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24. November 2011

Insektizide, Gift für Hunde

Tierärztin glaubt nicht an böswilliges Auslegen giftiger Köder.

  1. Halter sollten stets darauf achten, dass ihr Hund unterwegs nichts Schädliches frisst. Foto: dapd

EFRINGEN-KIRCHEN/EIMELDINGEN (vl). In den vergangenen Tagen machten in Efringen-Kirchen Meldungen die Runde, wonach jemand im Ort Giftköder für Hunde ausgelegt habe. Einige Hundebesitzer sind deshalb beunruhigt. Hundefreundin und Gemeinderätin Heidi Berttermann hat von Hunden im Lettenacker und in Kirchen gehört, die an Vergiftungserscheinungen gelitten haben sollen.

Bei der Polizei sind bisher allerdings noch keine Anzeigen wegen Tierquälerei eingegangen. Besorgte Hundebesitzer meldeten sich aber im Ordnungsamt bei Clemens Pfahler und berichteten ihm von Vorfällen und Vermutungen. Er konnte sie nur zur Vorsicht mahnen. Halter sollten darauf achten, dass ihr Hund unterwegs nichts aufschnappt. "Gut wäre aber, man würde einmal so ein vergiftetes Leckerli finden", weist Pfahler im Gespräch mit der BZ darauf hin, dass vieles an den Berichten bisher vage ist.

Einen Schritt weiter ist Alexandra Haug, Tierärztin aus Eimeldingen. Sie hat vergangene Woche einen Hund mit Vergiftungserscheinungen aus Efringen-Kirchen behandelt. Anhand der Symptome des Tieres kann sie eines mit Gewissheit sagen: Der Hund hatte Pflanzenschutz-oder Insektenschutzmittel gefressen. Angesichts der Tatsache, dass derlei Stoffe sehr verbreitet sind und häufig vorkommen – etwa in Rebbergen – kann sich die Tierärztin aber nicht vorstellen, dass diese bewusst und böswillig von jemandem ausgelegt worden sind, um Hunden zu schaden. Ein Hundehalter brachte ihr noch ein Stückchen verdächtiger Wurst. Ob diese Gift enthält, wird sich demnächst zeigen. Alexandra Haug hat es zur Untersuchung ans Tierhygienische Institut in Freiburg geschickt.

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Autor: vl