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30. April 2015 16:57 Uhr

Soforthilfe

Erzdiözese Freiburg spendet eine Million Euro für Nepal

Die Not im Erdbebengebiet in Nepal ist groß – das Erzbistum Freiburg will helfen und spendet eine Million Euro. Das Geld geht an die Caritas, die medizinische Hilfe, Fachpersonal, Zeltplanen und Decken in das Land bringt.

  1. Hilfe für Nepal: Oliver Müller (Leiter Caritas International), Peter Seidel (Nepal-Experte von Caritas International), Caritas-Präsident Peer Neher und Erzbischof Stephan Burger (von links). Foto: Erzdiözese Freiburg

Erzbischof Stephan Burger hat zu Gebet und Spenden für die Erdbebenopfer aufgerufen. Die Erzdiözese Freiburg selbst stellt eine Million Euro für die Soforthilfe in Nepal bereit. "Hunderttausende campieren in Nepal nun auf der Straße - fast eine Million Kinder und Jugendliche leiden unter den Folgen des Erdbebens. Zudem befürchten Experten den Ausbruch von Seuchen. Es ist unsere Pflicht als Christen, hier zu helfen", sagte Burger.
Der Erzbischof besuchte Caritas International, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, das seinen Sitz in Freiburg hat. Er ließ sich dort von Caritas-Präsident Peter Neher, von Oliver Müller, dem Leiter von Caritas International, und von Peter Seidel, dem Nepal-Experten der Caritas, über die Hilfsaktivitäten im Erdbebengebiet informieren. Die großzügige Spende der Erzdiözese schaffe Planungssicherheit für die ersten lebensrettenden Hilfsmaßnahmen, erklärte Oliver Müller: "Nun können Verletzte von uns versorgt sowie Obdachlose vor Regen und Kälte geschützt werden."

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Das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes bringt in diesen Tagen medizinische Hilfe, Fachpersonal, Zeltplanen und Decken auf dem Luft- und Landweg ins Katastrophengebiet. Es wird die Hilfe in vier der am stärksten vom Erdbeben betroffenen Distrikte Nepals konzentrieren. Nach dem schweren Erdbeben in der Himalaya-Region benötigen die Opfer neben Decken und Zeltplanen vor allem Medikamente, Nahrungsmittel und sauberes Wasser. Nachschub soll auf dem Land- und Luftweg über Indien und Dubai herangeschafft werden. Erste Hilfsaktionen laufen. Katholische Schulen und Gemeindezentren stehen als Notaufnahmelager zur Verfügung.

Viele Gemeinden haben weder Strom noch Wasser

Nach Einschätzung von Experten ist die Lage vor allem in den ländlichen und entlegenen Gebieten besonders schlimm: Kommunikationsverbindungen sind durch Erdrutsche unterbrochen und viele Dörfer und Gemeinden haben weder Strom noch Wasser oder Hilfsmittel. Erzbischof Burger hofft deshalb, "dass es Hilfsorganisationen gelingt, auch in Bergregionen Nepals Nothilfe zu leisten, wo beim Erdbeben fast alle Häuser zusammengefallen sind und eine medizinische Versorgung schon in normalen Zeiten bisher praktisch kaum existiert hat".

Caritas International ist in Nepal seit 25 Jahren tätig. Caritas-Katastrophenhelfer aus Indien und Australien unterstützen bereits den Hilfseinsatz der Caritas Nepal. Weitere Caritas-Nothilfe-Experten aus Deutschland, Österreich und den USA werden in den nächsten Tagen in Kathmandu eintreffen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Spenden

mit Stichwort "Erdbebenhilfe Nepal" werden erbeten auf
- Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00,IBAN Nr.: DE88660205000202020202, BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: http://www.caritas-international.de

- Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 Euro zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 EUR)

- Diakonie Katastrophenhilfe, Spendenkonto 502 502, BLZ 520 604 10, Evangelische Bank, IBAN Nr.: DE68520604100000502502, BIC GENODEF1EK1 oder online unter http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/ Charity SMS: SMS mit NOT an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Diakonie Katastrophenhilfe 4,83 EUR)

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Autor: rö