Siegesdenkmal und Kajo

Die neuste Stau- und Baustelle

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Mo, 06. März 2017 um 11:08 Uhr

Freiburg

In Freiburgs Zentrum sind auffällig viele Fußgänger und Laster unterwegs. Kein Wunder: Jetzt starten Bauarbeiten in der Kajo und am Siegesdenkmal, die Stadtbahn ist gekappt.

Im Stadtzentrum sind am Montag auffällig viele Fußgänger und Lastwagen unterwegs. Kein Wunder: Die Bauarbeiten in der nördlichen Kaiser-Joseph-Straße und am Siegesdenkmal sind gestartet. Die Stadtbahnlinien 2 und 4 sind gekappt, die Habsburger Straße ist gesperrt und auf dem Ring Stau. Schlimm soll’s dann nächsten Montag werden.

Im Kreisverkehr am Siegesdenkmal stellen Männer am Montagmorgen rot-weiße Baken auf, die Haltestelle am Rand der Kaiser-Joseph-Straße ist stillgelegt. Wer trotzdem hingeht, wird angesprochen. "Hallo", sagt Diana Naglmaier zu drei asiatischen Nonnen, die auf der Suche nach der Tramlinie 4 sind. Die Frau in der roten VAG-Jacke zeigt in die Habsburger Straße und bietet eine Infobroschüre an. Der Stadtbahnverkehr ist bis zum Bertoldsbrunnen unterbrochen, und weil das viele Verbindungen betrifft, tritt der neue Fahrplan der Verkehrs-AG in Kraft.

Naglmaier und ihre Kollegen sagen diese Woche den Leuten rings um Freiburgs neueste Baustellen, wo es langgeht. Geärgert hat sich noch niemand, so die Frau vom Infoteam: "Alle höflich." Ein Baustellentrupp asphaltiert in der Habsburger Straße einen Fußgängerüberweg auf den Gleisen vor dem "Motel One". Ein Poller markiert die Endhaltestelle der Linie 4 für die nächsten neun Monate. Einen Bahnsteig haben die Bauarbeiter in der Nacht auf die Straße asphaltiert.

"Das passt mir gar nicht", sagt eine ältere Dame und lächelt. Sie müsse jetzt zum Bertoldsbrunnen gehen, um mit der Tram nach Landwasser zu kommen. Sie könnte auch den Bus nehmen: Der 14er hält jetzt auf der Habsburger, zur 27er-Haltestelle am Leopoldring geht’s durch den Hinterhof von Jade-Palace und Schuh-Trautmann. Die Frau nickt. "Ich dacht’, ich lauf jetzt mal." Das denken einige: Auf der Kajo sind viele Fußgänger unterwegs. "Ich hab’ auch welche rennen sehen", meint Bächleputzer Alain Stockmayr.

Das Dickste kommt erst noch

Auf dem Friedrichring staut sich der Verkehr bald bis zur Bahnhofsachse zurück. Die Sperrung der Habsburger Straße verläuft ohne Probleme, doch als die Autos auf eine Ringseite gedrängt sind, gibt es auch Stau im Leopoldring, sagt Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamts. "Aber nicht mehr als erwartet." Die Arbeiten gehören zum Bau der Rotteckringlinie, im Vorfeld hieß es, 2017 werden die Auswirkungen besonders zu spüren sein. Ist dies die schlimmste Phase des Projekts? "Die schlimmste haben wir, wenn wir nächsten Montag die Baustelle in der Kajo einrichten", sagt Uekermann. Wenn der Kanal unter der Einkaufsmeile saniert wird, fahren noch die Baustellenfahrzeuge auf dem Ring.

Auch wenn ein paar Fahrgäste Hilfe benötigten: Aus Sicht der VAG verlief die Umstellung "im Großen und Ganzen sehr gut", sagte Andreas Hildebrandt, Sprecher der VAG. Die rechnet damit, dass sich alles in wenigen Tagen einspielt. Auch bei den Bussen laufe so weit alles. "Die stehen jetzt halt auch im Stau."