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05. Dezember 2016

HERZ UND NIEREN

Höheres Risiko für Lungenentzündungen?

Wer ein Blasinstrument spielt, hat ein höheres Risiko, an einer Lungenentzündung zu erkranken, heißt es mitunter. Stimmt das? "Aus musikermedizinischer Sicht ist diese Frage mit Nein zu beantworten", sagt Bernhard Richter, Leiter des Freiburger Instituts für Musikermedizin am Universitätsklinikum. "Weder in der musikermedizinischen Sprechstunde, die wir seit mehr als zehn Jahren am Universitätsklinikum anbieten, noch in der Fachliteratur können seriöse Hinweise gefunden werden, dass Blasmusiker vermehrt Lungenentzündungen haben." Tatsächlich scheint der umgekehrte Fall richtig zu sein: Menschen, die ein Blasinstrument spielen, könnten bestimmte Atemwegserkrankungen sogar günstig beeinflussen, etwa Asthma bei Kindern, erklärt Richter. Auch im Krankenhausalltag sind Atemübungen verbreitet: Nach einer Operation etwa verordnen Ärzte bettlägerigen Patienten oft kleine Atemtrainingsgeräte. Dies fördere die Atemmuskulatur und die Belüftung der Lunge, sagt Richter. Ein Blasinstrument zu spielen, ist also gut für die Lunge. Allerdings sollte das Instrument regelmäßig gründlich gereinigt werden. Denn im Inneren können sich krank machende Keime verstecken und vermehren, die allergische Reaktionen und im schlimmsten Fall eine schleichende Schädigung der Lunge auslösen können.

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Autor: wo