Leserbriefe

Remo Goldoni, Grenzach-Wyhlen

Von Remo Goldoni & Grenzach-Wyhlen

Mi, 17. Juli 2013

Grenzach-Wyhlen

KESSLERGRUBE
Weder innovativ noch nachhaltig
Zum Interview mit Georg Lutz vom Landratsamt (10. Juli) erreichte uns ein Leserbrief:
Der Konzern BASF hat vor Jahren nicht nur die Mitarbeiter und das gesamte Fabrikationsgelände, sondern auch eine Chemiemüllgrube der CIBA in Grenzach übernommen. Viele der Mitarbeiter der BASF Grenzach arbeiten schon seit geraumer Zeit nicht mehr in dem Betrieb. Das Fabrikationsgebäude der BASF ist bald nicht mehr als solches zu erkennen, ein beachtlicher Teil der ehemaligen Gebäude befinden sich im großen Schuttkegel im hinteren Teil des Geländes.

Nun muss BASF in Grenzach ihren Teil der Kesslergrube sanieren. Leider zeigt sich der Konzern dort weder innovativ noch nachhaltig, sondern geht mit der Variante "Einkapseln" den vermeintlich günstigsten Weg. Roche hingegen geht der Sache auf den Grund und holt die giftige Masse aus dem Erdreich. Bei einer Einkapselung gibt es Seitenwände, dazu einen Deckel obendrauf – der Grund der Grube aber bleibt unverschlossen. Das bedeutet, dass auch in Zukunft Wasserströme unter der Grube hindurch fließen und die Giftstoffe mit sich tragen können.

BASF hätte die nötigen finanziellen Mittel, um nachhaltig zu sanieren – allein im Jahr 2012 erzielte der Weltkonzern einen Reingewinn von mehr als 4 Milliarden Euro. Sollte davon nicht ein im Vergleich zum Gesamtgewinn verschwindend kleiner Teil benutzt werden, Altlasten vollständig und nachhaltig zu beseitigen? Remo Goldoni, Grenzach-Wyhlen