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28. Dezember 2009 17:26 Uhr
Störfall
Umweltschützer wollen Fessenheim sofort abschalten
Nach dem Störfall im Atomkraftwerk in Fessenheim verlangen Umweltschützer erneut das sofortige Abschalten der Anlage. Wann der betroffene Reaktor wieder hochgefahren wird, ist unklar.
Fessenheim sei nicht mehr sicher, sagte ein Sprecher des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Freiburg. Der jüngste Störfall reihe sich ein in eine seit Jahren andauernde Pannenserie.
Im zweiten Reaktor der 1977 ans Netz gegangen Anlage hatte es nach Angaben der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN Probleme im Kühlkreislauf gegeben. Deshalb war der Reaktor nicht wie geplant am Sonntag nach Wartungsarbeiten wieder in Betrieb gegangen.
Wann er wieder hochgefahren werde, sei unklar, sagte eine Sprecherin des Kraftwerks. Es werde daran gearbeitet, die Schwierigkeiten zu beseitigen. Bis dahin bleibe der Reaktor, der für die Wartungsarbeiten abgeschaltet worden war, außer Betrieb. Eine Gefahr für Menschen und Umwelt habe zu keiner Zeit bestanden. Die Aufsichtsbehörde stufte den Zwischenfall nach eigenen Angaben in der geringsten Kategorie ein.
Der Vorfall zeige, dass die elsässische Atomanlage nach mehr als drei Jahrzehnten Laufzeit nicht mehr zuverlässig sei, sagte dagegen Axel Mayer vom Bund für Umwelt und Naturschutz. Hinzu komme das große Erdbebenrisiko an dem Standort und fehlende Transparenz seitens der Betreiber.
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Mayer erneuerte die Forderung, Fessenheim müsse sofort abgeschaltet werden. Dies ist auch das Ziel zahlreicher Initiativen und von Politikern aus Südbaden, dem Elsass und der Schweiz. 2011 soll in Frankreich über die Verlängerung der Betriebsgenehmigung für Fessenheim um weitere zehn Jahre entschieden werden.
- Wartungsarbeiten: Im leeren Herzen des Atomreaktors Fessenheim
Autor: dpa
