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03. Juli 2012 08:18 Uhr

Debatte nach EM-Aus

Bundestrainer Joachim Löw steht in der Kritik

Plötzlich ist sie da, die Kritik. Ist Joachim Löw, der Bundestrainer aus Freiburg, noch der richtige Mann für den deutschen Fußballstolz, die Nationalmannschaft? Muss das Gras wieder brennen?

  1. Fußballspiele können auch mal verloren gehen: Joachim Löw Foto: dapd

Die ist bei der Europameisterschaft zum Entsetzen ihrer Anhänger im Halbfinale an Italien (1:2) gescheitert. Etwas sang- und klanglos dazu. Und das nach überzeugenden Auftritten mit drei Siegen in der Vorrunde und einem ebenso gefälligen Erfolg (4:2) gegen die Griechen im Viertelfinale.

Hat womöglich der Trainer mit seiner gewagten Aufstellung die Sache verbockt? Hat das sein müssen mit der Karikatur Podolski, der neuerlichen Hereinnahme von Stürmer Gomez und dem Festhalten an dem objektiv nicht in Bestform agierenden Schweinsteiger?

Es ist vieles gut und glatt gelaufen in den vergangenen Jahren. Löws Elf spielte einen ansehnlichen Fußball, geprägt von einer neuen Generation an selbstbewussten Kickern. Nur rennen und kämpfen ist nicht mehr, viel Tempo hat Einzug gehalten ins deutsche Spiel, hohe technische Kompetenz dazu. Die Mannschaft zeigte plötzlich Spielzüge zum mit der Zunge schnalzen, die Konkurrenz war beeindruckt, die Medien begeistert – der Fan begann zu träumen. Von Siegen und Titeln, die man seit der gewonnenen Europameisterschaft 1996 so sehnlich vermisst.

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Dass es soweit kam, ist nicht zuletzt Joachim Löws Verdienst. Der löste nach der WM 2006 Jürgen Klinsmann als Trainer ab, dem er bis dahin als Assistent zur Seite stand. Wie kein Trainer vor ihm prägte Löw den Spielstil der Nationalmannschaft, entsprechend hoch war sein Ansehen. Dementsprechend fest saß er auf seinem Stuhl. Und wird auch weiterhin auf ihm sitzen bleiben, denn es gibt – so ehrlich sollte man sein – keine Alternative.

Löw ist ein eigenwilliger Kopf, ein Querdenker. Einer, der ein Konzept hat, eine Position. Löw stellt Mannschaften nicht nach Tugenden auf, schon gar nicht nach typisch deutschen. Und ob ein Spieler vor dem Anpfiff inbrünstig die Hymne singt, ist ihm wahrscheinlich total egal. Tut er’s, ist’s recht. Tut er’s nicht, und dafür kann es Gründe geben, ist’s auch okay.

Man kann und darf zu der Ansicht gelangen, dass Löw in Polen vor dem Spiel gegen die Italiener womöglich die Sache mit der Intuition etwas überreizt hat. Und ob es glücklich war, der Bild-Zeitung seine Hände zum Abfotografieren vor die Linse zu halten, darf auch bezweifelt werden. Zumal sich diese dann als alles andere als glücklich herausstellten. Wie überhaupt der Boulevard und die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten hinterher in beeindruckendem Tempo die Balance verloren. Der Guru und Heilsbringer wurde im Handumdrehen zur Pfeife der Nation, weil seine Mannschaft und er nicht geschafft hatten, den in sie projizierten Erfolg auch wahr werden zu lassen. Frei nach dem Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Da spricht dann nicht mehr der Verstand, da agiert nur noch pure Emotion. Enttäuschung dazu.

Löw hat sein sprichwörtliches Glück schlicht überstrapaziert. In der Hoffnung, es möge wieder gelingen, was schon so oft gelungen war. Und er vertraute dabei auf die vermeintliche Ausgeglichenheit seines Kaders. Ein Fehler, der ihm sehr wohl bewusst ist und der ihm vermutlich so schnell nicht wieder passieren dürfte.

Gleichwohl hat’s die interessierte Fußball-Öffentlichkeit natürlich "schon immer gewusst". Angestachelt von einschlägigen Medien und Experten der alten Schule kocht jetzt die Diskussion darüber hoch, ob nicht bestimmte Elemente wieder Einzug halten sollten im Leben der Nationalmannschaft. Die typisch deutschen Tugenden also, denen auch der neue Sportchef beim FC Bayern München, Matthias Sammer, so gerne huldigt; Ärmel hoch, grätschen, das Gras muss brennen. Der gebürtige Dresdner war Kapitän jener Europameister-Mannschaft, die 1996 in England letztmals einen Pokal für die Vitrinen des Deutschen Fußball-Bundes gewann. Der 44-Jährige, zuletzt Sportdirektor beim DFB und stets mit markigen Sprüchen präsent, soll die Mannschaft der Münchner nach der total verkorksten Spielzeit 2011/12 (Zweiter in der Bundesliga, Endspiel in der Champions-League verloren) wieder auf Vordermann bringen. Dafür werden Strukturen zerschlagen, Konzepte über den Haufen geworden. Weil Präsident Uli Hoeneß Verlierer nicht leiden kann, für ihn nur der Erfolg zählt. Aber die Frage sei erlaubt: Wo bleiben die Lehren aus den Fällen Klinsmann und van Gaal?

Sollte also der DFB jetzt auch mit Löw so verfahren? Präsident Niersbach wird das nicht tun – und das ist gut so. Man wird zwar über Löws Konzepte reden, seine Eigenwilligkeit und Verbissenheit dazu, ihn aber weiter machen lassen. Weil Löw auf dem richtigen Weg ist. Trotz des Ausscheidens gegen Italien: Lange nicht mehr waren der Ruf und die Qualität dieser Mannschaft so gut und hoch. Vielleicht wird man hierzulande wieder lernen müssen, dass man ein Fußballspiel auch verlieren kann – und die Welt darob nicht untergeht.

Autor: Michael Dörfler


51 Kommentare

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Jürgen Steinke

Registriert seit: 22.02.2010

Kommentare: 196

03. Juli 2012 - 09:06 Uhr

Löw soll und kann weiter machen, finde ich. Aber ein paar Fakten sollten doch berücksichtigt werden.

