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11. Juni 2012 08:41 Uhr
Verzweifelte Flucht
Immer mehr Flüchtlinge kommen aus Afrika nach Israel
Über den Sinai kommen immer mehr Flüchtlinge aus Afrika nach Israel. Die Regierung nennt sie Eindringlinge, die Bevölkerung ist überfordert, es kommt zu Gewalt.
Die ersten Israelis, die Hagos Kahasa (22) sieht, sind Soldaten. Sie geben ihm zu trinken, Biskuits und eine Decke, um es in der Nachtkälte des Negev aushalten zu können. Nach dem, was ihm Beduinen im ägyptischen Sinai angetan haben, nach ihrer monatelangen Quälerei, mit der sie von seinen Verwandten in Eritrea und im Exil mehr Dollars für die Fluchthilfe nach Israel erpressen wollten, ist das eine Wohltat. Wegen seiner Brandwunden und den Geschwüren von den Fußfesseln bringen die Soldaten ihn im Morgengrauen ins Krankenhaus nach Beer-Scheva, bevor sie ihn ins Internierungslager Saharonim überstellen. Dorthin kommen alle Flüchtlinge aus Afrika zunächst zur Klärung der Personalien. Von der langen Zeit, eingesperrt in einem unterirdischen Verlies, ist Kahasa so anämisch, dass er zwei Blutkonserven erhält.
Mehr als vier Wochen ist das her. Kahasa ist immer noch spindeldürr. Mit seinen zwei riesigen Augen im abgemagerten Gesicht erinnert er an ein greisenhaftes Biafra-Kind. Flüsternd berichtet er von der Tortur, die er überlebt hat, im Unterschied zu nicht wenigen anderen, die an Hunger, Entkräftung und Folter starben. Mit im Feuer erhitzten Rohren schlugen die Peiniger auf ihre Hände. "Sie schwollen so an, dass meine Fingernägel abgingen." Brennende Plastiktüten warfen sie auf ihre Rücken. Kahasa zieht sein neues blauweißes Hemd hoch, das ihm Freunde besorgt haben. Die Haut ist mit Narben übersät. "Noch schlimmer", sagt er, "waren die Elektroschocks an den Füßen."
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Auch heute kann er sich kaum auf den Beinen halten. Aber jetzt kümmern sich Landsleute um ihn. Vor Tagen haben sie ihn im Levinski-Park aufgegabelt – der Grünanlage am Busbahnhof im vernachlässigten Süden von Tel Aviv. Erste Adresse für menschliches Treibgut, das in immer größeren Wellen angespült wird.
Über 60 000 Flüchtlinge, die meisten aus Eritrea und Sudan, sind hier gestrandet, viele traumatisiert wie Kahasa. Aber so gut wie keiner wird als Asylbewerber akzeptiert. Die Anerkennungsquote liegt unter einem Prozent. Entsprechend der UN-Flüchtlingskonvention gewährt die israelische Regierung lediglich Gruppenschutz gegen eine Abschiebung in Bürgerkriegsgebiete. Die Politik setzt auf Abschreckung. Sie fürchtet, dass Israel, der einzige westliche Staat, der von Afrika auf dem Landweg erreichbar ist, von Migranten überrollt wird. Das spiegelt sich im Namen wider, den man ihnen verpasst hat. Ganz offiziell werden die Flüchtlinge "Mistaninim" genannt – Eindringlinge.
Fast jeder verbringt die ersten Nächte im Levinski-Park. Billige Absteigen sind überfüllt. Jede noch so schäbige Unterkunft muss teuer bezahlt werden. Einheimische, die nicht daran verdienen, sehen mit ohnmächtigem Zorn, wie ihre Viertel auf den Hund kommen.
