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29. Juni 2017 17:33 Uhr

Elsass

Arbeiter im Akw Fessenheim bei Wartungsarbeiten verstrahlt

Im französischen Atomkraftwerk Fessenheim ist ein Arbeiter leicht verstrahlt worden. Laut Betreiber stelle die Dosis aber kein Gesundheitsrisiko dar. Trotzdem: Wie konnte das passieren?

  1. Im Atomkraftwerk Fessenheim wurde ein Arbeiter verstrahlt. Foto: AFP

Im Akw Fessenheim ist ein Arbeiter bei Wartungsarbeiten leicht verstrahlt worden. Die festgestellte Dosis liege unterhalb der zulässigen Jahreshöchstmenge und stelle kein Gesundheitsrisiko dar, heißt es in einer Mitteilung des Betreibers. Die französische Atomaufsicht sei am 22. Juni informiert worden. Das Akw hat die Messung mit Stufe 1 der Skala für meldepflichtige Vorfälle (Ines) bewertet. Die zulässige Jahreshöchstmenge liegt bei 20 Millisievert. Dieser Grenzwert gilt auch in Deutschland für strahlenexponierte Berufsgruppen.

In einem Akw bei Bordeaux hat es einen ähnlichen Vorfall gegeben

Mit Stufe 1 hat die französische Atomaufsicht zuletzt einen ähnlichen Vorfall im Atomkraftwerk Blayais nördlich der Stadt Bordeaux bewertet. Dort war ein Arbeiter mit radioaktivem Staub in Kontakt gekommen. Die Dosis überschritt dabei ein Viertel der zulässigen Jahresmenge.

Die erhöhte Strahlung in Fessenheim war offenbar beim Verlassen der Kontrollzone in Reaktor 2 festgestellt worden. Block 2 ist seit 13. Juni 2016 außer Betrieb. Die französische Atomaufsicht hatte wegen Bedenken an der Widerstandsfähigkeit eines Dampferzeugers die Betriebserlaubnis bis auf weiteres ausgesetzt.

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Autor: Bärbel Nückles