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12. März 2016

Neuland betreten mit neuem Verein

Der Jugendförderverein Sulzbach soll die Basis für attraktiven Jugendfußball schaffen – Sponsoren sind gesucht.

  1. Sie leiten federführend die Geschicke de neuen Jugendfördervereins Sulzbach: Achim Herr, Thomas Walz, Hans-Joachim Fünfgeld, Bertram Geimer, Timo Löffler und Philipp Stoll. Foto: Sabine Model

SULZBACHTAL. Das Sulzbachtal hat einen neuen Verein – den Jugendförderverein (JFV) Sulzbach e.V. Der Sportverein Rot-Weiß Ballrechten-Dottingen, die Sportfreunde Grißheim und der Fußballclub Heitersheim haben ihn gemeinsam gegründet, um die Basis für einen attraktiven Jugendfußball zu schaffen. Nun heißt es, für dieses hehre Ziel das richtige Format zu finden und das erforderliche Budget zu generieren.

"Dies ist ein historischer Tag", begrüßte der Vorsitzende des FC Heitersheim, Hans-Joachim Fünfgeld, die interessierten Mitglieder der drei Sportvereine im Clubheim Heitersheim. Nachdem in den vergangenen Jahren viele Vereine immer häufiger Probleme hatten, eigene Jugendmannschaften für den Spielbetrieb aufzustellen, wurden Spielgemeinschaften gegründet, um konkurrenzfähigen Fußball aufrechtzuerhalten. Der Region sowie der fundierten Jugendausbildung verpflichtet, sahen sich die drei Vereine jedoch vor die Herausforderung gestellt, ihre drei Rasenplätze, zwei Kunstrasenplätze, einen Hartplatz und ein Rasen-Kleinspielfeld sowie die Jugendtrainer zu bündeln, um in Zukunft mehr Erfolg zu haben.

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Mit einem Jugendförderverein betritt man im Sulzbachtal Neuland. Alle Jugendmannschaften der drei Vereine von den D-Junioren bis zu den A-Junioren, also von 10 bis 18 Jahren, sollen gemäß der Ausbildungskonzeption des DFB trainiert werden. Das bedeutet, ihnen jahrgangsspezifische Schwerpunkte anzubieten sowie körperliche Fitness, geistig-mentale Entwicklung, taktische und soziale Kompetenz zu vermitteln. Nur so sieht man die Möglichkeit, Eigenverantwortlichkeit, Eigeninitiative, Selbstbewusstsein, Selbstkritik, Motivation und Leistungswillen nachhaltig zu stärken.

Der Weg dahin ist nicht leicht. Eine Satzung für den künftigen JFV Sulzbach hatte Achim Herr, der Vorsitzende der Sportfreunde Grißheim, vorbereitet. "Wir wollen mit Volldampf starten in ein neues Zeitalter der Jugendförderung im Markgräflerland", fasste er die gemeinsamen Ziele zusammen. Der Sitz des neuen Vereins ist Heitersheim als geografische Mitte. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Verein besteht aus drei Organen. Es gibt die Mitgliederversammlung, den Vorstand und den Beirat.

In den Dreifach-Vorstand wurden Philipp Stoll (Ballrechten-Dottingen), Bertram Greimer (Heitersheim) und Thomas Walz (Grißheim) auf zwei Jahre gewählt Die Mitglieder des Beirats setzen sich zusammen aus den Vorsitzenden der jeweiligen Vereine. Derzeit sind das Hans-Joachim Fünfgeld (FC Heitersheim), Achim Herr (SF Grißheim) und Timo Löffler (SV Ballrechten-Dottingen). Das Amt des Kassenwartes übernahm Thomas Keller und das der Schriftführerin Roswitha Diringer. Beisitzer sind kraft Amtes die aktuellen Jugendleiter der Vereine Bernfried Philipp (Heitersheim), Klaus Komrowski (Ballrechten-Dottingen) und Bernd Lutz (Grißheim). Kassenprüfer wurden Martin Schaber und Martin Simon.

Die Stammvereine sind zwar nicht Mitglied im JFV, tragen dessen Budget aber über einen Kooperationsvertrag mit. Die Jugendspieler sind weiterhin in ihren Stammvereinen verortet und zahlen dort ihren Beitrag, der langfristig in allen Vereinen angeglichen werden soll. Für jeden Jugendspieler im JFV werden zusätzlich fünf Euro im Jahr fällig. Eine separate Aufnahmegebühr entfällt. Vom JFV bekommen sie ihren Spielerpass und die Trikots. Für passive Mitglieder wurde ein Jahresmitgliedsbeitrag von 20 Euro festgelegt. Spontan traten 32 Mitglieder dem Verein am Gründungsabend bei. Sonst finanziert sich der JFV aus Spenden, Aktionen, Zuschüssen und Sponsoren.

Am 25. April wird der Verein beim Notariat eingetragen. Bis zum 15. Mai müssen alle Spieler dem Verband gemeldet sein. Sparen wolle man bei der Jugendarbeit nicht, wurde betont. Ein erfolgreiches Konstrukt koste Geld. Die Trikots für die Spieler sind schon entworfen. Sie kombinieren die Farben Blau, Rot und Weiß als Schnittmenge aller Farben der Kooperationsvereine. Ab Juli 2016 werden die Jugendmannschaften in diesem Dress auflaufen. Achim Herr wünschte allen Beteiligten einen schnellen, guten Start und hoffte, dass bis in zwei Jahren erste Früchte geerntet werden können. Mit Sekt und Häppchen wurde auf die Vereinsgründung angestoßen, die in knapp einer Stunde vollzogen war.

Autor: Sabine Model