"Die Mistaninim ruinieren alles", klagt der weißhaarige Besitzer eines Schmuckladens. "Früher war es hier mal schön wie auf der Disengoff" – der Tel Aviver Einkaufsmeile. "Jetzt bleiben meine israelischen Kunden aus Angst weg." Der Mann, ein orientalischer Jude, schimpft. "Sie pinkeln in jede Hausecke." Er fühlt sich inzwischen fremd in der eigenen Stadt. Das Straßenbild hat sich radikal verändert. Über die Nave Shaanan schlendern am Abend scharenweise junge Schwarze mit Bierflaschen in der Hand. Sie schlagen die Zeit tot. Gelegenheitsjobs finden sie selten. Da sie keine Arbeitserlaubnis haben, drohen jedem, der sie beschäftigt, saftige Geldbußen. Rechtspopulisten heizen die Stimmung an, streuen Gerüchte, 40 Prozent der Kriminalität gingen aufs Konto der "Eindringlinge". Unbestritten ist, dass Frauen öfters angepöbelt werden und es zwei Vergewaltigungen gab, die offenbar Eriträer begangen haben. "Bei allem Mitleid für das Schicksal der Flüchtlinge", sagt Masal Zadok, die mit Bekannten in einer Kneipe hockt. "Wir lassen uns unser Leben von denen nicht kaputt machen. Tel Aviv ist nicht Afrika."
Die Angst geht um auf beiden Seiten. Eine Demonstration im Nachbarbezirk Hatikva, um von der Netanjahu-Regierung mehr Beistand beim Flüchtlingsproblem zu verlangen, artete am 23. Mai in eine Jagd auf Afrikaner aus. Die Scheiben eines Wagens, in dem Schwarze saßen, wurden eingeschmissen, andere wurden verprügelt. Jonat Abraha, ein 21-Jähriger aus Eritrea mit Lockenkopf, schildert, wie er um sein Leben gerannt ist. Seitdem traut er sich allein nicht auf die Straße. "Wenn sie einen Schwarzen an der Kreuzung sehen, geben manche Autofahrer erst recht Gas." Der Schock wirkt nach. Im Zentrum der Flüchtlingshilfsorganisation Assaf wird an diesem Nachmittag über das Geschehen geredet. Die Männer sind aufgebracht. "Wieso verstehen die Israelis nicht, dass wir nur hier sind, weil wir in unserer Heimat verfolgt wurden? Die Juden hatten früher selber solche Probleme, können sie sich nicht daran erinnern?" Jonat Abraha lauscht. Was soll er auch sagen dazu? Er hat bis heute keine andere Bleibe als den Park.
Als er dorthin zurückkehrt, kurz vor Einbrechen der Dunkelheit, rollt wie jeden Abend um sieben Uhr die Suppenküche an, eine Privatinitiative von Israelis, die meisten aus dem besser gestellten nördlichen Tel Aviv. Geduldig reiht sich Abraha in die Schlange ein. Jeder bekommt eine Kelle Reis, Gemüse und Fleisch, je nachdem, was die freiwilligen Helfer zu Hause gekocht oder als Spenden von Restaurants bekommen haben. Es ist das andere, mitfühlende Herz Israels, das die Flüchtlinge hier kennenlernen. Es ist ein Trost, ja, aber noch keine Lösung.
Autor: Inge Günther
54 Kommentare
Nicht kommentierbar
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Detlef von Seggern
Registriert seit: 18.04.2012
Kommentare: 165
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11. Juni 2012 - 07:22 Uhr
Man stelle sich vor, dies würde in Deutschland geschehen, und Migranten, egal aus wessen Herren Länder sie kommen, als Eindringlinge "seitens der Regierung bezeichnet" werden. Vergewaltigungen von Frauen, wie auch Gewalt gegen diesen oder jenen ausgeübt werden. Ein Aufschrei der Empörung würde durch nicht wenige Staaten gehen. Ganz zu schweigen von dem empörten Aufschrei in den (weltweiten) Medien, und dem erneuten schwingen der Nazikeule.
