Mitgliederzahl

Der SC Freiburg wächst so schnell wie kein anderer Erstligist

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Mi, 17. Januar 2018 um 18:15 Uhr

SC Freiburg

Der Sportclub Freiburg ist Tabellenführer – zumindest was den Zuwachs bei den Mitgliederzahlen angeht. Innerhalb von fünf Jahren hat der SC seine Vereinsangehörigen verdreifacht.

Der Sportclub Freiburg ist Tabellenführer – und zwar beim Zuwachs bei der Mitgliederzahl. Das Plus in der Saison 2016/17 betrug 35 Prozent – mehr konnte kein anderer Erstligist vorweisen. Das geht aus einem Bericht des Magazins Sponsor’s hervor. Der Boom geht weiter. Noch im Februar wird das 15 000. Mitglied erwartet. Der SC Freiburg ist damit der zweitgrößte Sportverein in Baden-Württemberg. Der badische Bundesligist liegt da allerdings deutlich hinter dem schwäbischen Erzrivalen. Der VfB Stuttgart bringt es nämlich auf knapp 57 000 Mitglieder.

Was die absoluten Mitgliederzahlen anbelangt, da liegt der SC aktuell auf Platz 15 unter den Bundesligisten und kann damit lediglich den FSV Mainz 05, die TSG Hoffenheim und RB Leipzig hinter sich lassen. Allerdings haben die Freiburger in den vergangenen Jahren massiv an Mitgliedern gewonnen. Die Zahlen zeigen, dass der SC seine Vereinsangehörigen innerhalb von fünf Jahren verdreifacht hat.

Mitglieder haben Vorverkaufsrechte

"Wir freuen uns sehr über diesen Zuwachs. Er zeigt auch, wie groß die Identifikation der Menschen mit dem Verein ist. Das macht uns stolz, unterstreicht aber auch unsere gesellschaftliche Verantwortung", sagt SC-Präsident Fritz Keller. Interessant ist eine Mitgliedschaft für viele Fans auch deshalb, weil Mitglieder Vorverkaufsrechte für die in Freiburg stets knappen Tickets besitzen. 17 Prozent der neuen Mitglieder kamen vom Füchsle-Club, der große Rest waren erwachsene Neu-SCler.

Vollmitglieder zahlen beim SC Freiburg 40 Euro jährlich – damit verlangt der Verein, mit die niedrigste Gebühr aller Erstligisten. Die höchsten Beiträge hat laut Sponsor’s RB Leipzig, wo 100 Euro pro Mitglied fällig werden. Das günstigste Angebot macht der VfL Wolfsburg mit 30 Euro Jahresgebühr.

Auch die TSG Hoffenheim legt deutlich zu

Die 18 Erstligisten kommen zusammen auf insgesamt auch über eine Million Mitglieder. Unangefochten auf Platz eins liegt Bayern München mit rund 285000 Mitgliedern (Stand September 2017) vor Borussia Dortmund (151000) und Schalke 04 (148 000). Beim prozentualen Wachstum in der vergangenen Spielzeit gab es ein baden-württembergisches Kopf-an-Kopf-Rennen. Hinter Freiburg (plus 35 Prozent) landete die TSG 1899 Hoffenheim (plus 34 Prozent) auf Platz zwei. Eintracht Frankfurt (+23 Prozent) kam als dritter Verein mit aufs Treppchen.