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21. August 2013

Auszeichnung

Zweimal Gold für Marco Burkhardt beim Grand-Prix der Kaffeeröster

Seit 20 Monaten betreibt Marco Burkhart in Jechtingen auf dem Weingut seiner Eltern eine Kaffeerösterei. Beim Wettbewerb der Deutschen Röstergilde gewann er auf Anhieb beim Grand Prix Gold.

  1. Marco Burkhardt Foto: C. Hülter

SASBACH-JECHTIGEN. Erst seit 20 Monaten betreibt Marco Burkhart in Jechtingen auf dem Weingut seiner Eltern eine Kaffeerösterei. Der junge Überzeugungstäter in Sachen Kaffee hat inzwischen durch die Übernahme der Traditionsrösterei Bernd S. Deck aus Gernsbach stark expandiert.

"Unsere gegenseitigen Vorstellungen von hochwertigem, aromatischem Kaffee stimmten überein", begründet Burkhart seinen mutigen Schritt. "Es bot unserer jungen Rösterei die Chance, mit einem Schlag in ganz Baden-Württemberg präsent sein zu können", so der Kaiserstühler Jungunternehmer. Wichtig sei nicht nur die individuelle, schonende Röstung der Bohnen, sondern auch die "Beziehung zum Produkt", spielt der 34-jährige Winzersohn auf die Parallelen zwischen Kaffee- und Weinanbau an. Wo und wie wird der Rohkaffee produziert? Welche Familie steht dahinter? Werden die Produktionsbedingungen sozialen und umweltschonenden Standards gerecht? Die höchstmögliche Transparenz all dieser Aspekte hält Burkhart für die Grundvoraussetzung seiner Arbeit.

Dass es sich lohnt, auf Qualität und sorgsame Behandlung zu setzen, hat sich im Juni 2013 beim Kaffeewettbewerb der Deutschen Röstergilde bestätigt. Neumitglied Burkhart gewann auf Anhieb beim Grand Prix der deutschen Kaffeeröster jeweils eine Goldmedaille für beide von ihm angestellten Kaffees. Nur wenige der insgesamt 80 zur Verkostung eingereichten Erzeugnisse haben diese hohe Auszeichnung erhalten und nur eine Handvoll wurde zweifach mit Gold bewertet.

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Das Potential für Burkharts Siegerkaffee "Bio-Espresso Jara" und "Kaffee Caracal" hatte eine Ernte der Familienplantage Finca Ceylan mit Bio-Zertifikat aus Guatemala. "Der Kaffee ist äußerst aromatisch, feingliedrig im Geschmack mit schöner Frucht und mittlerem Körper" schwärmt der in Hamburg ausgebildete Kaiserstühler Kaffeeröster.

In der Rösterei Burkhart sind ein festangestellter Mitarbeiter und vier Aushilfen beschäftigt. Den höheren Ansprüchen der Verbraucher entsprechend etablierten sich in den letzten Jahren wieder kleine Röstereien im Kaffee-Entwicklungsland Deutschland. "Es gibt derzeit bereits wieder zwischen 500 und 600 kleine Manufakturen in der Bundesrepublik", so Burkhart. Durch die Konkurrenz der großen, industriell arbeitenden Billiganbieter hätten von 5000 Röstereien in den 50er Jahren nur ungefähr 80 Betriebe überlebt.

"So gesehen passt unsere Rösterei sehr gut in die Region Kaiserstuhl", findet Inhaber Burkhart, der sich freut, mit seinen hochwertigen Erzeugnissen zunehmend auch im hiesigen Einzelhandel und in der Gastronomie Fuß zu fassen.

Autor: Christel Hülter-Hassler