Schulessen

MÜNSTERECK: Kein Halten beim Haushalt

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Sa, 14. März 2015

Freiburg

Anständige Schulkost kostet auch was. Das ist die Lehre aus der Krise beim Mittagstisch für Schülerinnen und Schüler. Zu den bisherigen Konditionen der Stadt geht’s nicht weiter. Es ist richtig, dass die Verwaltung in die Subventionierung einsteigen und bei der Qualität keine Abstriche machen will. Das ist die Sache wert. Etwas anderes ist der Haushalt. Wenn der Gemeinderat den Etat beschließt, entscheidet er auch übers Schulessen. Die halbe Million ist ein Nachschlag, denn bisher ist sie nicht eingeplant. Die Drucksache dafür kam Gerda Stuchlik zufolge "aus dem Nichts". Genau da soll auch das Geld herkommen. Denn gestrichen wird dafür nichts, geplant sind mehr Schulden. Das Schulessen ist ein Beispiel dafür, wie beim Aufstellen dieses Etats aus dem Vollen geschöpft wird. Die Verwaltung stieg schon mit einer Neuverschuldung in die Beratungen ein. Die Fraktionen rechnen damit, dass die Steuern wieder sprudeln und die Schulden gar nicht steigen und satteln munter drauf – allein im Schulbereich zum Beispiel 5,5 Millionen Euro für die Adolf-Reichwein. Alles sinnvoll, keine Frage. Aber Vorschläge, wie sie ihre ganzen Mehrausgaben ausgleichen wollen, lassen sie vermissen. Als gäb’s kein Morgen. Doch in den nächsten Jahren stehen zahlreiche Großinvestitionen an, da wäre Haushalten dringend angesagt.