Leserbriefe

Thomas Dix, Grenzach-Wyhlen

Von Thomas Dix & Grenzach-Wyhlen

Mi, 18. Dezember 2013

Grenzach-Wyhlen

VOR EINEM JAHR
18. Dezember 2012 – ein nachhaltiges Datum
Ein BZ-Leser erinnert mit einem Leserbrief an die Gemeinderatssitzung von vor einem Jahr und sieht den 18. Dezember 2012 als ein Datum an, das Grenzach-Wyhlen nachhaltig verändert und beeinflusst habe:
Kurze Rückblende: In der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 18. Dezember 2012, gab es einen Tagesordnungspunkt, über den die Damen und Herren Gemeinderäte abstimmen beziehungsweise ihre Willensbekundung äußern sollten: Vorhaben der Firma Zimmermann zur Errichtung und zum Betrieb einer Abfallbehandlungsanlage.

Anwesend waren auch etliche besorgte Bürger, die speziell wegen dieses Themas gekommen waren. Bekanntlich hat der Gemeinderat die Abstimmung darüber noch zweimal vertagt und in seiner historischen Sitzung vom 20. März die momentane Veränderungssperre beschlossen.

Damals konnte aber noch keiner ahnen, welche Lawine das Thema Zimmermann in der Folge lostreten sollte. Anfang Januar hat sich aufgrund dieser Thematik die heute als Zukunftsforum bekannte und mittlerweile auch anerkannte Bürgerinitiative gegründet, zu der im Laufe der Monate einige der heutigen Gallionsfiguren wie etwa Manfred Mutter gestoßen sind.

Selten hat ein Thema die Gemeinde dermaßen polarisiert wie die geplante Ansiedelung der Firma Zimmermann. Und auch die umstrittene Sanierung der Kesslergrube beschäftigt das Gemeindeleben seit Monaten. Was hat es nicht alles dieses Jahr in Grenzach-Wyhlen gegeben: Zukunftslabor, Bürgerversammlungen, Informationsabende der Gemeinde und der BI, Berichterstattung Unterschriftensammlungen, Flyeraktionen, Banner in teilweise hitzigen Gemeinderatssitzungen und am Slow-up, Plakate an Laternenpfählen und in den Geschäften, die Fahrt des Gemeinderats nach Gütersloh, einen achtstündigen Erörterungstermin, die Veränderungssperre, Runde Tische der Gewerkschaften, die Fahrt der BI-Vertreter und BM Lutz zum Umweltminister nach Stuttgart, unzählige Leserbriefe und Zeitungsartikel, Berichterstattung und Interviews in Funk und Fernsehen, heftige Diskussionen auf der Straße und in den Familien,Treffen mit den Sanierungsverantwortlichen von Roche und BASF, Treffen der Nachhaltigkeitskommission, Demonstrationen vor den Toren der BASF und an der Kesslergrube, eine Mahnwache – und auch 2014 ist ein Ende der Aktivitäten nicht in Sicht.

Trotz alledem: Die Lichter sind nicht ausgegangen und man kann sich auch weiterhin auf der Straße in die Augen sehen und miteinander reden – Danke!

Thomas Dix, Grenzach-Wyhlen