Sind doch die Probleme, welche in Israel durch den Zuzug von Ausländern auftreten, auch "in Deutschland teilweise" gegeben, nur das die Bundesregierung, wie auch die jeweilige Landesregierung, diese Problematiken anders angehen. Davon abgesehen ein heißes Eisen, was auch eines nicht so fernen Tages den Verantwortlichen in dieser Republik, starkes Kopfzerbrechen bereiten dürfte. -
Volker Seitz
Registriert seit: 02.08.2010
Kommentare: 17
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11. Juni 2012 - 07:36 Uhr
Viele Afrikaner kennen durch die täglichen TV Sendungen aus Europa, Israel etc. die Verhältnisse im Westen genau. Und sie sind zunehmend frustriert, weil ihre Wahrnehmung der Lebensrealität nicht im Einklang zu bringen ist mit der Form, wie sie regiert werden. Diese Kluft der wirtschaftlichen und politischen Lebensumstände wird immer größer werden, denn Reformen sind, von den Autokraten nicht zu erwarten. Sie sind auch nicht alle ernsthaft an Besserung interessiert.Die Ankündigung neuer Maßnahmen verstärkt lediglich das bekannte Gefühl, dass den Reden keine Taten folgen.Nichts als schwammige Absichtserklärungen und das ständige Wiederholen von bereits Gesagtem. Die Einnahmen aus Erdöl, Mineralien in Nigeria, Gabun,Angola und 17 anderen reichen Ländern machen träge, es mangelt an politischer Freiheit, die Lage der Frauen ist katastrophal, und die Qualität der Bildung desaströs.
Auch gibt es in den letzten 50 Jahren keinerlei erkennbaren Zusammenhang zwischen der Höhe der Entwicklungshilfe, die in ein Land geflossen ist, und der ökonomischen Entwicklung in diesem Land. Was sehr wichtig ist, dass wir diese väterliche Haltung aufgeben und Afrika eine eigene Entwicklung zugestehen.Oft haben die (zumeist bedingungslos gewährten) Transfers überfällige Reformen verhindert, Abhängigkeiten zementiert und korrupten Machthabern gedient. Das Resultat ist niederschmetternd: Kein einziges der 49 Länder in Schwarzafrika dürfte bis 2015 die Milleniumsziele zur Armutsbekämpfung erfüllen.Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert" -
Florian Engels
Registriert seit: 22.12.2009
Kommentare: 286
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11. Juni 2012 - 10:36 Uhr
Waren die Israelis , als Sie zwischen 1945 u 1947/48 in Scharen ins Land strömten für die dort lebenden Palästinenser nicht auch "Eindringlinge" ? Oh, oh , sorry, man darf Israel ja als Deutscher nicht kritisieren.
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solomon Brhene
Registriert seit: 11.06.2012
Kommentare: 1
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11. Juni 2012 - 20:06 Uhr
To those nations and governments like Israel -- who ostensibly believe in the basic principles of human rights and dignity, who embrace democratic norms and the rule of law, who guarantee the rights and freedoms of their own populations, and have long welcomed refugees and exiles into their midst -- do not be misled. Do not play the fool for a brutal and insidious regime while its people look to you for protection. Eritreans are not economic migrants. Nor are they “draft dodgers” or military deserters. They are bona fide refugees who are clearly and incontrovertibly entitled to the basic rights under international law that they have been so systematically denied at home.
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Andrea Lauser
Registriert seit: 31.05.2010
Kommentare: 1219
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11. Juni 2012 - 20:39 Uhr
„Mistaninim“ bedeutet eher „illegal Eingewanderte“ anstatt „Eindringlinge“. Denn „Histanenuth“ ist die „illegale Einwanderung“. Und „histanen“ bedeutet „einschleusen“. Warum Frau Günther „mistaninim“ mit dem negativ besetzten „Eindringlinge“ übersetzt anstatt mit „illegal Eingewanderte“, bleibt die Frage. ed. - Unterstellung
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Peter Grieshaber
Registriert seit: 20.05.2012
Kommentare: 140
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12. Juni 2012 - 00:09 Uhr
Mal wieder ein typisches Ablenkungsmanöver von der DIG. Es ist doch völlig egal, ob die Autorin nun zu 100% mit ihrer Übersetzung richtig liegt.
