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10. Januar 2010 18:54 Uhr

Kritik

Heiße Debatten um Freiburger Winterdienst

Die Kritik am Freiburger Winterdienst reißt nicht ab – und hat am Schneewochenende scheinbar neue Nahrung bekommen. Doch die Stadtreinigung weist sämtliche Vorwürfe entschieden zurück.

  1. Keine Spur von Winterdienst: Hier im Freiburger Sandfangweg. Foto: Michael Bamberger

Der Winterräumdienst in Freiburg war am Schneewochenende wieder ein heißes Eisen. Daniel Sander, CDU-Stadtrat und Innenstadtanwohner, schrieb an den Oberbürgermeister, dass die Stadt ihrer Sorgfaltspflicht nicht ausreichend nachkäme. Das gefahrlose Begehen von Straßen und Plätzen in der Innenstadt sei nur unzureichend gewährleistet: "Auch die Verhältnisse in der Schusterstraße und rund um das Münster waren für ältere Mitbürger außerordentlich gefährlich", monierte der CDU-Stadtrat.

Bereits Anfang Januar war die für den Winterdienst zuständige Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) in die Kritik geraten: Viele Straßen der Stadt waren nach heftigen Schneefällen nicht vom Eis befreit und wie im Stadtteil Stühlinger spiegelglatt."Eine wirkliche Frechheit" sei das, fand ein Internetnutzer auf der BZ-Homepage den Zustand der Straßen in der Stadt. Und ein anderer kritisierte: "In Freiburg wird sehr schlecht und zu wenig gestreut."

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VOLLEINSATZ AN ZWEI TAGEN

Doch ASF-Geschäftsführer Broglin die Kritik nicht verstehen: "Ich war am Sonntagmorgen in der Innenstadt, es sah dort sehr gut aus", sagt er. Die ASF-Teams haben mit 17 Räumfahrzeugen zwei Tage Volleinsätze gefahren. Die wichtigen Straßen der ersten und zweiten Kategorie seien sogar vier Mal geräumt worden. 300 Tonnen Salz haben die ASF-Männer ausgebracht. Auch die wichtigsten Radwege seien von Schnee und Eis befreit worden.

"Unsere Bilanz ist positiv", meinte Broglin am frühen Sonntagabend. "Es kamen auch keine Beschwerden von der Polizei und das ist immer unser Gradmesser". Und er fügt zur Erklärung der Gesamtsituation hinzu: "Es ist halt Winter, da kann es einfach auch mal Schnee geben".

Die Schneeräumer von der ASF bleiben weiter in Hab-Acht-Stellung. Denn für die Nacht zum Montag waren noch ein paar Zentimeter Neuschnee für Freiburg angekündigt. Die ASF stützt ihre Vorplanungen übrigens auf Daten von fünf Wettermessstationen in der Stadt, auf die sie zugreifen kann – und auf die Vorhersagen eines Meteorologen, der quasi ständig zur Verfügung steht. Michael Broglin: "Seine Prognosen sind bislang immer auch eingetroffen".

Autor: Joachim Röderer