Skispringen

David Siegel aus Titisee-Neustadt stürzt in Zakopane schwer

dpa, str

Von dpa & Andreas Strepenick

So, 20. Januar 2019 um 14:06 Uhr

Skispringen

Erneuter Rückschlag für Skispringer David Siegel aus Titisee-Neustadt: Der Schwarzwälder stürzt beim Team-Weltcup im polnischen Zakopane schwer und klagt über Beschwerden im Knie.

Das Weltcup-Wochenende der Skispringer im polnischen Zakopane ist von einem schweren Sturz des Schwarzwälders David Siegel überschattet worden. Der 22-Jährige aus Titisee-Neustadt musste schon am Sonntagmorgen abreisen. Er klage über Beschwerden im Knie, teilte ein Sprecher des Deutschen Ski-Verbands (DSV) mit. Eine Röntgenuntersuchung im Krankenhaus von Zakopane habe aber immerhin ergeben, dass Siegel sich keinen Bruch zugezogen hat.

Sprung auf 142,5 Meter nicht gestanden

Beim Teamwettbewerb am Samstag hatte Siegel, der seit zwei Jahren in Neustadt lebt und für seinen Heimatverein SV Baiersbronn startet, einen Sprung auf 142,5 Meter nicht stehen können. Bundestrainer Werner Schuster kritisierte daraufhin auch die Jury, die sehr viel Anlauf gewährt hatte. Bei Siegel soll nach der Rückreise eine MRT-Untersuchung Aufschluss über die weitere Behandlung geben. Der Neustädter war zuletzt in starker Form und hatte vor einer Woche mit Platz fünf im italienischen Predazzo das bislang beste Ergebnis seiner Karriere eingefahren.

Das größte Nachwuchs-Talent aus dem Schwarzwald sieht sich nicht das erste Mal mit gesundheitlichen Problemen konfrontiert. Anderthalb Jahre lang hatte ihn eine Entzündung im Sprunggelenk gehandicapt, erst seit diesem Winter hat er einen festen Platz im Team von Bundestrainer Schuster. Siegel gilt auch als Kandidat für die Nordische Ski-Weltmeisterschaft, die in viereinhalb Wochen im österreichischen Seefeld beginnt.

Der Sieg des DSV-Teams gerät in den Hintergrund

Der Sieg des DSV-Teams in Zakopane am Samstag geriet angesichts des schweren Sturzes in den Hintergrund. Karl Geiger aus Oberstdorf, Markus Eisenbichler aus Siegsdorf, Siegel und sein Schwarzwälder Teamkollege Stephan Leyhe aus Breitnau konnten den Wettkampf vor Österreich und Polen für sich entschieden.