Feuer und Flamme für Brandschutz

Christiane Franz

Von Christiane Franz

Mo, 27. August 2018

Bahlingen

Das Bahlinger Unternehmen BST Rinklin wird 25 Jahre alt / Drei Söhne im Unternehmen sorgen für den Fortbestand .

BAHLINGEN. Mit Brandschutz hat sich die Firma von Gründer Karl-Heinz Rinklin in den vergangenen 25 Jahren einen Namen gemacht und ist in diesem Bereich heute eine der größten in Baden-Württemberg: Ob im Justizvollzugskrankenhaus in Stuttgart oder in einer U-Bahn-Station in Frankfurt – die Produkte von BST Rinklin sind deutschlandweit verbaut. Die Firma feiert ihr Jubiläum am 2. September mit einem Tag der offenen Tür.

"Die größte Fehlerquote im Brandschutz entsteht durch Unwissen. Es gibt keine Brandschutzmaßnahme ohne zugelassenen Konstruktion", sagt Karl-Heinz Rinklin. Deshalb seien Planungsbüros oft auf das Know-How der Bahlinger Firma angewiesen. "Unsere Mitarbeiter im Büro sind durch Schulungen weitergebildet. Alle Monteure sind fachlich geschult und für die Brandschutzkonstruktionen zertifiziert", so Rinklin. Produziert wird mit der neuesten Maschinentechnik.

Die Anfänge der Unternehmensgruppe BST Rinklin liegen sogar noch vor dem 1. September 1993: Über seinen Schwager Jörg Himmelspach, der seit langem Prokurist der Firma ist, kam Karl-Heinz Rinklin im Jahr 1986 zum baulichen Brandschutz. Und ihm war klar: "Der bauliche Brandschutz wird meine Zukunft sein. Das Thema begeisterte mich von Anfang an", erzählt er.

Brandschutz wurde früher weniger streng kontrolliert

Ab 1989 war er als Projektleiter für eine namhafte deutschlandweit agierende Firma tätig. Er betreute Projekte wie den Flughafen München (der fristgerecht eröffnet wurde, wie Rinklin schmunzelnd anfügt) und mehrere Krankenhäuser im bayerischen Raum. Die Brandschutzvorschriften seien damals schon gleichermaßen vorhanden gewesen wie heute, sagt Rinklin. Der Unterschied sei nur, dass die Ausführung nicht so explizit kontrolliert und bewacht wurde.

Nach sieben Jahren zog es den Eichstetter in die Heimat zurück. Mit zwei Bürocontainern und einem Materialcontainer begann in Eichstetten die Selbständigkeit, 1995 entstand das Bürogebäude mit Lagerhalle. Brandschutzabschottungen und Brandschutzverkleidungen wie auch die fachgerechte Entsorgung von Wärmespeicheröfen waren die Aufgabenfelder. "Der Erfolg dieser beiden Sparten gab den zukünftigen Weg vor", sagt Rinklin.

Nur wenige Jahre nach dem Beginn in Eichstetten wurden die Räumlichkeiten zu klein, im Jahr 2000 zog die Firma nach Bahlingen um. "Die Lagerfläche war groß genug, aber für die Büros ging es wieder in Container", erinnert sich der Firmenchef. 2002 konnte das neue Bürogebäude bezogen werden. "Jetzt konnten wir uns unserer Philosophie widmen, Brandschutzmaßnahmen mit allen Brandschutzsystemen, die dafür erforderlich waren, anzubieten."

Inzwischen gibt es in der Unternehmensgruppe sechs verschiedene Abteilungen, eine siebte ist in Planung. Zum baulichen Brandschutz und der Entsorgung der Wärmespeicheröfen kamen in den folgenden Jahren Metallbau, der Zuschnitt von Formenteilen, die Produktion und der Vertrieb von BST-Stahlstützen sowie 2016 die sogenannte Einblasdämmtechnik hinzu, in Planung ist der Handel mit Isolierbaustoffen.

Zusätzliche Hallen in der Nachbarschaft wurden angemietet. 2009 kam Sohn Alexander Rinklin in das Unternehmen und übernahm den Aufbau der BST Rinklin Metallabteilung. 2011 erwarb er ein großes Nachbargrundstück mit Halle und Erweiterungsfläche für eine neue Halle. Die Produktion wurde auf Brandschutztüren und Glaskonstruktionen aus Stahl und Aluminium ausgeweitet. Alexander Rinklin ist gemeinsam mit dem Vater Geschäftsführer. Wieder wurden die Büroflächen zu klein, wieder musste ein Container geliefert werden. "Es war derselbe Mann, der schon vor 25 Jahren bei meinem Vater die Module aufstellte", erzählt Alexander Rinklin lachend. Momentan entsteht ein repräsentatives Bürogebäude mit Glasfassade, das im Herbst bezogen werden soll.

Sohn Manuel Rinklin ist gemeinsam mit dem Vater für die Anwendung der Einblasdämmtechnik lizensiert. Als Projektleiter ist der jüngste Sohn Markus seit 2014 tätig. Er erwarb jüngst ein Grundstück mit Halle, in dem in Zukunft BST-Profile produziert werden. Auch die Dämmtechnik wird dort untergebracht. "Für mich ist es eine große Freude, dass meine Söhne Alexander, Manuel und Markus sich für meine Firma so einsetzen und das Fortbestehen gesichert ist", sagt der Gründer.

Info: Die Unternehmensgruppe BST Rinklin beschäftigt 50 Mitarbeiter. Zehn Metallbaufirmen aus der Region Freiburg und Stuttgart arbeiten als Nachunternehmen zu. Für 2018 rechnen die Geschäftsführer mit 8 bis 8,5 Millionen Euro Umsatz. Am 1. September 2018 wird das Jubiläum mit geladenen Gästen gefeiert. Am Sonntag, 2. September, findet ab 10 Uhr der Tag der offenen Tür statt.