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05. Mai 2012

Die Energiewende ist nicht in Gefahr

BZ-GASTBEITRAG: Eicke R. Weber lobt den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie und verspricht stabile Strompreise.

Zeitungen und Medien sind in den vergangenen Wochen voller alarmierender Berichte: Die Energiewende sei in Gefahr, der Ausbau der Windkraft vor unseren Küsten ist viel langsamer als geplant, der Netzausbau wie auch der Bau von Speichern kommt nicht voran, und die Strompreise werden durch die Kosten erneuerbarer Energien unbezahlbar. Müssen wir die Energiewende verlangsamen oder gleich ganz aufgeben?

Diese Frage kann mit einem deutlichen nein beantwortet werden. Die Daten zeigen die umgekehrte Richtung: Der Zubau von Windkraft an Land sowie der Photovoltaik (PV) ist bedeutend schneller als erwartet. Noch vor wenigen Jahren wurden 20 Prozent erneuerbare Energien in der Stromerzeugung erst für 2015 erwartet; erreicht haben wir dieses wichtige Ziel in Deutschland bereits Ende 2011. Auch die Kosten der PV purzelten in den vergangenen zwei Jahren viel rascher als erwartet. Heute kostet Strom aus einem neuen PV System auf dem Dach weniger als der Strom aus der Steckdose.

Der Zubau der dezentral installierten PV und Windmühlen an Land benötigt keine neuen, weiträumigen Stromtrassen. Wir haben ein Verteilnetz, das alle Verbraucher rund um die Uhr ausreichend mit Strom versorgt. Der Zubau von PV und Wind reduziert bei dezentraler, kundennaher Einspeisung die Anforderungen an weiträumigen Stromfluss wie niedrigeren Stromverbrauch. Benötigt wird ein Ausbau lokaler Verteilnetze für die Region.

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Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass der Strom in Zeiten von intensivem Sonnenschein oder guter Windeinspeisung nur sehr wenig kostet. Dann lohnt es sich, den Überschuss im Haus zu speichern, die Warmwasserspeicher elektrisch zu beheizen oder durch den Prozess der Elektrolyse Wasserstoff herzustellen, um diesen ins Erdgasnetz oder für den Transport einzuspeisen. Dafür ist ein "smart grid"mit intelligenten Zählern erforderlich, das jedem Verbraucher die Möglichkeit einräumt den zeitaktuellen Strompreis abzurechnen.

Windmühlen im Meer erschienen noch vor wenigen Jahren als Königsweg zur Energiewende. Die Windmühlen stören wenig, so dass es möglich erschien, bis 2020 eine Leistung von 10 000 Megawatt und mehr zu installieren. Sie arbeiten an mehr als 3000 Stunden jährlich, im Vergleich zu etwa 2000 Stunden von Windmühlen an Land und etwa 1000 Stunden Sonnenschein für die Photovoltaik. Nun haben wir bereits über 25 000 Megawatt PV installiert, die jährlich fast so viel Strom erzeugen wie die für 2020 erhofften Windmühlen im Meer. Der Preis von Strom aus neuen PV-Anlagen fällt kontinuierlich, der Strompreis der Offshore-Windmühlen hat steigende Tendenz. Der Unterhalt der Rotoren, die starkem Wind, Wellen und einer heftig korrodierenden Atmosphäre ausgesetzt sind, kostet mehr als erwartet. Strom aus größeren Windmühlen ist zudem teurer als Strom, der mit kleineren Rotoren erzeugt wird. Die aus den großen Stromversorgern geschickt herausgelösten Netzbetreiber sind finanziell zu klamm um die Investitionen der Netzanbindung dieser Anlagen zu stemmen. Heute sind nur 200 MW Offshore-Wind installiert, der Ausbau ist wegen der hohen Kosten viel langsamer als erwartet.

Daher sollten wir den Aufbau des sehr viel preiswerteren Onshore-Winds fördern, dazu den weiteren Ausbau der PV, denn diese beiden erneuerbaren Energien ergänzen sich bestens: Wenn der Wind weht, scheint oft wenig Sonne; bei gutem Sonnenschein ist es oft windstill. Ähnliche Strommengen aus den beiden Techniken sind daher wünschenswert. Vorangetrieben werden sollte die Vernetzung mit Wasserkraft in Norwegen und unseren südlichen Nachbarn. Tagsüber können wir billigen, überschüssigen Solar- und Windstrom dorthin liefern, die Talsperren werden auf Minimalfluss gestellt, um dann Abends den Strom in umgekehrter Richtung zu uns fließen zu lassen. Das ist ein sehr gutes Geschäft für alle Betreiber von Talsperren mit variablem Ausfluss.