Es sind nicht nur die Medien, die Löw zum Heilsbringer stilisieren. Er, zusammen mit Bierhoff, feilen auch selbst an dem Bild des Mesias der Fußball-Deutschland sozusagen alleine rettete. Und das ist schlicht falsch.

Die Basis des derzeitigen Erfolges ist die Ausbildung der Spieler, und dazu hat Mathias Sammer mehr beigetragen als Löw durch ein völlig neues Ausbildungskonzept. Die Fußballinternate wurden geschaffen und für die Bundeligavereine zur Pflicht. Dort werden und wurden die Spieler ausgebildet die heute Furore machen. Von Trainern wie Christian Streich und vielen andern. Glaubt wirklich jemand Löw würde Spieler ausbilden in einem 3-Tages-Lehrgang oder einer 14-Tage-Vorbereitung auf ein Turnier? Würden die Jugendtrainer versagen und jene der Bundesliga, wäre Löw ohne Chance.
Das Konzept, das heute in der Nationalmannschaft gilt, stammt übrigens aus Barcelona. Und jener, der es dort etablierte, heißt Johann Cruyff.

Löw hat sich verzockt. Er erlag zuletzt der eigenen Faszination - so nach dem Motto meine Taktik ist entscheidend, überlegen, mein Kader einzigartig. Das war eine Illusion. Es ist Sinnbild einer Selbsttäuschung, einer Überhöhung, die sich auch in anderen selbst gewählten Metaphern wie "beste Nationalmannschaft aller Zeiten und "goldene Generation" niederschlägt. Und das alles ohne bislang einen Titel gewonnen zu haben. Was sollen denn die Spanier mit Del Bosque sagen wenn schon Deutschland die "goldene Generation" beherbergt? Platin? Diamant? All das wurde der Nationalmannschaft nicht von außen aufgedrängt, Löw und Bierhoff haben schon einen eignen Anteil an dieser völlig überzogenen Stilisierung. Und sie haben ein geschäftliches Interesse daran. Der eigene Marktwert und jener der Nationalmannschaft sollen gesteigert werden. Das ist auch ein Ziel dieser Kampagne.

Löw soll mit den Erfahrungen, die er jetzt reichlich gesammelt hat versuchen, eine gute WM-Quali zu spielen und dann in Brasilien einen neuen Anlauf nehmen. Und wenn´s dann halt wieder nur bis Viertel- oder Halbfinale reicht, was wahrscheinlicher ist als der Titel, etwas anderes machen. Denn dann ist der Nimbus ohnehin dahin. Und dann geht die Welt bestimmt nicht unter, denn es wird sich schon jemand Präsentables finden, der von den Medien als Figur akzeptiert wird. Dies ist heutzutage eine ganz wichtige Sache. Löw kommt gut rüber, sieht gut aus, wirkt offen, jugendlich, freundlich, repräsentiert ein modernes Deutschland. Diese Eigenschaften sind in unserer Zeit mindestens so entscheidend für medialen Rückhalt wie der Fußballsachverstand. Neben einer recht beachtlichen Eitelkeit ist der bei Löw durchaus vorhanden. Aber ganz alleine gepachtet hat er ihn sicherlich nicht.

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Scheffert Bärbel

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 133

03. Juli 2012 - 11:22 Uhr

Typisch DEUTSCH : einer ist immer der A.... & der woiß net mol warum!!!

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wolfgang grün

Registriert seit: 06.10.2010

Kommentare: 8

03. Juli 2012 - 11:39 Uhr

ja vielleicht sollten sich die fußballer einen psychiater bzw. einen mannshaftspsychologen zulegen, um mehr aus den fußballern reifere persönlichkeiten werden. allerdings befürchte ich wird dies bei einem herrn podolski oder schweinsteiger kaum wirden.

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 134

03. Juli 2012 - 12:00 Uhr

Herr Steinke,
ich will die Leistungen von Matthias Sammer nicht schmälern, aber als die Fußballinternate, allen voran das des SC Freiburg, geschaffen wurden, war Sammer noch aktiver Spieler.
Die Arbeit als Nachwuchskoordinator hat er im Sommer 2010 übernommen. Mann kann ihm also in dieser Richtung keinerlei grundlegende Verdienste - oder gar "ein völlig neues Ausbildungskonzept" - zuschreiben.

Und wie kritisch sehen Sie es, daß ER jetzt als "Heilsbringer" für die Bayern gefeiert wird? Wie sehr hat er selbst an diesem "Bild des Messias" mitgefeilt?

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

03. Juli 2012 - 12:37 Uhr

@Jürgen Steinke
Der Begriff "goldene Generation" wurde auch schon auf andere Mannschaften angewendet, z.B. Portugal, Niederlande und, ja, auch Spanien.
Im Nachhinein betrachtet waren das alles Mannschaften, in die große Hoffnungen gesetzt wurden, die aber allesamt nix gerissen haben. An die Namen dieser Spieler erinnert man sich heute nur noch teilweise.

Das sind also die Aussichten, die diese Nationalmannschaft hat, wenn sie mit dem Begriff "goldene Generation" belegt wird...

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Jürgen Steinke

Registriert seit: 22.02.2010

Kommentare: 196

03. Juli 2012 - 12:47 Uhr

Meines Wissens hat Sammer am Nachwuchskonzept des DFB Anteil seit er dort tätig ist. Der SC war unter Finke Vorreiter hinsichtlich moderner Jugendarbeit in der Liga, das bleibt sein Verdienst. Solange Sammer Verantwortung für die Jugendmannschaften des DFB trug (seit 2006) wurden dort einige Titel gewonnen. Jedenfalls hatte er daran einen Anteil, die Trainer der DFB-Jugend wie beispielsweise Horst Hrubesch auch.

Sammer ist kein Heilsbringer, so wenig wie Löw. Es ist immer wichtig die PR von den Tatsachen zu trennen. Egal, um wen es sich dreht.