Das zitierte Sammelsurium an rassistischen Sprüchen und Vorurteilen, das den Afrikanern entgegenschlägt , lässt ahnen wie mit den Palästinensern umgegangen wird.
ed. - Verleumdung -
Andrea Lauser
Registriert seit: 31.05.2010
Kommentare: 1219
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12. Juni 2012 - 08:10 Uhr
@Peter Grieshaber: M. E. ist es in diesem Fall nicht egal, ob die Autorin mit ihrer Übersetzung 100% richtig liegt oder nicht. Ich fände es auch nicht egal, wenn man im Ausland über Deutschland erzählen würde, dass die Regierung hierzulande –illegale- Immigranten als „Eindringlinge“ anstatt als „illegale Einwanderer“ bezeichnen würde. Und Ihre und anderer Leser Reaktionen zeigen ja auch, dass es nicht egal ist. Denn mancher „empörte“ Kommentar wäre ausgeblieben, hätte Frau Günther die richtige Übersetzung geliefert.
Was Ihre verallgemeinernde Schlussfolgerung angeht: Angesichts folgender Schlagzeilen lässt ahnen, wie Sie selbst und überhaupt jeder Deutsche mit Ausländern umgeht:
- „Junge Deutsche wollen nicht neben Türken wohnen“ http://www.welt.de/politik/deutschland/article10236160/Junge-Deutsche-wollen-nicht-neben-Tuerken-wohnen.html
- „Ausländerfeindlichkeit nimmt deutlich zu - Eine neue Rechtsextremismus-Studie bringt alarmierende Ergebnisse hervor. Nach der Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung sind antidemokratische und ausländerfeindliche Aussagen hoffähiger geworden“
http://www.n24.de/news/newsitem_6383227.html
- „Schwarzafrikaner von Neonazis verprügelt“ http://www.welt.de/print-welt/article318606/Schwarzafrikaner-von-Neonazis-verpruegelt.html
- „Ibraimo Alberto wurde für seinen Kampf gegen Fremdenhass geehrt. Nun verlässt er gemeinsam mit seiner Familie das brandenburgische Schwedt - aus Angst.“ http://www.tagesspiegel.de/berlin/rassisten-vergraulen-schwarzafrikaner-ich-fuehle-mich-nicht-mehr-sicher/4348742.html
- „Jürgen Rüttgers (CDU) ist bekannt für deftige Slogans wie "Kinder statt Inder". Diesmal zog er über Rumänen und Chinesen her.“ http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten_artikel,-Ruettgers-Auslaenderschelte-_arid,76540_print,1.html
- „Die meisten (Flüchtlinge) sind zufällig auf der Insel südlich von Sizilien gestrandet, den Weg aufs europäische Festland versperrt ihnen die Dublin-II-Verordnung. Die regelt, dass für Asylverfahren jeweils das Ankunftsland zuständig ist. Arme Länder wie Griechenland und kleine Staaten wie Malta sind damit hoffnungslos überfordert. Offiziell sind dort knapp 15 000 Flüchtlinge registriert – bei einer Gesamtbevölkerung von 420 000 Maltesern eine hohe Zahl. Die großen EU-Staaten wie Deutschland zeigen keine Neigung, den Druck aus dem Kessel zu nehmen. 152 Flüchtlinge hat die Bundesrepublik in einem humanitären Akt im vergangenen Jahr aus Malta übernommen – während sie andere, die sich auf eigene Faust nach Deutschland durchgeschlagen hatten, reihenweise dorthin zurückschickte.“ http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/ausland/freiburger-ethnologin-kuebler-dreht-film-ueber-fluechtlinge-auf-malta--60455150.html
- „Ausländerfeindlichkeit ist tief verankert in der Gesellschaft. Eine neue Studie zeigt, dass sich 58,4 Prozent der Deutschen die Religionsausübung für Muslime einschränken möchte.“ http://www.taz.de/!59723/
- „Ein „Alarmsignal für Politik und Gesellschaft“: Jeder dritte Deutsche hält sein Land für „überfremdet“, und jeder zehnte sehnt sich nach einem „Führer“: Die Zustimmung zu rechtsextremen Parolen ist laut einer Studie deutlich gestiegen.“ http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/folge-der-wirtschaftskrise-auslaenderfeindlichkeit-in-deutschland-nimmt-zu-11053120.html
