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30. Juli 2009
Hintergrundgespräche auf dem Laisackerhof
Von Weindegustation bis Konjunkturprogramm: Politikerriege traf sich auf dem Blankenhornsberg und im Münstertal
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Politische Prominenz erster (Landes-)Klasse weilte dieser Tage in Münstertal. Beim Laisackerhof am Fuße des Belchen entstand dieses Foto mit (von links) Hausherr Klaus Mangold, Regierungspräsident Julian Würtenberger, Landtagspräsident Peter Straub, Staatssekretär Gundolf Fleischer, Ministerpräsident Günther Oettinger, Bürger-meister Rüdiger Ahlers, Botschafter Vladimir Kotenev von der Russischen Föderation und Finanzminister Willi Stächele. Foto: Manfred Lange
MÜNSTERTAL/IHRINGEN (ml). Wenn Politiker zur Sommerzeit im Ländle unterwegs sind, dann machen sie nicht einfach Urlaub, vielmehr dient ihr Unterwegssein in der Regel wichtigen politischen beziehungsweise wirtschaftlichen Zwecken.
So geschehen am vergangenen Sonn-tag, als ein rundes Dutzend Politiker aus dem Umfeld der Landesregierung Baden-Württemberg (einschließlich Ministerpräsident Oettinger) für mehrere Stunden in der südbadischen Landesecke weilte. Ziel war das Staatsweingut Blankenhornsberg bei Ihringen. Im Rahmen einer Präsentation des Staatsweingutes und einer Weindegustation wurden aktuelle Aspekte des Beteiligungsbesitzes des Landes Baden-Württemberg am Beispiel Blankenhornsberg sowie die Situation der Wein- und Landwirtschaft im allgemeinen und speziell am Kaiserstuhl besprochen.
Fortgeführt wurden die politischen und wirtschaftlichen Fachgespräche am Sonntagabend auf dem Laisackerhof von Klaus Mangold, dem Vorsitzenden des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft, in Münstertal, wo insbesondere Fragen der Finanzierung der öffentlichen Haushalte durch Finanzminister Willi Stächele und Staatssekretär Gundolf Fleischer erörtert wurden. Dabei konnten Regierungspräsident Julian Würtenberger und die anwesenden Bürgermeister Rüdiger Ahlers (Münstertal) und Michael Benitz (Staufen) ihre Projekte im Rahmen des Konjunkturprogrammes darlegen. Besondere Aufmerksamkeit galt natürlich den gegenwärtigen aktuellen Problemen – die Risse an zahlreichen Häusern – der Stadt Staufen, die von der Landesregierung "nicht im Regen stehen gelassen" werde, wie aus der Ministerriege zu hören war.
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Interessierter Ehrengast der Sonntagstour war auch der in Berlin residierende Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, Vladimir Kotenev. Er zeigte sich sowohl an der wirtschaftlichen Thematik wie auch an den kulturellen Sitten und Gebräuchen im Land sehr interessiert.
Dazu hatten auf dem Laisackerhof in Münstertal die Seniorenmusiker von "Old Montana" mit wohlklingenden Weisen beigetragen, so dass selbst der schwäbische Ministerpräsident beim Badnerlied zum Taktstock griff.
Autor: ml
