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03. April 2017 19:50 Uhr

Schrottreaktor

Atomkraftwerk Fessenheim bleibt nach Panne weiter abgeschaltet

Im Akw Fessenheim ist am 1. April der Reaktorblock 1 vorübergehend abgeschaltet worden. Eine Wasserleitung war undicht. Eigentlich sollte der Reaktor schon wieder laufen.

  1. Akw Fessenheim Foto: AFP

Die Arbeiten im Akw Fessenheim haben offenbar mehr Zeit beansprucht als geplant. Der Reaktor, der in der Nacht zum Samstag abgeschaltet war, hätte ursprünglich am Sonntagabend wieder hochgefahren werden sollen (Hintergrund). Am Montag kündigte der französische Netzbetreiber RTE jedoch an, dass Block 1 erst an diesem Dienstag wieder ans Netz gehen sollte. Die Zeitung Dernières Nouvelles d’Alsace hatte am Wochenende berichtet, am Sekundärkreislauf des Reaktorblocks seien Dutzende Liter Wasser ausgelaufen. Eine genauere Stellungnahme gab die Kraftwerksleitung auf BZ-Anfrage nicht ab.

Die Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich (Grüne) forderte am Montag per Presseerklärung eine sofortige Stilllegung des Kraftwerks – und kritisierte die Informationspolitik des Betreibers EdF. "Verschweigen, vernebeln, verdecken, das scheint die Strategie der EdF zu sein, um von den dramatischen Sicherheitsproblemen im AKW Fessenheim abzulenken", erklärte sie.

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Französische Behörden gaben auch keine Antwort auf eine andere Anfrage: Ein Leser hatte auf badische-zeitung.de geschildert, dass er in der Nähe des Kraftwerks Fotos einer aufsteigenden Wasserdampfwolke gemacht hätte und von Polizisten aufgefordert worden war, diese Bilder wieder zu löschen. Seit dem Jahr 2015 gilt in Frankreich ein Ausnahmezustand zur Terrorabwehr. Zum konkreten Fall war von der für Fragen der Sicherheit verantwortlichen Präfektur in Colmar jedoch keine Stellungnahme zu bekommen.

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Autor: Bärbel Nückles