Der beherzte Zubau der erneuerbaren Energien wird die Umlage dafür auf den Strompreis nur wenig, für den Verbraucher unmerklich steigen lassen. In diesem Jahr blieb diese Umlage konstant, aber der Strompreis stieg weiter kräftig. Nach 2020 aber können wir erwarten, dass der Anteil der festpreisigen erneuerbaren Energien im Strommix hilft, die Preise zu stabilisieren, so dass wir eine Strompreisdämpfung erleben werden. Keine gute Aussicht für die großen Stromversorger, die daher die Panikdiskussion von heute gerne sehen.

– Der Autor ist Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg

Autor: bz


29 Kommentare

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Detlef Wolters

Registriert seit: 25.07.2009

Kommentare: 449

05. Mai 2012 - 09:07 Uhr

"Der beherzte Zubau der erneuerbaren Energien wird die Umlage dafür auf den Strompreis nur wenig, für den Verbraucher unmerklich steigen lassen."

Kleine Chronolgie der Lügenbarone (und die Kosten für den Netzausbau sind noch nicht in der EEG enthalten, sondern kommen noch extra dazu)
http://www.science-skeptical.de/blog/energiewende-immer-teurer-eeg-umlage-2013-bei-48-bis-52-cent/007491/

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Werner Adrion

Registriert seit: 31.12.2010

Kommentare: 13

05. Mai 2012 - 09:54 Uhr

Es wäre einfach, wenn es so einfach wäre. Unser Stromversorgungssystem ist ein hochkomplexes Gebilde, in welchem zu jeder Sekunde Erzeugung und Verbrauch exakt ausgeregelt werden muss. Das erledigt die sog. Primärregelung, das ist ein Dampfdruckvorrat eines jeden thermischen Kraftwerkes in Europa, alleine in Deutschland bei etwa 3-5 GW, was der Leistung von 3-5 Kernkraftwerken entspricht. Dieser zusammengefasste Speicher ist in Sekundenschnelle bereit, per Frequenzregelung die Erzeugungsleistung nach unten- oder nach oben zu regeln. Je mehr thermische Leistung verdrängt wird, um so geringer wird diese Speicherleistung. Deshalb wird über neue Kraftwerke geredet, welche genau diese Leistung bereitstellen müssen, was zusätzlich Unsummen von Geld kostet. Denn diese Kraftwerke produzieren im Prinzip nicht, müssen aber vollständig unter Druck gehalten werden um den Lasthub kurzfistig ausgleichen zu können. Sinkt die Last, müssen sekundenschnell regenerative vom Netz genommen werden. Diesen hochdynamischen Prozess übernehmen die jetzigen konventionellen Kraftwerke quasi nebenher, für die regenerative Struktur muss ein ganz neues System geschaffen werden. Das ist mit Sicherheit nicht zum Nulltarif erhältlich.

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 226

05. Mai 2012 - 10:27 Uhr

Der Artikel verschweigt mehrere Punkte:
- die Subventionen bei der Photovoltaik sind auf 20 Jahre ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme festgeschrieben, sie bleiben also über die Laufzeit konstant hoch, weit über das genannte Jahr 2020 hinaus. Von "Strompreisdämpfung" kann keine Rede sein.
- die im Artikel genannten Speicher für PV sind extrem teuer, und das noch auf absehbare Zeit.
- die stark schwankende Stromeinspeisung durch Solar und Windkraft erfordert neue Gaskraftwerke, die die Netzstabilität sicherstellen müssen. Diese sind zwingend notwendig, allerdings für Investoren aktuell nicht interessant aufgrund des Einspeisevorrangs für Wind und Solar. Folge: die Politik muss auch diese Gaskraftwerke subventionieren, damit sie überhaupt gebaut werden. Das wird aktuell diskutiert.

Fazit: viele Kosten, die auf uns zukommen werden, verschweigt dieser Artikel. Nur unter Ausblendung der Realität können derartige Thesen aufgestellt werden.

Hier noch ein kleiner Realitycheck:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiewende-der-ausbau-der-stromnetze-geraet-immer-weiter-in-verzug-11739439.html

"Ein Jahr nach der Atomwende warnt die Bundesnetzagentur abermals vor Engpässen in der Stromversorgung. Im vergangenen Winter hätten die Netzbetreiber allein drei Mal auf die Kaltreserve zurückgreifen müssen, um einen Stromausfall zu verhindern. Der Ausbau der Netze verzögere sich immer weiter."

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Petra Simon

Registriert seit: 29.08.2009

Kommentare: 208

05. Mai 2012 - 11:48 Uhr

Ein klassischer, interessengeleiteter Werbeartikel der Solarindustrie-Lobby, der sich der Methoden der Waschmittelwerbung bedient, und ebenso seriös ist wie Meister-Proper-Werbung.

