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14. Mai 2009 11:02 Uhr

Lauter Spitzenplätze in der Einsatz-Statistik

Freiburger Notärzte sind die schnellsten im Land

Nirgendwo im Land kommt der Notarzt schneller als in Freiburg und Umgebung. Bei den Einsatzzeiten erreichen die Freiburger Notfallmediziner die besten Werte – trotz des großen Einsatzgebietes, das bis St. Peter reicht.

  1. Die Freiburger Notärzte erreichen bei den Hilfsfristen die besten Werte im Land. Foto: Thomas Kunz

  2. Die Freiburger Notärzte vor dem neuen Notarztturm des Josefskrankenhauses. Foto: Ingo Schneider

Erst vergangene Woche hatte die Landesärztekammer darüber geklagt, dass das Notarzt-System im Land lahmt. Anders sieht es in Freiburg aus: Das im St. Josefskrankenhaus angesiedelte
Kompetenzzentrum Notfallmedizin (KONO) erreicht als größter Notarztstandort in Baden-Württemberg
Spitzenwerte in der Einhaltung der Hilfsfristen. Während vom Gesetzgeber angestrebt wird, dass der Notarzt in 95 Prozent der Fälle innerhalb von 15 Minuten am Notfallort eintrifft, wird dieser Wert in Baden-Württemberg nur in acht von 37 Regionen erreicht. Freiburg gehört dazu – und übertrifft sogar diesen Wert mit erreichten 97 Prozent .

Durch die zentrale Lage des zum Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser (RkK) gehörenden St. Josefskrankenhauses ist der Notarzt im Stadtgebiet
Freiburg in durchschnittlich 7 Minuten beim Patienten. Auch bei der erfolgreichen Reanimation bei Herzkreislaufstillstand ist Freiburg in der
Spitzengruppe. Gelingt im Landesdurchschnitt in 22 Prozent der Fälle eine erfolgreiche Reanimation bei Herzkreislaufstillstand, kann in Freiburg in 51 Prozent der Fälle eine erfolgreiche Reanimation vorgenommen werden. "Die durch den Ende 2007 eingerichteten Notarztturm erreichte Optimierung der Abläufe hat neben dem Faktor Erfahrung wesentlichen Einfluss auf die Qualität unserer Arbeit" stellen die auch selbst im Rettungsdienst aktiven Ärztlichen Leiter Chefarzt Bertram Huber und

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Oberarzt Frank Koberne unisono fest.

Dabei legen beide großen Wert darauf unnötige Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Im Landesschnitt werden 6 Prozent der Patienten nicht in ein Krankenhaus eingewiesen. In Freiburg können 19 Prozent der Patienten vor Ort so versorgt werden, dass eine Einweisung in das Krankenhaus vermieden werden kann.
Der Freiburger Notarztstandort in der Sautierstraße fuhr 2008 über 6500 Einsätze – das sind rund 500 mehr als im Jahr davor. Der Verein Freiburger Notärzte übernimmt im Auftrag des St. Josefskrankenhauses die Dienste in den Nächten und an Wochenenden. Die Fahrzeuge und die Fahrer
werden vom DRK gestellt, der dabei vom Malteser Hilfsdienst unterstützt wird. In enger Zusammenarbeit mit dem im Haus angesiedelten Regionalbeauftragten der Arbeitsgemeinschaft Südwest-deutscher Notärzte (AGSWN) werden jährlich rund 45 Notärzte ausgebildet. Das St. Josefskrankenhaus stellt neben dem zentralen Notarztstandort
auch die ärztliche Leitung des von der DRF (Deutscher Rettungsflugwacht) betriebenen Freiburger Rettungshubschraubers "Christoph 54".

Autor: rö