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Christian Stocker

Registriert seit: 01.09.2010

Kommentare: 166

03. Juli 2012 - 14:32 Uhr

Wer hatte meines Wissens die Ausbildung der Jugendlichen in den Vereinen ausgearbeitet und dies so dem DFB zur Jugendförderung vorgelegt?
Genau, es war der vielgeschmähte Berti Vogts! Anhand von seinen Plänen wurde
die Jugendförderung hier in Deutschland intensiviert. Vorreiter sind hier übrigens in der Tat der FC Barcelona und vor allen Dingen auch Ajax Amsterdam!

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Daniel Saam

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 3

03. Juli 2012 - 14:59 Uhr

Ich kann diesem Artikel in keinster Weise zustimmen. Ich habe niemals in die Löw-Lubelchöre eingestimmt, weil er für mich keinesfalls der Vater des Erfolgs war. Er ist kein besinders schlechter Trainer, soweit will ich nicht gehen. Aber die positive Entwicklung ist in erster Linie der deutlich verbesserten Jugendarbeit in deutschen Vereinen geschuldet und dass der DFB hier entsprechende Impulse gesetzt hat. Sprich - Löw hat schlich ein sehr gutes Spielermaterial; eines der besten weltweit. Deshalb hat er letztlich nur das enorme Potential in Quali und Vorrunde entsprechend genutzt. Nicht mehr und nicht weniger. Die ganz große Kunst ist das nicht. Allerdings hat Löw dann in den entscheidenden Momenten erneut massive taktische Fehler gemacht. Über die zweifelhafte Aufstellung und die Personalentscheidungen (Podolski, Reus, Schweinsteiger, Gomez, Helmes...) ist genug geschrieben worden. Hinzu kommt die Vorliebe Löws, auf typische Ja-Sager zu setzen. Das kam in der Vergangenheit bei diversen Konflikten (Ballack, Frings, Lahm) mehrfach zum Ausdruck. Dass Lahm Kapitän ist, passt da ins Bild. Zum wiederholten Mal fehlte nun ein Aufbäumen gegen eine Niederlage (nach Spanien zuletzt). Der Eindruck drückt sich auf, dass Löw es mit seinen Entscheidungen und gewünschten Spielertypen nicht schafft, dem Team Siegermentalität einzuhauchen. Daran ändert auch eine saubere Qualifikation und ein paar attraktive Spiele nichts. Wenn man mehrfach in den entscheidenden Spielen zum Turnierende weit unter den eigenen Möglichkeiten bleibt und neben taktischen Fehlern Mängel in Sachen Einstellung zeigt, dann läuft etwas schief. Und bei allem Respekt - unser Anspruch, gerade mit dem aktuellen Spielermaterial, kann nur ein Titel sein. Nach dem 3. (bzw mit 06 vierten) Scheitern, drängen sich völlig berechtigte Zweifel auf, ob der Trainer noch der Richtige ist. Das hat 0,00 mit angeblich "typisch deutscher" Meckermentalität zu tun.
Gruß Daniel Saam

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Silvia Grossmann

Registriert seit: 13.06.2012

Kommentare: 5

03. Juli 2012 - 15:20 Uhr

Mensch Leute, ist denn das Halbfienale nichts ?
Habt ihr euch mal Gedanken gemacht, was Klinsi ohne den
Todtnauer Löw in der Nationalmanschaft gewesen wäre ?
Er hat doch im Hintergrund die Drecksarbeit für den späteren
Erfolg getan.

Silvia Grossmann

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 134

03. Juli 2012 - 15:29 Uhr

Herr Saam,
doch, genau das ist Meckermentalität!
Es gibt aktuell EINE Mannschaft, an die wir nicht heranreichen, und das ist Spanien.
Und das hat nichts mit fehlender Siegermentalität, fehlender Einstellung, falscher Aufstellung oder sonstwas zu tun, sondern schlichtweg damit, daß die Spanier besser sind.
Sie schreiben doch selbst: Löw hat "ein sehr gutes Spielermaterial; eines der besten weltweit" zur Verfügung. Aber eben EINES der besten, und nicht DAS beste. Und entsprechend fallen auch die Ergebnisse aus: 4 Mal unter den BESTEN drei. Keine Mannschaft (außer Spanien) kann einen solchen Erfolg vorweisen!
Was, bitte, gibt es daran zu meckern?

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Marc Vorlander

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 1

03. Juli 2012 - 15:30 Uhr

Löw ist radikal überschätzt. Der Kader, aus dem der aktuelle Bundestrainer schöpfen kann, ist in seiner Qualität einfach absolute Weltspitze, ebenbürtig mit Spanien... fast eine Weltauswahl... Doch was Löw an Erfolgen daraus macht, ist im Verhältnis sehr schwach.

Der dritte Platz von 2006 ist viel höher einzuschätzen, denn Klinsmann formte ein fast weltmeisterliches Team aus einem viel schwächeren Kader.

Löw sollte zurücktreten, die Aufstellung gegen Italien war schlicht fachlich inkompetent und seine gefeierte Neuaufstellung des Teams gegen Griechenland war auch nur die überfällige Korrektur einer inkompetenten Aufstellung in den drei Gruppenspielen der Vorrunde. Dass damals trotzdem gewonnen wurde, lag an der faktischen Klasse der Spieler und der Schwäche der Gegner.

Klar, im Fußball kann man verlieren, aber mit dem Kader, muß man viel falsch machen um nicht ins Finale zu kommen.
Man bedenke auch, was Rudi Völler vor 10 Jahren schaffte, mit einem Kader, der mindestens 2 Klassen unter dem jetzigen einzustufen ist...

Löws Größenwahn und seine gigantischen Gehaltsforderungen, stehen in keinem Verhältnis zur Leistung. Ich hoffe auf einen baldigen Abschied, damit Deutschland wieder Titel feiert.

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Elke Philipp

Registriert seit: 14.07.2011

Kommentare: 13

03. Juli 2012 - 15:30 Uhr

Frau Grossmann,

der "Todtnauer" Jogi Löw kommt aus Schönau! Darauf legen die Schönauer sicher großen Wert ;-)

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Christoph Meier

Registriert seit: 09.03.2011

Kommentare: 4

03. Juli 2012 - 15:48 Uhr

@ Marc Vorlander
Ein klein bisschen zuviel Ironie.

