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Finanzbürgermeister Breiter sichert Martin Horn seine Loyalität zu

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Di, 15. Mai 2018 um 13:10 Uhr

Freiburg

Vor dem Amtswechsel am 1. Juli: Erste Gespräche zwischen dem künftigen OB und den Dezernenten.

"Herr Horn kann fachlich und persönlich auf mich und mein Dezernat zählen", schreibt Breiter. Illustriert ist der Beitrag mit einem gemeinsamen Bild, das beim Weinfest in St. Georgen entstanden ist. Er freue sich auf die gute Zusammenarbeit, kommentierte Martin Horn den Post.



Im Endspurt des Wahlkampfes hatte es Differenzen gegeben, weil Finanzbürgermeister Breiter sich vom Kandidaten Horn unabgesprochen vereinnahmt fühlte. Der Zwist drehte sich um Äußerungen zum gemeinsamen Generationswechsel im Rathaus.

Breiter macht in seinem neuen Beitrag auch weiter kein Geheimnis daraus, dass er sich einen anderen Wahlausgang gewünscht und gerne mit OB Dieter Salomon weitergearbeitet hätte. Der Grünen-Politiker und der Neideck-Nachfolger kennen sich schon seit weit über einem Jahrzehnt. "Der Souverän, die Bürgerinnen und Bürger haben entschieden", erklärt nun der Neideck-Nachfolger. Dass er den neuen OB in seiner politischen Arbeit unterstütze, sei eine Selbstverständlichkeit und gehöre für ihn zu dem Grundverständnis von Demokratie. Martin Horn und er hätten mittlerweile erste Gespräche geführt und sich abgestimmt. Es gehe um das Wohl der Stadt mit ihren 227 000 Einwohnern.

Der Finanzbürgermeister will dem Rathauschef in spe auch helfen, dass dieser so viel wie möglich von seinem Programm umsetzen kann. Allerdings müsse das Wünschenswerte vom Machbaren unterschieden werden. "Ich will mit meinem Dezernat dafür bürgen, dass wir weiter einen soliden Haushalt haben, der wasserdicht ist", bekräftigte Stefan Breiter am Montag im Gespräch mit der BZ. Es würden jetzt schon "sehr viele Bestellungen" aufgegeben.

Bei Facebook hatte der 51 Jahre alte Finanzdezernent darauf hingewiesen, dass er in vielen Gesprächen mit Bürgern nach wie vor eine große Verunsicherung spüre. Für Breiter hatte der Wahlkampf das Potenzial, die Stadt zu spalten. Auch wenn der Wahlkampf von der Kandidatin und den Kandidaten fair geführt worden sei, sei die Stimmung weiter aufgeheizt – vor allem in den sozialen Netzwerken. Der Bürgermeister lobt in seinem Beitrag auch Dieter Salomon, der laut Breiter auf eine erfolgreiche Amtszeit zurückblicken könne und viel für die Stadt erreicht habe: "Ihm gilt es zu danken und nicht mit unsachlicher Kritik zu begegnen", so Breiter mit Blick auf die Kommentare im Netz.