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02. November 2017

Tiere, Trapez und Strapaten

Premiere des Zirkus Montana auf dem Emmendinger Festplatz.

  1. Shannon Frank kann auch vier Reifen kreisen lassen Foto: Georg Voß

EMMENDINGEN. Endlich mal wieder Zirkus in Emmendingen: Unter der Leitung von Monty und Martina Frank gastiert der Zirkus Montana noch bis zum 5. November auf dem Festplatz. Das Chapiteau, also das Hauptzelt, bietet Platz für rund 500 Zuschauer, die auf ihre Kosten kommen werden, da die zweistündige Vorstellung temporeich ist und die Zeit wie im Nu verfliegt. Der Zirkus Montana ist ein Familienbetrieb, der 1976 in Emmendingen gegründet wurde. Die Familie Frank ist zudem schon seit mehreren Generationen mit dem Zirkusbetrieb verbunden.

Am Dienstag war die Premiere auf dem Festplatz. Martina Frank führte durch das abwechslungsreiche Programm und wünschte den Zuschauern "frohe und genussreiche Stunden". Gleich zum Auftakt gab es eine unterhaltsame Pferdenummer mit dem Dresseur Monty Frank und vier schwarzen Arabo-Friesen, die Pirouetten drehten und Volten ausführten, auch gegenläufige Bahnfiguren waren zu sehen. Anschließend gab es Jonglage mit Maurice Frank, der zehn Teller auf einmal zum Tanzen brachte. Viel Laufarbeit war dazu nötig.

Die einzelnen Zirkusnummern wurden immer wieder aufgelockert durch Auftritte von Clowns, wie etwa die des Duos Mario und Luigi, die in unterschiedlichen Kostümierungen ihre Späße trieben. Verkleidet als römische Legionäre oder mit einer Armbrust in der Hand, um einen Apfel vom Kopf eines Kindes zu schießen. Nur leider hatten die Tiere bereits alle Äpfel aufgefuttert.

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Es blieb beileibe nicht bei einer Tiernummer. Ziegen zeigten in einer Bauernhof-Revue ihre Geschicklichkeit und Fähigkeit beim Klettern. Eine Kamelnummer mit vier echten Trampeltieren fehlte ebenso wenig. Hier gab es auch Volten zu sehen mit einem kleinen Pferd als Überraschungsgast. Für die Dressur der Tiere ist Monty Frank verantwortlich. Zum Ende des Programms lud der Zirkus mit der großen Indianershow zu einer Reise in den Wilden Westen ein mit Pferden und tanzenden Menschen zu indianischen Klängen.

Neben einer großen Feuerschau mit Feuerschlucken und Jonglage mit brennenden Kugeln gab es einen Auftritt von Shannon Frank, die gleichzeitig vier Hula-Hoop-Reifen um Hände, Beine, Kopf und Hüfte kreisen ließ. Kein Problem für sie, einen solchen Reifen mit dem Fuß aufzunehmen und ihn den Körper hinauf kreisen zu lassen. Noch mehr Reifen warteten auf sie zum Höhepunkt ihrer artistischen Aufführung.

Hausband untermalt die Vorführungen

Shannon Frank begeisterte die Zuschauer auch als Artistin am Trapez, an dem sie einige waghalsige Schwünge vorführte − aber immer mit viel Anmut und einem Lächeln im Gesicht. Das Gleiche galt für Charliné Frank, die an den Strapaten – in der Luftakrobatik benutzte Bänder mit Schlaufen für Arme und Beine am unteren Ende – entweder alleine oder mit ihrer Schwester Shannon atemberaubende Artistik zeigte. An den Strapaten ging Charliné in den Spagat oder ließ sich unter Trommelwirbel und einem Tusch in die Tiefe fallen, wofür es auch den entsprechenden Applaus gab. Alle Zirkusnummern wurden live von der hauseigenen Band mit Keyboard und Schlagzeug in unterschiedlichen Besetzungen musikalisch unterstützt.

Vor und nach der Pause wurden die Zuschauer zu einer kleinen Tierschau hinter den Kulissen des Hauptzelts eingeladen, Weiterhin gibt es die Möglichkeit, sich auf einem Trampeltier von Martina Frank ablichten zu lassen. Außerdem wurde in der Pause draußen vor dem Zelt, Getränke, Pommes und Bratwurst sowie gebrannte Mandeln oder Zuckerwatte angeboten.

Info: Der Zirkus Montana gastiert noch bis zum 5. November auf dem Emmendinger Festplatz. Die nächsten Vorstellungen sind am Donnerstag und Freitag um 17 Uhr, am Samstag um 15 und 18 Uhr sowie am Sonntag um 15 Uhr.

Autor: Georg Voß