Schuttertal

Der Sägersweiher ist ein idyllisches Naherholungsgebiet

Karl Kovacs

Von Karl Kovacs

Do, 11. Oktober 2018 um 17:08 Uhr

Schuttertal

Die Reaktivierung des Sägersweihers im Schuttertäler Regelsbachtal ist fertig. Entstanden ist dort ein Naherholungsgebiet mit Wohlfühlcharakter.

Gut zehn Monate sind ins Land gegangen seit Beginn der Arbeiten zur Reaktivierung des Sägersweihers im Regelsbachtal in Schuttertal. Zehn Monate, in denen sich das Gesicht des etwa 3000 Quadratmeter großen Areals grundlegend verändert hat. Der Bauhof und regionale Firmen haben ein Naherholungsgebiet geschaffen, das sich sehen lassen kann. In das Projekt wurden 150 000 Euro investiert.

Wer den Sägersweiher vor ein paar Monaten besucht hat, der fand sich in einem sumpfartigen Gelände wieder. Kleine Bäume und Neophyten (nicht heimische Pflanzen) hatten das Areal überwuchert. Der Weiher war längst verlandet, auf dem vor Jahrzehnten Schuttertäler Kinder im Winter Schlittschuh gelaufen waren. Sein Wasser hatte einst das nahegelegene Sägerwerk Himmelsbach genutzt, um die Maschinen anzutreiben.

Brücken, Rundweg, Infotafeln, Sitzgelegenheiten

Heute ist der Sägersweiher ein wahres Idyll. Ein Rundweg führt um den Weiher, in dem Dominik Schätzle vom Bauhof Wasserpflanzen gesetzt hat. Es gibt Informationen über das Gelände und die Geschichte. Zwei Brücken wurden gebaut, der Regelsbach schlängelt sich am Weiher vorbei. Über Drainagen speist der Bach den Weiher mit Wasser. Überschüssiges Wasser fließt zurück in den Bach. Sitzgelegenheiten, teils mit Tischen ausgestattet, gibt es ausreichend. Ein idealer Ort für eine Rast. Die werden, ist Bürgermeister Carsten Gabbert überzeugt, Wanderer, Mountainbiker, Reiter, Pilzsammler oder Spaziergänger hier gerne genießen.

Gabbert: Der Ort hat etwas mythisches

Von der Arbeit des Bauhofs und der beteiligten Firmen, laut Bauhofleiter Reinhard Ams allesamt aus der Region, ist der Rathauschef begeistert. Und wenn die Sonnenstrahlen wie beim Pressegespräch am Mittwoch zwischen den Baumkronen hindurchschimmern, "dann hat der Ort etwas mythisches", so Gabbert. Ganz abwegig ist diese Einschätzung nicht, verrät ein Blick auf eine der Infotafeln: Einer über Jahrhunderte mündlich überlieferten Sage zufolge ist es der Sägersweiher, aus dem Kinder das Licht der Welt erblicken. Zurück zu den Fakten.

Die Idee, den Sägersweiher zum Naherholungsgebiet zu machen, wurde erst möglich, weil am Kambacher Eck der Windpark gebaut wurde. "Als 2012 klar war, dass sich in Sachen Windkraft etwas tut, wollten die beteiligten Gemeinden Schuttertal, Biberach und Steinach, dass die Ausgleichszahlungen für den Bau in Projekte vor Ort fließen", erläutert Gabbert. Das Geld (im Fall Schuttertals 150 000 Euro für den Sägersweiher) kam von der Badenova Wärmeplus, der Betreiberin der 2015 gebauten Windräder. "Das war wie ein Sechser im Lotto. Ohne dieses Geld hätten wir das Vorhaben sicher nicht aus dem laufenden Haushalt finanziert bekommen", unterstreicht Gabbert. Der Bauhof plante die Umgestaltung zusammen mit dem Lahrer Landschaftsarchitekten Mario Kappis.

Zwölf Stellplätze für Autos in der Nähe

Neben dem Naherholungsgebiet wurde auch die Parksituation verbessert. Gegenüber vom Sägewerk Himmelsbach, etwa 150 Meter vom Sägersweiher entfernt, entstand ein Parkplatz mit bis zu zwölf Stellplätzen. Bislang parkten Menschen, die in dem Gebiet unterwegs waren, meist vor dem Sägewerk oder entlang des Wegs.

Die Einweihung ist am Sonntag, 21. Oktober, 15 Uhr, am Sägersweiher. Bereits um 14 Uhr startet eine Wanderung an der Schule Schuttertal. Für einen Imbiss und Getränke sorgt die Gemeinde.