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02. Juli 2017 18:40 Uhr

Musikfestival

"Freiburg stimmt ein": Gute Laune unter Regenschirmen

Zum siebten Mal hat am Wochenende das Musik- und Kulturfestival "Freiburg stimmt ein" mehr als 1000 Musiker auf die Bühnen der Stadt gebracht. Wegen des Wetters fielen manche Konzerte aus.

  1. Wegen des Wetters sind "The Moondogs" statt im Mensagarten in der Mensa-Bar aufgetreten. Foto: Rita Eggstein

  2. Gute Laune und auch nicht so schlechtes Wetter im Escholzpark Foto: Rita Eggstein

Zum siebten Mal hat am Wochenende das Musik- und Kulturfestival "Freiburg stimmt ein" mehr als 1000 aktive Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger auf Bühnen quer durch die Stadt gebracht – beklatscht von Tausenden von Zuhörerinnen und Zuhörern. Trotz des schlechten Wetters waren die Konzerte am Sonntag gut besucht, auch wenn ein paar Auftritte dem Regen zum Opfer fielen. Die Stimmung unter bunten Regenschirmen war trotzdem heiter.

Sonntagnachmittag im Eschholzpark. Weit mehr als 1000 Menschen bevölkern den Platz. Familien sitzen auf Picknickdecken, vor dem Kaffeestand und dem Eiswagen vom Mundenhof bilden sich Schlangen. Auf der Bühne vorne gibt es Klezmer- und Balkanmusik von den "Haiducken" aus Freiburg. Schon nach dem zweiten Lied tanzen Dutzende von Musikfans auf dem Rasen. Der Eschholzpark ist sozusagen die "Hauptbühne" dieses besonderen Festivals. Es gibt noch 17 weitere Auftrittsorte quer durch die Stadt verteilt – von Weingarten über Haslach bis hoch zum Ebneter Schloss.

Alle Bands treten ohne Gage auf

"Es ist super, trotz des Wetters", sagt am Sonntagnachmittag Stefan Sinn, der Vorsitzende des Vereins KulturLeben und Macher von "Freiburg stimmt ein". 1,5 Personen hätten die Vorbereitung gestemmt, am Sonntag sorgen ein Dutzend Leute vom Verein für den geregelten Ablauf. "Es ist mittlerweile landesweit das größte Mitmachfestival", berichtet Stefan Sinn. Alle Bands treten ohne Gage auf. Es gibt Anfragen aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Auch die Musiker lieben die Atmosphäre von "Freiburg stimmt ein". Jedes Jahr werde das Festival auch ein bisschen professioneller. So steht im Eschholzpark eine große Lkw-Bühne.

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Auf dem Gelände mit dem roten Gartenschlauch finden sich ringsum Initiativen in Zeltpavillons – vom Weltladen bis zum Klimabündnis, von der Initiative Schlüsselmensch bis zur Landeszentrale für politische Bildung – der Bogen ist weit gespannt. Das gilt auch für die Musik – die Fans spenden viel Applaus, auch den "Haiducken".

Die "Haiducken" haben viel Spaß

"Es hat Megaspaß gemacht", sagen Andi, der Klarinettist, und Percussionist Matze. Sie hätten gerne noch ein bisschen weitergespielt – aber klar, es warten weitere Bands. "Das ist nur fair, wenn es nicht zu lang geht", sagt Andi. (Die Haiducken spielen am 12. Juli, 21.30 Uhr auf dem ZMF und am 21. Juli, 21.30 Uhr erneut im Eschholzpark).

Als es gegen 16.30 Uhr zu regnen anfängt, geht kaum jemand. Regenkapuzen werden übergezogen, Regenschirme aufgeklappt. "Es ist ein tolles Festival", sagen Jana, Lars und Adrian, die gemütlich auf dem Gartenschlauch sitzen. Auf der Bühne vorne gibt es Soul und Funk. "No Illusions" heißt die Band aus der "kleinen Schweiz", wie Sängerin Meryl Marty sagt. Und schon wird wieder getanzt.

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Autor: Joachim Röderer