Keine Erhöhung

Die Müllgebühren im Kreis Lörrach bleiben bis 2021 stabil

Daniel Gramespacher

Von Daniel Gramespacher

Do, 11. Oktober 2018 um 17:49 Uhr

Lörrach

Gute Nachrichten: Die Abfallwirtschaft gönnt den Bürgern im Kreis Lörrach eine Verschnaufpause. Rücklagen machen es möglich, dass die Müllgebühren nicht steigen.

Die Abfallwirtschaft gönnt den Bürgern im Landkreis Lörrach in Sachen Müllgebühren eine Verschnaufpause: Die Gebühren sollen 2019 und voraussichtlich auch 2020 nach der jüngsten Erhöhung Anfang 2018 nicht erneut steigen. Um höhere Gebühren abzufedern, muss der Eigenbetrieb allerdings in seine Rücklagen greifen, die allmählich zur Neige gehen.

Einstimmige Empfehlung

Der Betriebsausschuss Abfallwirtschaft hat am Mittwoch einstimmig empfohlen, die Grund- wie Leerungsgebühren für die Müllabfuhr 2019 unverändert zu lassen. Wer selbst Abfälle bei der Kreismülldeponie Scheinberg anliefert, muss – so sieht es der Beschlussvorschlag vor – im kommenden Jahr gegenüber 2018 geringfügig mehr bezahlen; der Aufschlag beträgt aber maximal 1,43 Prozent. Dass der Kreistag diesen Gebührenvorschlag für 2019 am 24. Oktober absegnet, dürfte reine Formsache sein.

Anfang 2018 waren die Müllgebühren im Landkreis erstmals seit Jahren deutlich gestiegen – im Schnitt um 16 Prozent. Begründet wurde das damals mit einer ganzen Reihe von Kostentreibern, von denen die 2016 eingeführte Biotonne nur einer ist. Weitere Anpassungen der Gebühren möchte die Abfallwirtschaft des Landkreises nun zunächst abfedern. Dazu muss sie allerdings in ihre Rücklagen greifen, die sie vornehmlich aus Rückzahlungen der Kehrichtverwertungsanlage Basel, wo der Landkreis Haus- und Sperrmüll verbrennen lässt, gebildet hat.

Nicht kostendeckende Kalkulation

Denn ohne dies ist die Kalkulation nicht kostendeckend. 2019 dürfte sich der Fehlbetrag auf 2,03 Millionen Euro belaufen, erläuterte Silke Bienroth, Leiterin der Abfallwirtschaft, im Ausschuss. Für die folgenden Jahre stehen dann nach aktueller Berechnung noch Rücklagen in Höhe von 6,5 Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollte es möglich sein, die Gebühren in der kommunalen Müllabfuhr mindestens für 2020, das heißt ein weiteres Jahr konstant zu halten, prognostiziert der Eigenbetrieb. Mit anderen Worten: Die Bürger dürfen damit rechnen, dass die Müllabfuhr frühestens 2021 teurer wird.