"Heute kostet Strom aus einem neuen PV System auf dem Dach weniger als der "Strom aus der Steckdose."

Der Herr Professor verwechselt leider Netto- und Brutto-Preise – eines der üblichen Täuschungsmanöver, um die Kosten der Photovoltaik kleinzureden. Der "Strom vom Dach" enthält nämlich nicht die Abgaben, Umlagen und Steuern, die auf dem "Strom aus der Steckdose" liegen: Vom Steckdosenpreis von ca. 25 ct/kWh sind nämlich ca. 46% solche staatlichen Abgaben. Würde der PV-Strom steuerelich gleichbehandelt, müßten alles diese Abgaben draufgesattelt werden – und der "Strom vom Dach" wäre selbstverständlich teurer als der Strom aus der Steckdose.

Herr Professor vergessen nebenbei auch zu erwähnen, wieviel PV-Strom derzeit noch mit über 50ct/kWh vergütet wird bzw. mit allen möglichen Preisen OBERHALB der aktuellen Vergütung – und das für 20 Jahre fix. Berechnet man dies, kostet die aktuelle PV-kWh weit über 30 ct/kWh – Steuern und Abgaben NICHT miteinberechnet. Die PV-Kosten akkumuliert über die Subventionszeiträume belaufen sich derzeit auf über 100 Milliarden Euro.

Aber das sähe natürlich gar nicht gut aus für die PV, wenn Herr Professor dies wahrheitsgetreu erwähnen würde – also betreibt er lieber etwas Augenwischerei zwecks Volksverdummung. Ist ja auch kein Wunder: Das Fraunhofer ISE ist schließlich von seinen Geldgebern aus der EE-Industrie abhängig:

"Der Betriebshaushalt des Fraunhofer ISE liegt im Geschäftsjahr 2010 bei 53,2 Millionen Euro. Etwa 7 % hiervon kamen aus der Grundfinanzierung, welche zu 90 % aus Bundesmitteln und zu 10 % aus Landesmitteln finanziert wird. Rund 44 % des Betriebshaushalts waren Erträge aus der Auftragsforschung der Wirtschaft, die restlichen Mittel stammen aus öffentlichen und sonstigen Erträgen. Zusätzlich tätigte das Institut 2010 Investitionen in Höhe von 8,4 Millionen Euro. (Stand: 03/2011)"

http://de.wikipedia.org/wiki/Fraunhofer-Institut_f%C3%BCr_Solare_Energiesysteme

Zitat Professor W.: "Der Zubau der dezentral installierten PV und Windmühlen an Land benötigt keine neuen, weiträumigen Stromtrassen. Wir haben ein Verteilnetz, das alle Verbraucher rund um die Uhr ausreichend mit Strom versorgt. Der Zubau von PV und Wind reduziert bei dezentraler, kundennaher Einspeisung die Anforderungen an weiträumigen Stromfluss wie niedrigeren Stromverbrauch. Benötigt wird ein Ausbau lokaler Verteilnetze für die Region."

Ziemlich atemberaubend, eine derartige professorale Faktenverdrehung. Man kann hier schon von Frechheit sprechen. Die EE erforden einen Ausbau der Netze um geschätzte ca. 4.000 km für WEITRÄUMIGE Stromflüsse. Das genau ist seit Monaten des Thema: Wie können WEA von der Nordeeeküste die Industriezentren in BW und Bayern mit Strom versorgen, wie kann der Ausbau der nötigen neuen Stromtrassen beschleunigt werden – daher das Netzausbaubeschleunigungsgesetz.

BDEW: " Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) warnt mit Blick auf die aktuelle dena-Netzstudie II vor dramatischen Engpässen beim Ausbau der deutschen Stromnetze. "Zu dem in der Studie errechneten Ausbaubedarf von 3.600 Kilometern an neuen Übertragungsnetzen bis zum Jahr 2020 muss man noch den Rückstand bei der Umsetzung der dena-Netzstudie I aus dem Jahr 2005 addieren. Wir liegen dabei jetzt schon mit rund 760 Kilometern zurück", so Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Dem Ausbaubedarf bis zum Jahr 2020 stünden gerade einmal 90 Kilometer gegenüber, die in den vergangenen fünf Jahren realisiert worden seien.

