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13. April 2010 17:36 Uhr

Vandalismus

WiM-Aktivistin soll Salomon-Plakate beschädigt haben

Die Polizei hat drei Frauen erwischt, die Wahlplakate von OB Dieter Salomon beschädigt haben sollen. Delikat: Eine der drei mutmaßlichen Täterinnen soll Vorstandsmitglied der Initiative "Wohnen ist Menschenrecht" sein.

  1. Wahlplakat von Dieter Salomon, nachdem die Damen sich daran zu schaffen gemacht haben. Foto: Ingo Schneider

Gegen 3.38 Uhr am Dienstag meldete ein Zeuge der Polizei, dass sich Unbekannte im Bereich des Friedrichrings an Wahlplakaten zu schaffen machen würden. Eine Streife rückte aus und traf im Bereich Siegesdenkmal drei Frauen an. Die Kontrolle ergab laut Polizei, dass die drei Frauen die gleichen Aufkleber mit sich führten, wie sie auf dem Friedrich- und auf dem Rotteckring, aber auch in anderen Straßen auf die Plakate von Salomon geklebt worden waren. Laut einer Pressemitteilung seines Wahlbüros behält es sich der OB sich, einen Strafantrag zu stellen. Mindestens eine der Täterinnen, so heißt es weiter, sei durch ihre Mitarbeit im Vorstand der Bürgerinitiative "Wohnen ist Menschenrecht" bekannt.

Die Plakate sind mit beleidigenden Überklebern und Beschriftungen versehen worden. Soweit die Sprüche noch eine gewisse Witzigkeit beweisen – auf etlichen Plakaten wurde aus dem "Oberbürgermeister für alle" ein "Oberbademeister für alle" –, mag man noch über die Kreativität der Täter schmunzeln und als Aktion mit Spaßfaktor hinnehmen. Bei beleidigenden Aufschriften sehe es jedoch anders aus, heißt es in einer Pressemitteilung des Oberbürgermeisters.

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Salomon bedauert, dass der OB-Wahlkampf in der letzten Phase "durch Unfairness und Regelverletzungen beeinträchtigt wird". Dessen Wahlbüro zufolge bleibt unabhängig von diesem Einzelfall festzustellen, dass vor allem Plakate von Dieter Salomon abgerissen, beschädigt und überklebt worden sind. "Ich erwarte nicht nur meinen Mitbewerbern, sondern auch von den Unterstützern und anderen Gruppen aus ihrem persönlichen Umfeld, dass selbstverständliche Spielregeln der Fairness beachtet werden", so Salomon. "Wir ersetzen auf den WiM-Plakaten ja auch nicht den Spruch,Kein Mieter wählt Dieter’ durch,Liebe Mieter, wählt Dieter’".

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Autor: Joachim Röderer