Konzert

Die Schönen aus der Hölle liefern in Maulburg Starkstrom in ACDC-Manier

Heiner Fabry

Von Heiner Fabry

So, 12. August 2018 um 14:14 Uhr

Schopfheim

Weibliche Tribute-Bands männlicher Idole liegen derzeit im Trend. Mit Hell’s Belles gab am Freitagabend eine ACDC-Tribute-Frauenband in Maulburg ein Konzert.

Es scheint in gewissen Frauenkreisen Konjunktur zu haben, sich mit langer Mähne und umgehängter E-Gitarre in Leder gekleidet auf die Spuren seiner musikalischen Idole zu machen. Gibt es mit "Lez Zeppelin" oder "The Iron Maidens" doch bereits international erfolgreiche Tribute-Bands, die nur aus Frauen bestehen und ihren männlichen Vorbildern – in diesem Fall Led Zeppelin und Iron Maiden – musikalisch kaum in etwas nachstehen und Bühnenshow und Aussehen detailgetreu kopieren, zur Freude der Fans, die sich entweder die teuren Tickets nicht leisten wollen, oder deren Idole schlichtweg längst nicht mehr auf Bühnen zu bewundern sind.

Auch die australischen Hardrock-Giganten von AC/DC können sich rühmen, eine Frauen-Coverband unter ihren Fans zu haben. Und die "Hell’s Belles", die "Höllischen Schönen" – frei benannt nach "Hells Bells", einem der größten AC/DC-Hits – gastierten am Freitagabend auf Einladung des "Ochsen-Music-Live"-Teams auf dem Rathausplatz in Maulburg. Und dort boten sie nun wahrlich Hard Rock vom Feinsten. Das Team hatte im Rahmen der Reihe "Ochsen Music Live" die deutsche All-Girl-Cover-Band "Hells Belles" nach Maulburg eingeladen. Der Rathausplatz konnte die Menge der Zuhörer kaum fassen, die sich versammelt hatten um bei Klängen von AC/DC einmal so richtig abzurocken.

Ganz nah dran

Hells Belles wurde 2002 von Drummerin und Managerin Steffi, die in der Formation am Schlagzeug sitzt, gegründet und innerhalb kürzester Zeit zu einer der führenden AC/DC-Coverbands entwickelt. Die Band, die nur aus jungen Frauen besteht, sind nicht nur "ganz nah dran" am Original, wie es in einer Publikation heißt, sie reißt auch mit einer unglaublichen Show auf der Bühne ihre Zuhörer einfach hin und weg.

Die klassische Bandformation mit Lead- und Rhythmus-Gitarre, Bass und Schlagzeug und einer energiesprühenden Frontfrau mit elektrisierender Stimme und – nicht zu vergessen – einer unglaublichen Bühnenshow ließ die Fans eins ums andere Mal in wahre Begeisterungsstürme ausbrechen.

Stilgetreu stand Gitarristin Sylvy in Schuluniform auf der Bühne, ganz in der Tradition ihres großen Vorbildes Angus Young, AC/DC-Bandleader und Gitarren-Ikone. Die großen Hits der Australier – "Highway to Hell", "Back in Black", "Whole Lotta Rosie" und natürlich "Hells Bells" hatten die rockigen Frauen natürlich im Gepäck. Zum Ende der Show waren sich auch hartgesottene Hard-Rock-Fans einig: "Besser hätte die Stimmung auch mit den echten AC/DC kaum sein können."