Ein Partner ist gut fürs Hirn

AFP

Von AFP

Mi, 06. Dezember 2017

Gesundheit & Ernährung

Mehr Demenzfälle bei Singles.

Menschen, die gemeinsam mit dem Partner altern, leiden deutlich seltener an Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen als Alleinstehende. Dies ergab eine Studie, für die Wissenschaftler des University College London die Daten von mehr als 800 000 Männern und Frauen auswerteten. Das Ergebnis fiel unerwartet eindeutig aus: Alleinstehende haben demnach ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko einer Demenzerkrankung. Zwischen Männern und Frauen gab es keine erkennbaren Unterschiede beim Demenzrisiko. Auffällig ist, dass dieses Risiko auch bei verwitweten Männern und Frauen steigt – nämlich um 20 Prozent –, nicht aber bei Geschiedenen. Für die Studie werteten die Wissenschaftler die Daten von 15 Studien aus. Diese stammten aus Ländern wie Schweden, Deutschland, China, Japan und den USA. Die Befunde zum Demenz-Risiko von Singles und Menschen in Partnerschaften fielen über die Grenzen hinweg konstant aus.

Studien-Hauptautor Andrew Sommerlad vermutet: Nicht die Ehe an sich sei gesund für das Gehirn, sondern der Lebensstil, der mit Partnerschaften einhergeht. Menschen in Partnerschaften gäben besser auf sich acht und kümmerten sich mehr um ihre Gesundheit. Zudem stimuliere es das Gehirn, wenn ein Partner da ist, mit dem sich immer reden lässt.