"Ohne Netzausbau wird ein weiteres Wachstum der Erneuerbaren Energien unmöglich sein", erklärte Hildegard Müller. Zu den Übertragungsnetzen käme noch der Ausbau- und Modernisierungsbedarf in den regionalen Verteilnetzen hinzu."

http://www.bdew.de/internet.nsf/id/de_ohne_netzausbau_kein_wachstum_der_erneuerbaren


"In der BDEW-Verteilnetzstudie ist bei konservativen Annahmen ein Ausbaubedarf von 195.000 Kilometern bei rund 13 Milliarden Euro Gesamtkosten ermittelt worden – und das alles bis zum Jahr 2020."

http://www.bdew.de/internet.nsf/id/3D64F4BB4567C442C12579F0002AC504/$file/DW_Energie_14042012.pdf

Daß ein Physiker auch noch das unglaublich dilettantische Gewäsch von der "Ergänzung" von Wind und Solar hier allen Ernstes auftischt, weckt starke Zweifel an seiner Seriosität: Wie die "Ergänzung" von Windflaute durch Solarstrom bei Nacht funktionieren soll, hätten wir doch gerne gewußt. Und so weiter und so weiter...

Ein bodenlos faktenverdrehender Propaganda-"Kommentar" von interessierter Industrielobby-Seite.

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Martin Blattmann

Registriert seit: 15.05.2009

Kommentare: 105

05. Mai 2012 - 12:14 Uhr

@Petra Simon
Frau Simon Sie stellen in dem Beitrag einfach Behauptungen auf die nicht stimmen. Wenn der PV Strom ins Netz eingespeist wird zahlt der Verbrauch die kompletten Steuer und Abgaben.
Bei Eigenverbrauch des PV-Stroms zahlt der Verbraucher (Hausbesitzer) natürlich die Mehrwertsteuer von 19%, was er nicht bezahlt ist die Netzabgabe da er ja das öffentliche Netz nicht belastet und nicht benutzt.
- ed., Unterstellung

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Gelöschter Nutzer #779290

Registriert seit: 12.07.2009

Kommentare: 213

05. Mai 2012 - 14:19 Uhr

@ Fr. Simon: Ihre Quelle bdew [http://www.bdew.de/internet.nsf/id/DE_Erneuerbare-Energien] veröffentlicht ziemlich veraltete Zahlen ("Photovoltaik: 17487 MW"). Zum Stichtag 31.12.2011 waren jedoch bereits 24,83 GW am Netz! Auf einer Spezialistenseite wie der des bdew hätte ich Zahlen erwartet, die der Realität nicht mehr als 1 Jahr hinterherhinken. Zudem wird hierbei von "Energiegewinn" gesprochen. Bitte erklären Sie als kompetente Physikerin mir, wie `Energie gewonnen´ werden kann. Hat der bdew neue physikalische Erkenntnisse gewonnen?

Eine weitere große Bitte an Sie habe ich: Könnten Sie es einmal mit einem etwas höflicheren und respektvolleren Ton versuchen?

Vielen Dank im voraus!

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Martin Burster

Registriert seit: 31.01.2010

Kommentare: 1358

05. Mai 2012 - 14:21 Uhr

Herr Wolters und Frau Simon, ihr Einsatz ist gefragt! In Japan greift die deutsche "Angst" vor der Atomkraft um sich, und das obwohl der GAU in Fukushima doch endgülig bewiesen hat, wie komplett harmlos die Kernkraft ist. Ein AKW ist in die Luft geflogen und was ist passiert - nichts! Nicht einen Toten hat es gegeben, gegen 25.000 Tote durch den Tsunami. Und jetzt gibt es in Tokio doch tatsächlich eine Freuden-Demo über die Abschaltung des letzten von ehemals 54 AKW in dem Industrieland!
Ja sind die Japaner denn irre? Da haben sie so viele tolle und sichere AKWs, die selbst nach einem GAU nichts wirklich Schlimmes anrichten. Sie liefern billigen Strom, egal ob die Sonne scheint oder Wind weht. Und was machen die? Schalten ein AKW nach dem anderen ab. Und lassen sie abgeschaltet!!! Ganz ohne Not. Bitte, bitte Herr Wolters und Frau Simon, fahren sie schnell in dieses arme Land und sagen sie der armen fehlgeleiteten Bevölkerung, dass ihr Land ohne den tollen Atomstrom zum Untergang verurteilt ist. Nur sie können die Katastrophe noch abwenden.
Da ist sicher auch Prof. Eicke mit seinen "interessengeleiteten" Werbeartikeln dran schuld. Irgendwie sind die nach Japan gekommen. Und die doofen Japaner glauben das auch noch. Nicht zu glauben, bei so einem Hochtechnologieland. Oder vielleicht ist es die internationale Klimaverschwörung. Sicher hat Al Gore die Hände im Spiel. Und die deutschen Ökos sind natürlich auch schuld. Reisen nach Japan und machen da einfach unbegründet Panik. Dabei ist doch nichts passiert, oder doch?