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

03. Juli 2012 - 15:53 Uhr

Herr Vorlander, welche deutschen Spieler sind jetzt nochmal "absolute Weltspitze"? Ausser Khedira, Hummels und Neuer sind mir keine aufgefallen.

Ein Bundestrainer hat sehr wenige Möglichkeiten, Spieler zu trainieren. Seine Aufgabe liegt in der Vision, im Konzept.

Löws Fehler im Italienspiel war, dass er die Mannschaft nicht nach seinem eigenen Konzept spielen liess, sondern auf das vermutete Konzept der Italiener reagierte. Das war nicht die Spielweise, die das deutsche Team zu spielen gewohnt war. Entsprechend schlecht war die Leistung.

Wer jetzt den Rausschmiss von Löw fordert, hat überhaupt nichts kapiert von den Neuerungen, die ins Nationalteam eingezogen sind.

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Daniel Saam

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 3

03. Juli 2012 - 16:12 Uhr

Ich sehe es schon so, dass Deutschland vom Spielermaterial in Normalform auf Augenhöhe mit Spanien ist. Die Spanier haben, bei allem Respekt vorm starken Endspiel, durchaus ihre Mängel und man hat auch im Turnier gesehen, dass sie keineswegs diese alles überragende Sonderrolle haben, die nun wieder in sie hineininterpretiert wird. Die Defensive wirkte in vielen Situationen anfällig und es war teils großem Glück geschuldet, dass sie nicht härter bestraft wurden. Auch in der Offensive haben sie Mängel. Bei allem Respekt vor Spaniens Stärke, ich (und längst nicht nur ich) sehe die Deutschen da prinzipiell auf ähnlichem Niveau.
Mit unserem Spielermaterial sehe ich ein Erreichen des Halbfinals weniger als Erfolg als vielmehr als Selbstverständlichkeit an (auch wenn das arrogant klingen mag). Das Ziel (Titel) wurde letzlich aber wieder verfehlt. Dass Löw mit einigen seiner Entscheidungen daneben lag, dürfte ausser Frage stehen. Und dass das mit dem Scheitern in direktem Zusammenhang steht auch. Von daher wäre ein Trainerwechsel meiner Meinung nach die logische Folge.
Gruß Daniel Saam

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 219

03. Juli 2012 - 16:15 Uhr

Also "Weltklasse" sind generell folgende deutschen Spieler: Özil, Khedira, Neuer, Lahm, Schweinsteiger (dieser verliert seinen Status natürlich nicht, nur weil er unfit ein Turnier spielte). Mögliche Kandidaten für die Zukunft sind Götze, Reus und Hummels. Letztere haben noch zu wenig vorzuweisen und müssen sich erst über einen längeren Zeitraum beweisen. Klose und Gomez sind knapp unter Weltklasse.
Unter Rudis Ägide, das war die Zeit als noch ordentlich gerumpelt wurde, waren nur Kahn und Ballack Weltklasse.

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3967

03. Juli 2012 - 16:32 Uhr

Vielleicht kapieren es die wenigen Einsichtresistenten mit einer "dinglichen" Analogie:

Absolute Weltspitze aus Deutschland ist: MERCEDES

Aber auch im Daimler-Sortiment kann mal ein "Montagsauto" mit dabei sein.

Daher:

Lieber Jogi Löw,

bloß nicht beirren lassen, bleiben Sie auch weiterhin "der gute Stern auf allen Wegen". Ihre Trikots und Equipment verweisen bereits deutlichst darauf.

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Daniel Saam

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 3

03. Juli 2012 - 16:41 Uhr

Genau, als Kritiker ist man Einsicht-resistent und Meckerer, der nachher immer alles besser weiß. Es wird immer schöner. Nicht selten kommt genau das aus dem Mund von Menschen, die sich mit Fußball kaum in ihrem Leben auseinandersetzen und nicht wirklich viel Ahnung haben. Gerade unter Fußballinteressierten ist Löw nicht erst seit dem Italien-Spiel umstritten. Ich sehe in ihm seit langer Zeit nicht den Richtigen. Ich weiß um das enorme Potential dieser Mannschaft, sehe es aber unter Löw nicht voll ausgefüllt. Die Aufstellung hat mich schon im Voraus geschockt. Und dabei hab ich genau solche taktischen Fehler genau in Halbfinale/ Finale wieder im Vorfeld der EM befürchtet und das immer wieder gesagt. Aber nein, natürlich bin ich jetzt ein "typisch deutscher Meckerer, der nachher alles besser weiß." So ein Unfug...
Mit Löw werden wir (vor allem dank unseres starken Materials) wieder unsere netten Spiele haben, werden uns auch ohne Probleme für 2014 qualifizieren und dort eventuell auch unsere Spiele wieder gewinnen. Aber im entscheidenden Moment fürchte ich, dass wir unter Löw auch in Zukunft scheitern werden. Denkt an meine Worte...

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Sandra Maier

Registriert seit: 20.08.2011

Kommentare: 92

03. Juli 2012 - 17:11 Uhr

Der Artikel des Handelsblatts regt zum Nachdenken an.

http://www.handelsblatt.com/sport/em2012/mediale-augenwischerei-em-wurde-schon-monate-vorher-aufgezeichnet/6819416.html

Ist es Satire oder Wahrheit?

Was mich total wundert: jeder regt sich über den Fußball auf statt über den Euro-Rettungsschirm. Was ist wichtiger: Brot und Spiele fürs Volk wie im alten Rom oder die reale Politik, auf die wir mehr den Augenmerk legen sollten, wenn wir nicht für immer und ewig die Schulden anderer bezahlen wollen???

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3967

03. Juli 2012 - 17:24 Uhr

Die BZ-Zensur ist gut beraten, mal endlich "Zeitung" zu lesen:

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nord/palaver-mit-dem-knoettersack-id1970223.html

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Olaf Darnelle  

Olaf Darnelle

Registriert seit: 15.08.2011

Kommentare: 107

03. Juli 2012 - 17:33 Uhr

Ich finde, Marc Vorlander muss neuer Nationaltrainer werden! Er ist der einzige Kandidat, der eine Perspektive bietet.

