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07. Mai 2015

In den Hotzenwald kommt Bewegung

Daniel Stiller aus Görwihl will einen Trimm-Dich-Pfad anlegen.

  1. Daniel Stiller (links) will einen Trimm-Dich-Pfad für den Hotzenwald. Daran hätte auch sein Bruder Stefan (rechts) Gefallen. Foto: michael krug

GÖRWIHL. Einen Trimm-Dich-Pfad für Görwihl – das will Daniel Stiller. Der 25-Jährige versucht derzeit, in Kooperation mit dem Schwarzwaldverein Görwihl und dem mittlerweile eingetragenen Verein Aktiver Hotzenwald, dieses Projekt auf die Beine zu stellen. Gesucht werden Helfer – und natürlich Sponsoren.

Daniel Stiller ist Sportler. Als Trainer der Gewichtheberjugend in Laufenburg schickt er seine Jungs auch mal auf die andere Seite des Rheins, um dort im Wald den Trimm-Dich-Pfad zu machen. Der trägt in der Schweiz meist den Namen einer Versicherung. Der "Zürich Vitaparcours" ist weit verbreitet in der Schweiz – und vergleichbar mit dem deutschen Trimm-Dich-Pfad.

Entlang des Rundwegs in Laufenburg/Schweiz stehen eine Reihe von einfachen Geräten für Klimmzüge, kleine Sprünge, oder Balancieren. Der Parcours soll eine Mischung aus Ausdauer, Beweglichkeit, Geschicklichkeit und Kraftelementen haben. Auch in Bad Säckingen Richtung Egg gibt es einen solchen Parcours.

Nur eben auf dem Hotzenwald nicht. Das soll sich ändern. Daniel Stiller hatte diesbezüglich im Görwihler Gemeinderat schon einmal vorgefühlt. Dort empfahl man ihm, sich an den "Aktiven Hotzenwald" zu wenden. Dort wurde Stiller vorstellig und skizzierte sein Projekt. Am liebsten soll der Parcours oder Pfad in Görwihl nahe dem Fußballplatz entstehen. "Da haben die Fußballer eine gute Möglichkeit zu trainieren", ist Stiller überzeugt. Aber der Pfad ist eben auch für den Otto-Normal-Sportler bestens geeignet. In Kontakt für die Strecke steht Stiller schon mit dem Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Görwihl. Dort ist auch sein Vater Uwe aktiv und Manuela Jäckle, die das Projekt unterstützen.

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Noch offen ist außerdem die Finanzierung. Das "Schweizer Modell" über die Versicherung läuft laut deren Homepage so ab, dass die Versicherung als namensgebende Sponsor die finanziellen Mittel zur Verfügung stellt. Im Auftrag gewährleistet dann eine Schweizerische Gesundheitsstiftung den operativen Betrieb und die Qualitätssicherung des Parcours und unterstützt auch die lokalen Trägerschaften, also Gemeinden oder Vereine. Die wiederum müssen sich über die laufende Instandhaltung kümmern. In der Schweiz gibt es dieses Projekt seit 1968, inzwischen 500 mal im ganzen Land.

Trimm-Dich-Welle schwappte nach Deutschland

Etwas später schwappte die Welle auch nach Deutschland, wo man dieses Jahr 40 Jahre Trimm-Dich-Bewegung feiert. Damals sprang der Deutsche Sport Bund auf den Zug aus der Schweiz auf, Trimm-Dich-Pfade schossen wie Pilze aus dem Boden. In den 80er Jahren waren die Pfade äußerst beliebt, in der Folge aber verwahrlosten viele, weil die Nutzung zurückging.

Das will Daniel Stiller wieder zurückdrehen. Über die Art der Finanzierung ist sich der gelernte Maler und Lackierer noch nicht schlüssig. Da stünde man noch am Anfang, sagt er. Von Vorteil sei, dass der "Aktive Hotzenwald" inzwischen eingetragener Verein sei und deshalb auch Fördergelder und Zuschüsse bekommen könne. "Wir freuen uns über jede helfende Hand, das kann beim Aufbau der Geräte sein oder natürlich finanzieller Art", zwinkert Stiller. Ihm schwebt ein zwei bis drei Kilometer langer Rundweg vor. Wenn es mit dem von ihm favorisierten Standort in der Nähe des Görwihler Fußballplatzes nicht klappt, sei das nicht schlimm.

"Im Grunde ist der Standort egal, Hauptsache, die Sache kommt ins Rollen", sagt Stiller. Einen Zeitplan hat

Autor: Michael Krug