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23. Juni 2016

Vermittlung des Regierungspräsidiums hat Erfolg

Bürgerinitiative Igel und Stadt einigen sich mit der Bahn über Lärmschutz

13 lange Jahre hat die Bürgerinitiative Igel gekämpft – am Ende steht ein Erfolg. Die Deutsche Bahn AG verspricht im Freiburger Abschnitt beim Ausbau der Rheintalbahn bei der Lärmfrage einen Vollschutz mit Schallschutzwänden und Galerien.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, deren Behörde vermittelt hat, spricht von einem guten Ergebnis, mit dem die Interessen der Bürgerinnen und Bürger gewahrt seien.

Die gemeinsame Basis erreicht haben die Beteiligten bei den Gesprächen am Mittwoch. An den harten und umfangreichen Verhandlungen waren die Stadt Freiburg, der Regionalverband Südlicher Oberrhein, das Landesverkehrsministerium, die Bürgerinitiativen Igel und IG Bohr sowie die Bahn beteiligt. Regierungspräsidentin Schäfer hatte sich im vergangenen Sommer als Vermittlerin angeboten, nachdem im Vorfeld der damaligen Sitzung des Projektbeirates von Freiburger Seite in Frage gestellt worden war, dass die DB im Bereich der Güterumfahrung Freiburg tatsächlich auch die Beschlüsse des Projektbeirats umsetze. Es ging vor allem darum, ob die Pläne der Bahn auch wirklich den beschlossenen "Vollschutz" bringen. Denn eigentlich hatte man bereits im Jahr 2012 den Durchbruch bei den Verhandlungen gefeiert. Doch bei der Vorlage der Pläne im vergangenen November wuchsen wieder die Zweifel. Vor allem der Stadtteil Landwasser hätte beim damaligen Vorschlag der Bahn Nachteile zu befürchten gehabt. Deswegen ging es für alle Seiten noch einmal zurück an den Verhandlungstisch. Die – erneute – Einigung sei nun erreicht, meldete am Mittwoch das Regierungspräsidium.

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"Wir sind alle zufrieden, ein großer Konsens ist geschafft", erklärte auch Gerlinde Schrempp von der BI Igel. Nun komme noch der Feinschliff, noch sei es nicht ganz zu Ende. Der Erfolg sei dadurch erreicht worden, dass alle an einem Strang gezogen hätten: "Zwischen die BI und die Stadtverwaltung passte kein Blatt Papier", lobte Schrempp.

Als nächster Schritt, so das Regierungspräsidium, stehe nun die Fertigstellung der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren durch die DB an.

RheintalBAHN

Der Aus- und Neubau der Rheintalbahn ist Teil der Verbindung Rotterdam – Genua und soll 5,8 Milliarden Euro kosten. Die Schweiz hat ihren Beitrag, nämlich die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (Neat), längst begonnen, dazu gehört auch der Bau des kürzlich fertiggestellten Gotthardtunnels. Sie soll im Jahr 2019 fertig sein – zeitgleich mit dem dritten und vierten Gleis durchs Rheintal. Dazu hat sich die Bundesrepublik vertraglich verpflichtet. 320 Güterzüge, 64 Fernverkehrszüge, 108 Nahverkehrszüge sollen den Prognosen der Bahn zufolge im Jahr 2025 bei Freiburg auf den vier Gleisen der Rheintalbahn rollen.  

Autor: mac

Autor: Joachim Röderer