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15. Februar 2010
Konfetti-Regen ist nicht immer Segen
Musikverein interpretiert "Bauer sucht Frau" auf eigene Art und Weise / Auch das Minarett-Verbot war Thema in Istein.
ISTEIN. Pünktlich um 14.11 Uhr setzte sich der Narrenzug von der ehemaligen Gaststätte "Zum Schlüssel" aus durch das Dorf in Bewegung. 18 Fußgruppen, Guggemusiken und Festwagen zogen durch die mal mehr, mal weniger dicht gesäumten Isteiner Straßen.
Angeführt wurde der Zug von der Guggemusik "Zinke-Waggis". Der Musikverein hatte seinen Wagen entsprechend der Fernsehserie "Bauer sucht Frau" ausstaffiert und beschriftet. Ein überdimensioniertes "Prachtweib" führte die Guggemusik Istein an. Einige Mitglieder des Sportvereins Istein hatten sich wieder zu Säuglingen zurück entwickelt. Schnullernd, in Windeln gewickelt, trotzten sie dank mitgeführter flüssiger Aufwärmmöglichkeiten dem kühlen Wetter. Mit dabei waren auch Gäste aus Hauingen und aus Colmar. Der Themenwagen der "Clotze-Horni" hatte sich des drohenden Minarett-Verbotes in der Schweiz angenommen. Immer wieder hallte ein dreifaches "Chlotze-Rolli" zwischen Zuschauern und Festumzug hin und her.Ständig wurden – harmlose – Passanten von Umzugsteilnehmern mit Konfetti eingeseift. Obwohl diese Art von Spaß dazu gehört, ist nicht jeder Betroffene davon begeistert. Vielleicht hatten deshalb viele Zuschauer es vorgezogen, dem Geschehen aus sicherer Entfernung auf Balkonen oder aus Fenstern schauend beizuwohnen. So mancher aber begleitete den Zug bis zum Ende an der Festhalle. In einigen Grundstückseinfahrten hatten die Anwohner kleine Verpflegungsstände errichtet. So musste niemand darben. Von Saft über Bier, Sekt bis hin zu Glühwein war alles im Angebot. Nach einer knappen Stunde endete der Umzug auf dem Vorplatz zur Halle. Die Guggemusik Istein legte sich noch einmal zu einem kleinen Platzkonzert ins Zeug, während die ersten Teilnehmer und Zuschauer schon wieder den Heimweg antraten. Vermutlich deshalb so früh, weil sie die Zeit bis zum abendlichen Guggeball brauchten, um sich vom Konfettisegen zu befreien.
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Autor: Reinhard Cremer


