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13. Juli 2011

Abwrackprämie für alte Heizungen?

Gemeinderäte freuen sich über die gute Klimabilanz, warnen aber vor Euphorie.

Freiburg ist beim Klimaschutz in der Spur. Pro Kopf sind die Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahr 2009 um 25 Prozent zurück gegangen, gerechnet auf das Bezugsjahr 1992. Die Stadt könnte bis 2030 die 40-Prozent geschafft haben. Die Gemeinderäte freuten sich über die Zwischenbilanz, warnten aber vor zu viel Euphorie.

"Es gibt laut Gutachter nicht viele Städte, in der so gute Ergebnisse gibt", meinte Bürgermeisterin Gerda Stuchlik. Für sie ist klar: Freiburg trage den Titel Bundeshauptstadt im Umweltschutz zurecht.

Lioba Grammelspacher (Grüne) erinnerte an den mutigen Beschluss des Gemeinderates im Jahr 2007, als das Ziel von 30 auf 40 Prozent Co2-Vermeidung hochgesetzt wurde. "Es wird bis dahin noch viele Anstrengungen brauchen", meinte sie. CDU-Stadtrat Daniel Sander verwies auf das Förderprogramm zur Altbausanierung und die Hoffnung, dass dieser Topf vielleicht im kommenden Jahr aufgestockt werden kann. Hans Essmann (SPD) verwies auf ein Problem bei der Klimazwischenbilanz: Die Verkehrsbelastung in Freiburg ist zuletzt um zwei Prozent gestiegen. Und Michael Moos (Unabhängige Listen) mahnte zur Vorsicht. Schließlich wisse man nicht, ob die Fortschritte beim Klimaschutz 2008/09 nicht der Wirtschaftskrise und der niedrigen Industrieproduktion geschuldet waren. Die Grünen wollen prüfen lassen, ob Freiburg etwa eine Abwrackprämie für ineffiziente Zentralheizungen eingeführt werden soll – die UL wollen wissen, ob sich das Ulmer Modell fürs Car-Sharing auf Freiburg übertragen lässt.

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Autor: rö