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Elly Brodhag

Registriert seit: 18.11.2010

Kommentare: 325

03. Juli 2012 - 17:37 Uhr

@Ammar: Sie kennen doch den - für meine Begriffe unsäglichen - Spruch: Wir können alles außer Hochdeutsch?

Hätte Sie doch eifach Meckerfritz gschriebe. Wer weiss, viellicht wär s dann nit glöscht worde.... *lach*

Mol luege, wie lang des schdoh bliebt. Miini Meinig isch zur Zitt au nit so gfrogt do im Forum.

Zurück zu Jogi Löw: Ich glaube er muss sich endlich mal ein anderes Baugefühl zu tun. Für das 4. Spiel bei der EM war das Bauchgefühl eher Magenschmerzen. Von mir aus kann er Bundestrainer bleiben, er sollte nur nicht soviel auf bestimmte Vereinsvorstände/Manager hören und Spieler einsetzen, die nicht "müde" sind oder doch nicht so fit sind, wie sie vorgeben.

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3967

03. Juli 2012 - 17:40 Uhr

@ Olaf Darnelle

Ihr Ernst ?

Gegenfrage:
Brauchen wir im Dienste des DFB wirklich wieder einen mit den Initialen M.V. ?

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3967

03. Juli 2012 - 17:49 Uhr

@ Elly

Stimmt, ist bisweilen immer noch nur schwer begreiflich, zumal wir "hier unten" gewissermaßen auch ein "Rheinland" sind und es in FR inzwischen sogar eine "Kölner Botschaft" gibt.

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Volker Morstadt

Registriert seit: 10.08.2009

Kommentare: 412

03. Juli 2012 - 17:58 Uhr

Mein Durchschnitts-Fußballverständnis stellt die Fragen: War die Gefährlichkeit von Bonatelli nicht bekannt und dessen Einsatz als Sturmspitze nicht vorhersehbar? Warum hat man keine erfolgreichen Bewacher auf ihn angesetzt (Lahm war schon von der Körpergröße und Schnelligkeit her gesehen ein Witz)?

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1073

03. Juli 2012 - 18:06 Uhr

An den Kölner Botschafter zu Freiburg im Rheinland:
Wie man hört tragen Sie den Titel " Humoris causa "
Glückwunsch !

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Michael Gruber

Registriert seit: 07.01.2010

Kommentare: 35

03. Juli 2012 - 21:20 Uhr

Ja, wenn sie den Bonatelli in den Griff gekriegt hätten...Potzblitz, der war nicht schlecht *lach*

Löw hat mehr als einen Fehler gemacht, die haarsträubendsten sicherlich im Zuge der Begegnung gegen Italien. Aber auch eine andere Aufstellung und eine vielversprechendere und klugere Taktik hätten an diesem Abend wohl nicht viel geholfen. Italien war taktisch und spielerisch besser, cleverer, hingebungsvoller, leidenschaftlicher und an diesem Tag wohl auch etwas glücklicher. Punkt.
Das alles wird in ziemlich arroganter Manier einfach unterschlagen. Schon vorm Anpfiff ging es nur darum, ob wir es im Endspiel der spanischen Truppe mal so richtig zeigen können.
Da lobe ich mir Trainer wie Prandelli und del Bosque, die Demut und Respekt zeigen.
Das deutsche Team hat ganz sicher das Potential, mal einen Titel zu holen, aber dazu müssen einige noch viel lernen. Löw, der ganz sicher seine Verdienste hat, ist lernfähig und kann sicher den richtigen Weg einschlagen.

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3967

03. Juli 2012 - 22:05 Uhr

Ähh, .... wer, bitte, ist der zuvor zweifach erwähnte "Bonatelli" ??

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gomez sara

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 12

03. Juli 2012 - 22:37 Uhr

Ich bin Spanisch und ich bin sehr stolz auf meine Auswahl. Aber Sie haben eine große Auswahl mit einem tollen Coach und eine fantastische, ich verstehe nicht die Kritik, haben sie gut gemacht.
Sie sind ein Gentleman, ich hoffe, hierher zu kommen, um nach Madrid mit offenen Armen zu trainieren.
Bitte veröffentlichen Sie es, und ermutigen

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Christian Ott

Registriert seit: 23.12.2010

Kommentare: 39

03. Juli 2012 - 23:01 Uhr

Herr Saam

Ich bin zwar auch der Meinung, dass Löw etliche Fehler gemacht hat. Aber auf Augenhöhe mit Spanien sind wir nie und nimmer. Eine Mannschaft besteht nun einmal auch aus Abwehrspielern, und da sind wir schlecht besetzt. Weder Lahm noch Boateng sind auf aussen defensiv stark. Lahm vor allem hatte etliche Schwächen. Badstuber ist zwar ein passabler Zuspieler, hat aber Schnelligkeitsdefizite. Und Schweinsteiger war halt körperlich kaputt. Es wäre besser gewesen, Bayern wäre im Halbfinale ausgeschieden. Dann hätte er mehr Zeit zur Regeneration gehabt.
Was uns aber vor allem fehlt, ist das fast perfekte spanische Defensivkonzept. Diese Mannschaft hat in den letzten beiden Turnieren in 13 Spielen gerade einmal 2 Gegentore kassiert. Diese beiden Tore filen jeweils im ersten Turnierspiel. Danach war das Spanische Tor zugemauert. Das macht den eigentlichen Unterschied.

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3967

03. Juli 2012 - 23:07 Uhr

Cara Sara,

muchas gracias para sus palabras alentadoras y plenas de adhesión

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Thorsten Wiedemann

Registriert seit: 06.08.2011

Kommentare: 83

04. Juli 2012 - 00:45 Uhr

ich kann nur hoffen, dass der Jogi sich durch dieses ganze möchtegern-bundestrainer-gelaber nicht aus der ruhe bringen lässt und diese mannschaft weiterhin kontinuierlich weiterentwickelt (und da gehör`n nicht nur 11 oder 15 spieler dazu...), und uns unter den top4 mannschaften etabliert, wo wir auch hingehören und auch sind...

wie dämlich muss man sein, wenn man seine arbeit in frage stellt???

aber das ist ja ein typisch deutsches problem, oder nicht???

