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09. Juli 2009 18:09 Uhr

Fraunhofer-Institut investiert in Wintersweiler

Labor für 1,5 Millionen Euro fertig

Heute weihte die größte Gesellschaft für angewandte Forschung in Europa, das Fraunhofer-Institut, mit ihren insgesamt rund 16 000 Mitarbeitern in 60 Instituten in Wintersweiler mit seinen 80 bis 100 Beschäftigten den Neubau/Anbau des neuen Laborgebäudes ein.

  1. Ganz wichtig bei der Entwicklung der Sensortechnik: die Sauberkeit. Desalb stellt das Lüftungssystem ein Herzstück dar am EMI Foto: Markus Maier

  2. Architekt Toni Weber (links) übergab Klaus Thoma, dem Leiter des Instituts, den Schlüssel zum Anbau. Foto: Markus Maier

Millioneninvestition im Jubiläumsjahr: Vor einer Woche feierte das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik Ernst-Mach-Institut in Freiburg seinen 50. Geburtstag – heute weihte die größte Gesellschaft für angewandte Forschung in Europa mit ihren insgesamt rund 16 000 Mitarbeitern in 60 Instituten am Standort Wintersweiler mit seinen 80 bis 100 Beschäftigten den Neubau/Anbau des neuen Laborgebäudes ein. Das dreigeschossige Gebäude entstand in einer Bauzeit von rund 16 Monaten; die Baukosten bezifferte Architekt Toni Weber, Freiburg, auf rund 1,5 Millionen Euro.

In dem Anbau am Institutsgebäude werden vor allem Sensoren entwickelt, deren Aufgabe es ist, den Druck zu messen, Temperaturen aufzuzeichnen und Geschwindigkeiten zu registrieren, die beispielsweise beim Aufprall von Meteoriten – also Geschossen im weitesten Sinne – entstehen. Forschung, die beispielsweise auch der Tunnelsicherheit (Stichwort: Bahnstrecke unterm Katzenberg) dient, wie Institutsleiter Klaus Thoma in seiner Festansprache gestern Nachmittag erläuterte. Insoweit nämlich, als mit den in Wintersweiler entwickelten Sensoren und Sensorsystemen etwa Tunnelbrände lokalisiert, deren Ausmaße aufgezeigt und deren Schadensbilder dimenioniert werden können – wichtig vor allem für Einsatzkräfte bei Rettungsaktionen. Mit der Einweihung des Laborgebäudes, das zudem über einen rund 140 Quadratmeter großen und nach modernsten Erkenntnissen ausgerüsteten Tagungsraum verfügt, seien die Erweiterungsmaßnahmen und Sanierungen in Wintersweiler bis auf einen Punkt soweit abgeschlossen, sagte Klaus Thoma. Im Maßnahmenkatalog finde sich nun nur noch die Renovierung des 1989 gebauten Eingangsbereichs. Während in Wintersweiler Forschung betrieben wird mit Blick auf den Gebäudeschutz, gilt die Forschung im Nachbarinstitut in Holzen dem sogenannte leichten Schutz, also dem Schutz von Menschen oder auch Fahrzeugen vor Einschlägen.

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Autor: mm