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Martin Burster

Registriert seit: 31.01.2010

Kommentare: 1358

05. Mai 2012 - 14:43 Uhr

Frau Simon, jetzt bin ich enttäuscht. Ich bitte sie, in Japan eine Katastrophe zu verhindern und sie reagieren gar nicht! Dabei haben sie hier doch erst kürzlich so wunderbar erklärt, dass der GAU nichts weiter als ein kleiner Betriebsunfall war und vor dem Hintergrund der 25.000 Toten des Tsunami nicht weiter erwähnenswert ist. Sie können doch die Japaner und die japanischen Energieversorger in dieser ernsten Stunde nicht alleine lassen. Was, wenn die japanischen AKW für immer vom Netz bleiben?

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Petra Simon

Registriert seit: 29.08.2009

Kommentare: 208

05. Mai 2012 - 14:59 Uhr

@E.Hofmayer:

Zitat: "Ihre Quelle bdew [http://www.bdew.de/internet.nsf/id/DE_Erneuerbare-Energien] veröffentlicht ziemlich veraltete Zahlen ("Photovoltaik: 17487 MW"). Zum Stichtag 31.12.2011 waren jedoch bereits 24,83 GW am Netz! Auf einer Spezialistenseite wie der des bdew hätte ich Zahlen erwartet, die der Realität nicht mehr als 1 Jahr hinterherhinken."

Fragen Sie den BDEW. Die Zahlen der installierten Leistung bezeichnen ersichtlich die Daten bis einschließlich 2010. Die Anmeldefrist der Unternehmen für die Statistik 2011 z.B. läuft am 25. Mai 2012 ab. Die Auswertung für 2011 wird daher wohl noch etwas dauern. Aktuellere Zahlen können Sie bei der AG Energiebilanzen finden. Ich habe den BDEW-Artikel als "Quelle" gewählt, weil dort die konkreten, aktuellen Netzprobleme klar benannt waren, die im "Kommentar" des Solar-Lobbyisten verschwiemelt und weggeredet wurden.

Zitat: "Zudem wird hierbei von "Energiegewinn" gesprochen. Bitte erklären Sie als kompetente Physikerin mir, wie `Energie gewonnen´ werden kann. Hat der bdew neue physikalische Erkenntnisse gewonnen?"

Physik ist Physik und Sprache ist Sprache - Energie kann ebenso "gewonnen" werden, wie Energiew "erzeugt" werden kann: Im physikalischen Sinne ist das selbstverständlich völliger Unsinn, ist aber in der Umgangsprache die übliche Benennung; physikalisch übrigens ebenso unsinnig wie die Bezeichnung "Erneuerbare Energien" oder "Erneuerbare Wärme": Energie läßt sich physikalisch ebensowenig "erneuern" wie man sie "gewinnen/erzeugen" kann. Aber so sagt man nun eben mal. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Zitat: "Eine weitere große Bitte an Sie habe ich: Könnten Sie es einmal mit einem etwas höflicheren und respektvolleren Ton versuchen? "

Wissen Sie, wenn ich einen demagogischen "Kommentar" wie den obigen vom Direktor des Fraunhofer ISE, einem Professor für Physik, lese, kann ich leider nicht sehr viel "Respekt" für die darin verbreitete krude Propaganda – um nicht zu sagen "Irreführung" - aufbringen.

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Gelöschter Nutzer #779290

Registriert seit: 12.07.2009

Kommentare: 213

05. Mai 2012 - 15:18 Uhr

@ Fr. Simon: Danke für Ihren Versuch. Nun darf ich zumindest erwarten, dass Sie niemals mehr einen Kommetator wegen dessen "Umgangssprache" als inkompetent bezeichnen werden!

btw: Der bdew gibt als Datenstand den 15.12.2011 an ;-)

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Martin Burster

Registriert seit: 31.01.2010

Kommentare: 1358

05. Mai 2012 - 15:40 Uhr

Herr Hofmayer, seien sie nicht so streng mit der guten Frau Simon. Sie mag eine kompetente Physikerin sein, von einer Energieversorgung auf Basis erneuerbaren Energien hat sie keine Ahnung.
Da muss Frau dann natürlich auch gerade tunlichst ignorieren, was in Japan passiert. Schließlich sind nur wir Deutschen so doof und wollen total unbegründet auf den billigen und sicheren Strom aus AKWs verzichten ...