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 219

04. Juli 2012 - 08:24 Uhr

"wie dämlich muss man sein, wenn man seine arbeit in frage stellt???
aber das ist ja ein typisch deutsches problem, oder nicht???"

Hier zeigt sich ein anderes typisch deutsches Problem: wer an geltenden Dogmen (in diesem Fall: Löw ist unantastbar und unfehlbar) rüttelt und Kritik übt, wird herabgewürdigt, beleidigt und als moralisch minderwertig dargestellt, weil abweichende Meinungen nicht toleriert werden können.

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 134

04. Juli 2012 - 11:21 Uhr

Herr Krenn, Herr Saam,
herabwürdigend sind überwiegend die Kommentare gegen Löw.
Hier eine kleine Auswahl:
"Heilsbringer", "beachtliche Eitelkeit", "völlig überzogene Stilisierung", "massive taktische Fehler", "fachlich inkompetent", "Löws Größenwahn und seine gigantischen Gehaltsforderungen"...

Und wer dieser Kritik nicht zustimmt, dem wird vorgehalten, daß er keine Ahnung hat: "Nicht selten kommt genau das aus dem Mund von Menschen, die sich mit Fußball kaum in ihrem Leben auseinandersetzen und nicht wirklich viel Ahnung haben. Gerade unter Fußballinteressierten ist Löw nicht erst seit dem Italien-Spiel umstritten."
Mit solchen Aussagen wird nicht an Dogmen gerüttelt, sondern Polemik betrieben.
Ich hab's oben schon mal geschrieben: bei den letzten 4 Turnieren hat außer Spanien keine andere Nation auch nur annähernd vergleichbaren Erfolg vorzuweisen.
Wie kann man darüber meckern? Außer man legt genau die Überheblichkeit an den Tag, die man Löw vorwirft...

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Ulrich Schulze

Registriert seit: 03.05.2011

Kommentare: 273

04. Juli 2012 - 11:29 Uhr

Ja Jogi hat sich gegen Italien verzockt: Poldi! Gomes! Bei allen Verdiensten (bei Poldi weniger), die Beiden waren die falsche Wahl. Indessen gibt es richtige Mängel bei Löw: 1) er duldet nur angepasste, Schmuse-Spieler, die sagen, was er ihnen einflüstert, keine Typen, die auch mal den Mund aufmachen, und schon gar keine kantigen Figuren, die mal was reissen (siehe die Ausbootung von Frings etc). Schließlich: Löw vernachlässigt das üben von Standards: Eckbälle, Freistöße, Elfmeter. Schön spielen ist das Eine, Effizienz und Siegeswillen das Andere: Damit der gute Trainer Löw ein Weltklasse-Trainer wird, sollte er vielleicht, siehe oben . . .

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 134

04. Juli 2012 - 11:52 Uhr

Herr Schulze (u.a.),
warum hat sich Löw verzockt? Er hat gegenüber der (erfolgreichen) Vorrunde die Aufstellung auf genau EINER Position verändert - Kroos für Müller.
Und darin soll jetzt plötzlich der Schlüssel zur Niederlage liegen?

Und wer sind denn die kantigen Typen, die mal den Mund aufmachen und die Sie vermissen? Frings und Ballack sind Geschichte. Wen meinen Sie da aktuell?

Und wo sind diese Typen in Spaniens Mannschaft? Braucht man die wirklich, um Erfolg zu haben? Zeichnen die Spanier sich nicht gerade durch eine gewisse Demut aus, um eines der Lieblingswörter von Matthias Sammer zu benutzen?
Und übrigens: auch die Spanier vernachlässigen ihre Standards...

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Michael Gruber

Registriert seit: 07.01.2010

Kommentare: 35

04. Juli 2012 - 12:28 Uhr

@Ulabi
Es gab und gibt natürlich keinen Bonatelli, weder im Sturm noch sonstwo, genausowenig wie ein gewisser Herr Lasagne al Forno in der Abwehr...aber allein das zeigt die alles überragende Kompetenz zumindest mancher Mitdiskutierer.
Und natürlich liegen die Fehler des deutschen Trainerstabes auf der Hand und sind ja auch längst alle genannt. Aber das ist ja auch nur ein Faktor der Misere. Aber ich schätze Herrn Löw so intelligent ein, dass er ganz sicher seine Lehren daraus ziehen wird.
Ausserdem: der DFB hält am Leitungsteam fest, somit ist diese "Weitermachen oder nicht"-Diskussion eh überflüssig.

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Michael Gruber

Registriert seit: 07.01.2010

Kommentare: 35

04. Juli 2012 - 12:32 Uhr

@Allgaier
Fragen sie einfach einen x-beliebigen Bezirksliga-Trainer. Der wird ihnen die entscheidenden Fehler schnell und schlüssig erklären können.

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 134

04. Juli 2012 - 13:00 Uhr

@Gruber
Weiter oben hat jemand beklagt, daß Löws Kritiker herabgewürdigt werden...
Wenn ich allerdings solche Kommentare lese, weiß ich auch warum...
Jeder x-beliebige Bezirksligatrainer hat also die Fehler erkannt, nur dieser Löw nicht...

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 219

04. Juli 2012 - 13:08 Uhr

"Ich hab's oben schon mal geschrieben: bei den letzten 4 Turnieren hat außer Spanien keine andere Nation auch nur annähernd vergleichbaren Erfolg vorzuweisen."

So so, Italien war in den letzten 4 Turnieren nur einmal Weltmeister und zuletzt EM-Finalist, ausserdem haben sie Deutschland in beiden Turnieren besiegt. Soviel zur Fussballkompetenz.

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 134

04. Juli 2012 - 13:22 Uhr

Ach Herr Krenn,
2006 Platz 1, 2008 Viertelfinale (also bestens Platz 5), 2010 Vorrunde (Gruppenletzter, also höchstens Platz 25), 2012 Zweiter.
Macht im Schnitt Platz 8,25.
Und dann wieder dieses unselige Infragestellen von "Kompetenz"... ich stelle Ihre doch auch nicht in Frage, komme aber einfach zu anderen Schlüssen.

