Neue Liste

"Bürger für Freiburg" ziehen erstmals in den Wahlkampf

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Do, 24. Januar 2019 um 14:25 Uhr

Freiburg

Sie wollen in Fraktionsstärke dem künftigen Gemeinderat angehören. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die "Bürger für Freiburg" zwei prominente Unterstützer ins Boot geholt.

Der ehemalige Grünen-Stadtrat Klabundt soll den neu ins Leben gerufenen Verein, der im Februar eine Liste mit 48 Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 26. Mai aufstellen wird, ab sofort als Wahlkampfmanager unterstützen.

Wie gehen die Parteien mit abtrünnigen Mitgliedern um?

Ob er als Kandidat selbst für die Liste antritt, steht noch nicht fest. Sollte es dazu kommen, wird der langjährige Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae, der bis Juli 2017 als Schatzmeister dem Kreisvorstand der Freiburger Grünen angehörte, laut deren Satzung nicht weiter Grünen-Mitglied sein können.

Wie die CDU mit ihren Mitgliedern Franco Orlando und Achim Wiehle, die zu den Initiatoren der neuen Liste gehören, sowie anderen potentiellen Kandidaten umgeht, ist noch offen.

Fest steht mittlerweile jedoch, dass sich bei "Bürger für Freiburg" zwei ähnlich gelagerte Gruppierungen letztlich "zielführend" zusammengeschlossen haben, die zunächst jeweils eine eigene Liste ins Leben rufen wollten. Neben der Gruppe um den Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Mittel- und Unterwiehre Orlando und Elferratspräsident Wiehle, hatten auch der Bauunternehmer Uwe Kleiner und der Projektentwickler Guido Boehlkau den Plan, eine Unternehmensliste unter dem Arbeitstitel "Freiburger Köpfe" ins Rennen zu schicken.

"Wir wollen etwas bewegen." Uwe Kleiner
Nach der OB-Wahl im vergangenen Jahr hätten sie sich dazu entschlossen, sich stärker in der Kommunalpolitik zu engagieren und etliche Mitstreiter gewonnen. "Wir wollen etwas bewegen", sagt der parteilose Kleiner im BZ-Gespräch und sieht für eine wirtschaftsorientierte, überparteiliche Liste gute Chancen für die Kommunalwahl.

Die Verwaltung bremse in vorauseilender Vorsicht immer wieder potentielle Bauprojekte aus, findet der Geschäftsführer der Bau-Union und kritisiert die für das Rathaus "heiligen Kühe", die nicht angefasst werden dürften – zum Beispiel die Kleingartenanlage Wonnhalde. Zu dem rund zehnköpfigen Initiatorenkreis, der sich politisch in der bürgerlichen Mitte verortet, gehören auch Uwe Stasch, Melanie Kienle und Steffen Herder.