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 226

05. Mai 2012 - 15:43 Uhr

Eine grundsätzliche Frage stellt sich bei mir schon bei solch einem Gastkommentar: Gibt es journalistische Mindestkriterien, die ein solcher Kommentar erfüllen muss?
Jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung, aber sicher nicht auf eigene Fakten. Und wenn zentrale Fakten einfach ausgeblendet werden, dann spreche ich schon von gezielter Desinformation. Ich muss es leider so stark sagen. Der Herr Professor hat als Leiter des Instituts natürlich nachvollziehbare subjektive Interessen. Die darf er ja haben, aber die Leute für blöd verkaufen halte ich für unverantwortlich.

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Franz Holst

Registriert seit: 01.04.2011

Kommentare: 156

05. Mai 2012 - 15:48 Uhr

Die erwähnten Talsperren als Stromspeicher sind natürlich ein sehr gutes Geschäft. Bei einem Wirkungsgrad von 80% bedeutet das, dass 20 % Einspeisung bezahlt werden, um dann systembedingt vernichtet zu werden. Für den Konsumenten bedeutet das einen Aufschlag – auf die ohnehin schon völlig maßlosen Einspeisevergütungen von 25% + die Anlagekosten und Netzverluste. Ein großartiges Geschäft für Leute wie Herrn Weber. Der Sklavenhandel hat auch viele Kettenschmiede in Lohn und Brot gehalten.

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Werner Adrion

Registriert seit: 31.12.2010

Kommentare: 13

05. Mai 2012 - 18:02 Uhr

Nicht die Stromumwandlung selbst stellt das Problem dar, sondern die Aufrechterhaltung eines Systemes eines faktisch unspeicherbaren Mediums. Solar hat etwa 900 Jahresbenutzungsstunden, unsere Windkraftanlagen im Süden etwa 900 - 1300 Jahresbenutzungsstunden, Offshore Windkraftanlagen etwa 3000 Jahrebenutzungsstunden. Das Jahr und auch der Bezugszyklus des Kunden und der Industrie hat 8760 Stunden. Um diese mit o.g. Energien zu konsistent versorgen braucht es noch eine Menge. Evtl. gibt es irgendwann geeignete und preiswürdige Speicher. Diese sind aber noch lange nicht in Sicht und deshalb kann die bisher angedachte Energiewende so nicht funktionieren. Machen kann man zwar vieles, was ist aber noch wirtschaftlich vetretbar und wie hoch kann die Industrie als Stromkunde noch belastet werden. Das ist die spannende Frage und hat auch unmittelbare Auswirkung auf die bestehenden Arbeitsplätze.

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Detlef Wolters

Registriert seit: 25.07.2009

Kommentare: 449

05. Mai 2012 - 18:57 Uhr


@Burster
"Herr Hofmayer, seien sie nicht so streng mit der guten Frau Simon. Sie mag eine kompetente Physikerin sein, von einer Energieversorgung auf Basis erneuerbaren Energien hat sie keine Ahnung."
Herr Burster, Ihre "intelligenteste" Quelle war bisher Greenpeace, die Welt oder die Zeit. Wollen Sie nicht mal eine Auszeit für ein Upgrade nehmen ?

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Detlef Wolters

Registriert seit: 25.07.2009

Kommentare: 449

05. Mai 2012 - 19:22 Uhr

Düsseldorf (ots) - Die Aluminiumhütte Voerdal in Voerde bei Dinslaken steht vor der Pleite, 410 Mitarbeiter bangen um ihren Job. Das Unternehmen hat nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall Insolvenzantrag gestellt. Die vorläufige Insolvenzverwaltung habe die Düsseldorfer Anwaltskanzlei Kebekus und Zimmermann übernommen. Nach Angaben aus Gewerkschaftskreisen sind die hohen Stromkosten die wesentliche Ursache für die Insolvenz, die Erzeugung von Aluminium ist sehr energieaufwendig. Die Stromkosten machen 50 Prozent der Produktionskosten aus. Am heutigen Freitag werden die Mitarbeiter per Betriebsversammlung informiert.

Den Kollegen mein Mitgefühl, aber ihr werdet nicht allein bleiben.

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Martin Rotzinger

Registriert seit: 19.11.2010

Kommentare: 616

05. Mai 2012 - 23:20 Uhr

"Was, wenn die japanischen AKW für immer vom Netz bleiben?"
@Burster: Die werden sich vorher Ihre Öl- und Gasrechnung nicht mehr leisten können. Der Markt für Flüssiggas wird ja von Japan quasi leergekauft. Das ist eine echt tolle alternative.

Und wenn man mal Tote pro kWh anschaut, sollte man diese Dreckstodesfallen von Biogasanlagen dichtmachen.

mfg

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Michael Riedle

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 584

06. Mai 2012 - 16:02 Uhr

@Petra Simo "Ein klassischer, interessengeleiteter Werbeartikel der Solarindustrie-Lobby, der sich der Methoden der Waschmittelwerbung bedient, und ebenso seriös ist wie Meister-Proper-Werbung."