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Reinhold Schneider

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 390

04. Juli 2012 - 13:29 Uhr

Im aktuellen "Focus" wird anhand von Zahlen und Statistiken auf 4 Seiten dargelegt, wie sehr sich der deutsche Fußball unter Klinsmann/Löw und vor allem Löw zum Positiven gewandelt hat und wie erfolgreich er in den letzten Jahren war.

Anstatt diesem fähigen Modernisierer des deutschen Rumpelfußballs nun auf Teufel komm raus ans Bein pinkeln zu wollen, sollte man ihm dankbar für das Erreichte sein und hoffen, dass er die nächsten 10 Jahre noch weiter macht.

Wenn jemand im Halbfinale versagt hat, dann das Kollektiv der Spieler. Fast ohne jede Ausnahme. Wer im Halbfinale eines großen Turniers steht und das Finale vor Augen hat, muss am Ende von Krämpfen geplagt vom Platz getragen werden müssen. Ansonsten muss er sich hinterfragen, ob er 100 Prozent der Leistung abgerufen hat oder abrufen wollte. Und es kann nicht sein, dass man das einem Spieler der Nationalmannschaft als Trainer erst noch sagen muss. Im Spiel gegen Italien hat kein einziger Spieler Normalform gezeigt oder sich den Allertwertesten für ein Weiterkommen aufgerissen.

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 219

04. Juli 2012 - 13:53 Uhr

"Anstatt diesem fähigen Modernisierer des deutschen Rumpelfußballs nun auf Teufel komm raus ans Bein pinkeln zu wollen, sollte man ihm dankbar für das Erreichte sein und hoffen, dass er die nächsten 10 Jahre noch weiter macht."

Darum geht es doch gar nicht! Er hat ja vieles gut gemacht, Spielkultur ist mittlerweile ja zweifellos vorhanden, nur jetzt die Defizite unter den Tisch kehren zu wollen und einfach so weiterzumachen, wird sich spätestens in der KO-Runde der nächsten WM rächen. Die Spieler sagen doch selber, dass sie die Schnauze voll haben von zweiten und dritten Plätzen. Und deswegen muss sich die Einstellung bei KO Spielen ändern (Taktik, Zweikampfverhalten, Standards).
Und 10 Jahre wird Löw zum Glück nicht mehr weitermachen (dürfen). Wenn er sich selbst hinterfragt und ein paar Dinge beherzigt, könnte es 2014 mit dem Titel klappen. Das Potenzial ist da. Dann wird er freiwillig den Platz freimachen, weil das Ziel erreicht wäre. Ansonsten sollte ein anderer ran. Sonst würde es Kohlsche Dimensionen annehmen.

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Reinhold Schneider

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 390

04. Juli 2012 - 14:00 Uhr

Ich bin absolut davon überzeugt, dass Löw sehr wohl die eigenen Fehler aus dem Halbfinale erkannt hat und entsprechende Lehren zieht.

Für mich weiterhin maßgeblich verantwortlich waren aber die 11 Spieler der Anfangsformation, von denen jeder von sich behauptet, zu 100 Prozent der Richtige am richtigen Platz zu sein. Diese Spieler hatten entweder Angst, waren blockiert oder wollten nicht. Auf jeden Fall gab keiner das Maximum an möglicher Leistung oder ging darüber hinaus.

Alleine die Körpersprache der Italiener zeigte absoluten Willen. Da waren 11 Männer in blau gegen 11 Milchbubis in weiß auf dem Platz.

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 219

04. Juli 2012 - 14:07 Uhr

Herr Allgaier, Ihre Rechnung ("Macht im Schnitt Platz 8,25") hat mich sehr amüsiert. Nach Ihrer Methode liegt dann Deutschland mit im Schnitt Platz 2,75 - trotz null Titeln und nur einer Finalteilnahme in dem von Ihnen genannten Zeitraum - sogar vor Spanien mir "nur" Platz 3,0, wegen Ausscheiden im Achtelfinale 2006.
Damit haben Sie eines bewiesen: man kann sich alles schönrechnen.

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Jürgen Steinke

Registriert seit: 22.02.2010

Kommentare: 196

04. Juli 2012 - 14:21 Uhr

Ein Aspekt der meines Erachtens noch erwähnenswert ist hinsichtlich der Motivation: Mittlerweile haben die meisten Stammspieler der Nationalmannschaft bereits die großen Verträge. Schweinsteiger, Lahm, Neuer, Badstuber, Boateng, Müller, Gomez bei Bayern München. Khedira und Özil bei Real Madrid. Die Nationalmannschaft hat für diese Spieler nicht mehr die Funktion, den Marktwert zu steigern, denn mehr Gehalt als diese Spieler derzeit bekommen, ist kaum mehr drin. Löw hat also diesen Spielern gegenüber das Argument nicht mehr, dass ein Zerreißen im Turnier die Aussicht auch den ganz großen Vertrag bringen kann.

Diese Argument wird erst wieder ziehen bei der nächsten Generation - also Schürrle, Götze, Reuss etc. Für diese Spieler wird die WM 2014 die Bühne sein um sich weltweit zu zeigen und zu empfehlen. Motivation pur.

Zur Kritik an Löw:

• Löw hat immer gesagt, nur 100% fitte Spieler einzusetzen. Und ließ Schweinsteiger spielen obwohl der selbst öffentlich in Frage stellte aktuell eine Hilfe sein zu können.

• Löw betonte immer, nicht auf den Gegner zu reagieren, sondern das eigene Spiel durchsetzen zu wollen. Um dann genau das zu tun, nämlich gegen Italien die Aufstellung und Taktik nach der Spielweise des Gegners auszurichten und damit das eigene Team zu verunsichern und zu schwächen.

• Löw hat selbst mit seinem Team die Latte sehr hoch gelegt indem er immer wieder zumindest indirekt den Titel in Aussicht stellte. Das war eine riskante Strategie um den Hype um die Mannschaft und das Turnier hoch zu halten. Es war klar, dass es Probleme geben wird, wenn es nicht klappt. Und genau das erleben wir jetzt.

Löw muss also mit der Kritik leben und sie ist auch berechtigt. Man wird gelobt für Erfolge und kritisiert für Misserfolge. Wie im richtigen Leben. Ich kann daran nichts Falsches oder Verwerfliches finden.

