Neue Liste

„Bürger für Freiburg“ um Franco Orlando will in den Gemeinderat

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Sa, 29. Dezember 2018

Freiburg

Als „Bürger für Freiburg“ formiert sich derzeit eine neue Liste für die Kommunalwahl am 26. Mai. Unter den Initiatoren des gerade gegründeten Vereins sind der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Mittel- und Unterwiehre Franco Orlando sowie Elferratspräsident Achim Wiehle, ebenfalls CDU-Mitglied.

Die von ihnen und rund zehn weiteren Unterstützern ins Leben gerufene Gruppierung verortet sich selbst in der bürgerlichen Mitte – mit grünem Einschlag.

"Die Idee hat sich nach der OB-Wahl entwickelt", sagt Wiehle. Da die etablierten Parteien schwächelten, müsse es auf kommunaler Ebene mehr überparteiliche Alternativen geben. Die Liste mit den Kandidatinnen und Kandidaten werde breit aufgestellt sein und im Februar präsentiert. Dabei sehen sich die Initiatoren weder als Unternehmerliste noch als Unterstützungsliste von Oberbürgermeister Martin Horn. Man stimme dem OB sicher in vielen Punkten zu, trage aber auch Kontroversen aus, heißt es auf Nachfrage.

Orlando hatte im OB-Wahlkampf mehrfach aktiv für Horn geworben und sich damit gegen den CDU-Kreisverband gestellt, der sich für die Wiederwahl von Dieter Salomon aussprach. Orlando und auch Wiehle wollen trotz der "Bürger für Freiburg" in der CDU bleiben. "In der Regel" gehe das nicht, sagt dazu CDU-Kreisvorsitzender Peter Kleefass und verweist auf die Satzung. Allerdings wurde das bisher nicht so streng gesehen. So ist etwa Berthold Disch als Stadtrat der Freien Wähler weiterhin CDU-Mitglied. Ob man wegen Orlando und Co. aktiv werde, sei noch offen, sagte Kleefass.

Die neue Liste spricht sich für den Bau von Dietenbach aus und will neben den Themen Wohnraum und Sicherheit vor allem die Wirtschaftsförderung verstärkt in den Blick nehmen. Diese werde bisher vernachlässigt, so Wiehle, der in March sowie in Freiburg wohnt.