... genau wie Ihre endlosen gergüsse wenn es um erneuerbare Energien geht. Man ersetze einfach Solarindustrie-Lobby in ihrem Statement durch ewig gestrige Atom-Lobby....

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Petra Simon

Registriert seit: 29.08.2009

Kommentare: 208

06. Mai 2012 - 17:00 Uhr

@M.Riedle:

Zitat: "... genau wie Ihre endlosen gergüsse wenn es um erneuerbare Energien geht. Man ersetze einfach Solarindustrie-Lobby in ihrem Statement durch ewig gestrige Atom-Lobby...."

Was mich ja immer wieder verblüfft, ist, wie weit die Existenz und Benutzung von Computern bereits das menschliche Hirn infiziert hat. Das binäre Prinzip 0 - 1, bzw. Strom fließt/Strom fließt nicht, scheint als ausschließliches Strukturprinzip bereits tief im heutigen menschlichen Denken verankert worden zu sein. Entweder - oder, Licht an oder Licht aus - einen dritten Zustand scheinen auch menschliche Hirne nicht mehr realisieren zu können, von einem vierten oder fünften ganz zu schweigen. Anders sind diese geradezu pawlowschen, primitiven Reflexreaktionen des Zentralnervensystems ("wer gegen EE anargumentiert, vertritt die Atomindustrie"), wie man sie in diesen Foren andauernd antrifft, rational nicht zu erklären. Eventuell sind es aber auch die Folgen radioaktiver Phantomeinflüsse aus Fukushima, die zur Dedifferenzierung und Störung im limbischen System geführt haben.

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Martin Rotzinger

Registriert seit: 19.11.2010

Kommentare: 616

06. Mai 2012 - 17:25 Uhr

Wahrscheinlich liegt das daran, daß sich die EE wohl schon immer als alternative zur Kernenergienutzung sah und nie als primär Klimafreundlich.

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Rainer Schwarz  

Rainer Schwarz

Registriert seit: 13.03.2010

Kommentare: 189

07. Mai 2012 - 10:30 Uhr

@Frau Simon, bei Ihren Beiträgen fehlt mir nur der "like" Button - dennoch erlauben Sie mir bitte eine kleine Wortklauberei zu Ihrem Disput mit dem Herrn Hofmayer: Energie kann sehr wohl "erzeugt" bzw. "gewonnen" werden, genauso wie eine Energiequelle "erneuert" werden kann. Sie wissen, dass ich von der sog. Kernenergie spreche...

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Martin Burster

Registriert seit: 31.01.2010

Kommentare: 1358

07. Mai 2012 - 11:06 Uhr

Herr Wolters, ihre Quellen sind irgendwelche pseudo-wissenschaftlichen Seiten von Klimaskeptikern, die nicht einem Mindestmaß an wissenschaftlicher Seriösität gerecht werden. Ob das wirklich vertrauenswürdiger ist als die Zeit, Greenpeace oder Manager Magazin, wage ich doch sehr zu bezweifeln. Aber bei den ideologischen Scheuklappen der Atom- und Kohlelobby hier wage ich es doch sehr zu bezweifeln, ob sie zu so etwas wie einem "Upgrade" überhaupt fähig sind.

Die Behauptung, es gäbe keinen geeigneten Speicher um regenerative Energie zu erhalten, ist schlichtweg falsch. Das Gasnetz reicht aus, um überschüssige Energie in Form von Methan praktisch verlustfrei über mehrere Monate zu speichern. Damit ist auch ganz ohne konventionelle Kraftwerke eine sichere Energieversorgung gewährleistet. Greenpeace bietet dieses "Windgas" schon seinen Gas-Kunden an.

Sicher benötigt der Umbau unserer heutigen ineffizienten, auf der Ausbeutung fossiler und atomarer Rohstoffe beruhende Stromversorgung erstmal hohe Investionen. Aber diese werden sich mittelfristig sowohl ökonomisch als auch ökologisch auszahlen. Je später wir mit dem Umbau anfangen, umso teuerer wird es. Frau Simon und Herr Wolters sind zwar gegen alles, aber wirkliche Alternativen haben beide nicht zu bieten.

Ich würde eher einen "Propaganda" und/oder "Strommonopolisten"-Button bei beiden Schreibern einführen.

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Martin Burster

Registriert seit: 31.01.2010

Kommentare: 1358

07. Mai 2012 - 11:07 Uhr

Herr Schwarz, sie haben mit ihrem Beitrag ein thermodynamisches Grundgesetz der Physik außer Kraft gesetzt. Aber bekanntlich galten diese bei der Atomkraft noch nie ...

