.

Auch unter Tage wird gearbeitet und dadurch der Verkehr beeinträchtigt: Zur Wartung der Tunnelanlagen der B 31 sind dieses Jahr vier Termine anberaumt, der erste findet in den Nächten vom 29. bis 31. Januar statt, die weiteren im Mai, Ende Juli und Anfang November. Die Tunnelröhren werden abwechselnd gesperrt.