Übrigens: Transfermarkt.de hat eine Umfrage gemacht unter ca. 300 Online-Diskutanten. Transfermart.de ist ein Fußball-Blogg. 20% finden, Löw soll bleiben. 80% sind für Rücktritt. Ich selbst finde letzteres nicht, finde allerdings, dass Kritik an Löw nicht verwerflich ist. Aber die Umfrage zeigt zumindest, dass Löw viel Wohlwollen eingebüßt hat. Und ich bin mir ziemlich sicher: Das weiß er selbst. Denn man sollte die öffentlichen Äußerungen von beispielsweise Herrn Niersbach nicht mit dem verwechseln, was hinter verschlossenen Türen diskutiert wird. Die Luft für Löw wird dünner und die nächsten Jahre werden schwieriger. Spiele wie zuletzt gegen die Schweiz werden kaum mehr toleriert werden. BILD hat zuletzt eine Vorgeschmack darauf gegeben, was dann los sein wird. Das kann man nun gut oder schlecht finden. Aber so wird es kommen. Löw muss wissen, ob er dem standhalten kann und will. Die schrecken dann auch vor Persönlichem nicht zurück.

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 219

04. Juli 2012 - 14:29 Uhr

Herr Steinke, das war eine hervorragende, sachliche Analyse ohne jede Polemik. Auch schon Ihr erster Kommentar. Liest man selten hier...

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 798

04. Juli 2012 - 15:08 Uhr

Sachliche Kritik ist immer angebracht und davor brauch sich auch niemand fürchten. Schlimm finde ich, wenn sich mißgünstige Menschen schadenfroh die Hände reiben und versuchen die Arbeit des Bundestrainers mit Scheinargumenten durch den Dreck zu ziehen.

Ich bin auch enttäuscht, dass es mit dem Titel nicht geklappt hat. Aber was hier zum Teil für hanebüchener Blödsinn konstruiert wird um Löw z.B. sogar noch inkompetenter als ein Bezirksligatrainer darzustellen hat nichts mit sachlicher Kritik zu tun sondern nur noch mit beleidigter Nachtreterei.

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 134

04. Juli 2012 - 16:15 Uhr

Herr Krenn,
Platz 8,25 war durchaus amüsant gemeint. Und daß wir dann sogar erfolgreicher sind als Spanien, verdeutlicht doch die tolle Leistung von Jogi & Co. :-)
Warum wird denn dieser Titel so überbewertet?
Also mich freut es viel mehr, wenn die Mannschaft ansehnlichen Fußball spielt, und ich schätze die Leistung, jedesmal bis zum Ende des Turniers dabei zu sein, höher ein, als ein Mal den Titel zu holen, beim nächsten Turnier dann aber in der Vorrunde an übermächtigen Gegnern wie Paraguay und Neuseeland zu scheitern.
Ihren Kommentar für diesen Fall möchte ich nicht lesen müssen dürfen...
Wäre ich Holländer, würde ich mir verwundert die Augen reiben ob dieser Diskussion hier.

"Wenn er sich selbst hinterfragt und ein paar Dinge beherzigt, könnte es 2014 mit dem Titel klappen. Das Potenzial ist da."
Da kann er noch so viel beherzigen und hinterfragen, da kann sogar die gesamte Trainerschaft ausgewechselt werden oder sonstwas passieren: eine Garantie auf den Titel 2014 kann Ihnen keiner geben.
Vielleicht sollten Sie diese Erkenntnis tief in sich aufnehmen, dann wird die Enttäuschung nicht ganz so groß ausfallen.

Wo ich mir dabei ziemlich sicher bin: Deutschland wird sich für 2014 qualifizieren und wird über die Vorrunde hinauskommen, evtl. sogar wieder bis ins Halbfinale. Was danach kommt, weiß keiner und hängt von so vielen Kleinigkeiten ab, die ein Trainer auch überhaupt nicht beeinflussen kann.

Herr Steinke,
"Löw hat selbst mit seinem Team die Latte sehr hoch gelegt indem er immer wieder zumindest indirekt den Titel in Aussicht stellte".
Das war doch auch berechtigt. Der Titel lag durchaus im Bereich des Möglichen. Was hätte er denn als Ziel ausgeben sollen? Aus im Halbfinale? Wären Sie dann jetzt zufriedener: "Toll, wir haben unser Ziel erreicht"?

"Löw hat immer gesagt, nur 100% fitte Spieler einzusetzen. Und ließ Schweinsteiger spielen obwohl der selbst öffentlich in Frage stellte aktuell eine Hilfe sein zu können."
Gebe ich Ihnen Recht. Kroos für Schweinsteiger hätte vollkommen Sinn gemacht. Aber Löw hat es doch - plausibel - erklärt: er wollte einen Leader auf dem Platz haben. Diese Rolle hätte Schweinsteiger - in meinen Augen als einziger - ausfüllen können, leider hatte er aber zu sehr mit sich selbst zu kämpfen.

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gomez sara

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 12

04. Juli 2012 - 21:36 Uhr

von außen gesehen sage ihnen, sie haben phänomenale Spieler sind noch sehr jung, und sie werden bekommen titulos.Jogi ist die beste sie ist ein Stratege haben, die Italiener sehr gut gespielt und gewonnen. . So ist Fußball. Deutschland war in diesem Spiel zum Tod.
Es gibt Journalisten, die manchmal passieren zu kritisieren, manchmal sind Sie stellen durch das Dach, Bitumen und andere Flush.
Wie ich gestern sagte, hat eine gute Mannschaft, aber ein großartiger Trainer.
Grüße und Dank.
Sr Ulabi su español esta muy bien, gracias

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gomez sara

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 12

08. Juli 2012 - 16:17 Uhr

Herr Löw, WE aus Fehlern zu lernen, ist Fußball NUR stolz sein können Ihre Ausrüstung, und WORK.
BRASILIEN SICHER, haben Sie Ihr OPORTUNIDAD.Vaya Drama für ein Fußballspiel.
Ich wünsche Ihnen viel Glück.
Grüße.
Dank

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