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Rainer Schwarz  

Rainer Schwarz

Registriert seit: 13.03.2010

Kommentare: 189

07. Mai 2012 - 11:49 Uhr

@Herr Burster, sie haben thermodynamische Gesetze auf die subatomare Ebene extrapoliert; dafür gebührt Ihnen der Physik-Nobelpreis :lol

Schon mal was von E=mc**2 gehört...?

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Martin Burster

Registriert seit: 31.01.2010

Kommentare: 1358

07. Mai 2012 - 12:02 Uhr

Herr Schwarz, den Nobelpreis nehme ich gerne entgegen. Dass sie allerdings die Kernkraft den erneuerbaren Energien zuschlagen, übertrifft jeden Nobelpreis. Teilen sie das doch schnell dem Atomforum und den Japanern mit. Dann bekommen wir in Deutschland vielleicht einen Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg und die ollen Japaner fahren ganz schnell ihre super sicheren AKWs wieder an. Wie sie neben Frau Simon schon so messerschaft bemerkten, Fukushima war der ultimative Beweis für die Sicherheit der erneuerbaren Energie Atomkraft, denn es gab nicht einen Toten .....

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Martin Rotzinger

Registriert seit: 19.11.2010

Kommentare: 616

07. Mai 2012 - 15:16 Uhr

@Schwarz: ich denke nicht, daß es viel bringt auf Definitionsgrabenkämpfen rumzureiten. Normalerweise zählt man die Masse als Energie hinzu. Sofern sie dies nicht tun, "erzeugen" Sie Energie aus Ruhemassenänderung bedingt durch Änderung innerer Bindungen... nunja. Übrigens auch bei Nutzung chemischer Energie.

Tun sie dies nicht, haben sie einfach kein abgeschlossenes System.

@Burster:
Eine Energiequelle, die nicht immer liefert, wenn man sie braucht, die die meiste Zeit unausgelastet rumsteht, wenig Energie für viel Flächenbedarf liefert aber manchmal das Netzt mit der Peaklast vollballert... das würde ich mal Ineffizient nennen.

@Petra Simon:
Wo ist der LIKE Button? ;)

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Rainer Schwarz  

Rainer Schwarz

Registriert seit: 13.03.2010

Kommentare: 189

07. Mai 2012 - 17:25 Uhr

@M.Rotzinger "ich denke nicht, daß es viel bringt auf Definitionsgrabenkämpfen rumzureiten"

Das sehe ich nicht so. Denn genau derartigen, scheinbar unwichtigen Euphemismen sind die ganzen Legenden um "EE", die "zerstörerischen Kräfte des Atomkerns" und schlussendlich die ganze "Energiewende" entwachsen. Wir müssen hier schon bei der Physik bleiben, sonst werden es uns die Leute das mit der "chemischen Energie" u.U. noch abnehmen ;-)

Zu den "Toten der EE" im Beitrag weiter oben: http://nextbigfuture.com/2011/03/deaths-per-twh-by-energy-source.html

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Detlef Wolters

Registriert seit: 25.07.2009

Kommentare: 449

07. Mai 2012 - 20:21 Uhr

@Burster
"Frau Simon und Herr Wolters sind zwar gegen alles, aber wirkliche Alternativen haben beide nicht zu bieten"

Shale-Gas wird Energie fuer den Rest der Welt immer billiger machen. Aber wir bauen Windmühlen und danach die equivalente Menge an Kohle- und Gaskraftwerken, echt schlau. Ach, die Solarfirmen sind schon fast alle Pleite, die Windturbinenhersteller gehen bald Pleite und die Industrie wandert schon ab.
Wäre also schön, wenn wenigstens die Heizkosten sinken (wenn wir nur sporadisch Strom haben). Leider wird aber die Erde schon seit über 10 Jahren nicht wärmer.
Und die Green-Jobs ? Siehe unter "Pleiten"

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Detlef Wolters

Registriert seit: 25.07.2009

Kommentare: 449

08. Mai 2012 - 16:51 Uhr

Shale-Gas und seine Folgen:
FRANKFURT (Dow Jones)--Der BASF-Konzern will stärker vom Erdgas-Boom in den USA profitieren. Der in der chemischen Industrie so wichtige Rohstoff sei in den USA derzeit nur etwa halb so teuer wie noch vor einem Jahr. "Das bringt klare Wettbewerbsvorteile", so Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel im Gespräch mit dem Handelsblatt.
BASF: über 52.000 Mitarbeiter in Deutschland. Das werden dann wohl bald deutlich weniger sein.

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