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17. August 2013

Trägerverein des Biathlonzentrums wirbt um Unterstützung durch die Stadt Freiburg

Ein Hilferuf vom Notschrei

  1. Im Jahr 2010 fanden am Notschrei die Juniorenweltmeisterschaften statt. Foto: Patrick Seeger

  2. Das Biathlonzentrum am Notschrei bietet auch jetzt im Sommer gute Trainingsbedingungen. Foto: Mochael Bamberger

Die Stadt Freiburg soll sich – wie alle anderen Gemeinden in der Umgebung und die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach – am Biathlonzentrum des Nordic-Centers beteiligen. Das ist der Wunsch des dortigen Trägervereins. Es geht um den Betrag von 5000 Euro im Jahr. Zwei Gemeinderäte wollen sich dafür einsetzen und sehen auch Chancen, dass es klappt.

Kleiner Hilferuf vom Notschrei: Mitten im Sommer befassen sich die Stadträte Walter Krögner (SPD) und Daniel Sander (CDU) mit einem winterlichen Thema. Diese Woche war Ortstermin droben am Schwarzwald Nordic Center am Notschrei, zu dem auch ein Biathlonzentrum gehört. Hier trainieren derzeit auf Skirollern Leistungssportler, auch aus dem Behindertenbereich. Im Winter steht die Flutlicht-Loipe, die zum Zentrum gehört, allen Langläufern offen: "Es ist eine Symbiose von Leistungs- und Breitensport", sagt Betriebsleiter Walter Rombach. Junioren-Weltmeisterschaften haben hier schon stattgefunden, auch die forstlichen Skiwettkämpfe mit 1500 Teilnehmern. Die Anlage ist ideal für Nachwuchswettkämpfe und für die B- und C-Kader unterhalb des Weltcups. "Das ist die größte Biathlonanlage in Baden-Württemberg", sagt Oberrieds Bürgermeister Klaus Vosberg, der im Vorstand des Trägervereins sitzt. Im kommenden Januar wird hier ein Biathlon-Weltcup der Behindertensportler ausgetragen.

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29 Jahre alt ist die Anlage. Der Trägerverein Nordic Center hat vor wenigen Jahren den Totalumbau und die Investition von 2,5 Millionen Euro gestemmt. Der Trägerverein finanziert auch die laufenden Kosten – nahezu alles läuft ehrenamtlich, so der Betriebsleiter. "Alles ist extrem auf Kante genäht", sagen Rombach und Vosberg. Es fehlen unter anderem Duschen und Umkleideräume – Wettkampfveranstalter müssen sich mit Containern behelfen, was mühsam und teuer ist. Ein zusätzliches Funktionsgebäude für 150 000 Euro ist geplant. Einmal schon scheiterte die Finanzierung. Im zweiten Anlauf soll es jetzt klappen, um die ärgste Raumnot am Berg zu lindern.

Bei der Umbau-Investition 2009 hatte die Stadt Freiburg damals den Schwarzwäldern einen Korb gegeben. Die Stadt zahlt derzeit lediglich den Zuschuss von 8000 Euro für die Notschrei-Loipe und den Loipenverein, der knapp 5000 Mitglieder hat – und dieser Zuschuss stand vor fünf Jahren während einer Sparrunde schon einmal auf der Kippe.

"5000 Euro für den Trägerverein dürften eigentlich kein Problem sein", sagen dennoch die Stadträte Krögner und Sander, die sich in ihren Fraktionen einen Beitritt für den Trägerverein des Nordic Centers starkmachen wollen. Auch die Freiburger Skiclubs und der Olympiastützpunkt nutzen die Anlagen, ebenso gehen hier Freiburger Freizeitsportler in die Loipe. Die Grenze zwischen den Kreisen Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald läuft quer durch die Anlage. Beide Kreise unterstützen den Trägerverein, ebenso alle Kommunen ringsum – von Oberried, Feldberg, Kirchzarten, Münstertal bis nach Schönau. "Es wäre schön, wenn sich die einzige Großstadt, die wir in der Nähe haben, auch beteiligen würde", sagt Betriebsleiter Rombach.

Autor: Joachim Röderer