- „Jugendliche verprügeln Schwarzafrikaner“ http://www.nh24.de/index.php/polizei/6191-stadtallendorf-jugendliche-verpruegeln-schwarzafrikaner
Undsoweiterundsofort. -
Peter Grieshaber
Registriert seit: 20.05.2012
Kommentare: 140
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12. Juni 2012 - 09:41 Uhr
Hallo Frau Lauser, wenn auch der rethorische Kunstgriff mir und allen Deutschen den beschriebenen Umgang vorzuwerfen, um auf die Problematik pauschalierender Aussagen zu verweisen, ganz gelungen ist, so ist doch der Rest doch wieder die übliche und erwartbare Ablenkung. Natürlich gibt es auch Rassismus in Deutschland. Deshalb bin ich doch auch so verwundert, dass die DIG auf ihrer Webseite ausgerechnet einen Axel Springer feiert. Welche Rolle Springer und seine Bildzeitung in der Bundesrepublik bei der Förderung dumpfer Vorurteile spielt, darf man hier nicht beschreiben, sonst wird das als "Verleumdung" editiert (s.o.) Aber ich denke jeder weiss, was ich meine.
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Angie Hadad
Registriert seit: 07.06.2010
Kommentare: 414
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12. Juni 2012 - 13:36 Uhr
Im Rahmen des Ablenkungs-manoevers habe ich mir ueber folgende Fragen Gedanken gemacht:
Wie viele afrikanische Fluechtlinge sind bereits in Gaza und im Westjordanland angekommen?
Wie werden sie dort versorgt?
Frau Inge Guenther kann in diesen Fragen bestimmt weiterhelfen.
(ich kann gar nicht verstehen was die armen Fluechtlinge eigentlich bei den boesen Israelis suchen) -
Andrea Lauser
Registriert seit: 31.05.2010
Kommentare: 1219
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12. Juni 2012 - 15:44 Uhr
Aber, aber, Frau Hadad, wie können Sie so etwas schreiben!! Die Palästinenser sind doch selbst Flüchtlinge, weil ihr Flüchtlingsstatus von einer Generation auf die nächste übertragen wird! (Übrigens: Gäbe es solch einen „Flüchtlingsgenerationenvertrag“ in Deutschland, könnte ich mich auch als Flüchtling melden und (finanzielle) Unterstützung von einer Flüchtlingsorganisation kassieren. Schade also, dass es solch eine Weitervererbung des Flüchtlingsstatus nur für die Palästinenser gibt!) Also, Frau Hadad, bitte überdenken Sie Ihre Worte!! Insbesondere angesichts dessen, dass es den palästinensischen Flüchtlingen „unter israelischer Besatzung“ doch so schlecht geht. Hier einige Beweisbilder der palästinensischen Bildagentur „safa images“:
- Ein nahezu antiker Kuhstall in Hebron: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000clvfDrI00H0
- Ein herunter gekommenes Fußballfeld in Hebron: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/SPORT/G0000IN9tzjztDVU/I0000SoID6MbgzIM
- Abgemagerte palästinensische Männer in Gaza Stadt: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/SPORT/G0000IN9tzjztDVU/I0000BjTUhEQYmTk
- Noch mehr abgemagerte palästinensische Männer in Gaza Stadt: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I00009s1sVfhuv.4
- Palästinensische Jugendliche müssen sich in ihrer Freizeit im Wüstensand im südlichen Gazastreifen oder in antiken Fitnessstudios treffen: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-FEATURES/G0000OQumM.ENg6o/I00008SLLe6F_gCA; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000DGQ.vnq_ebs
- Keine moderne Technik: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000q.qhXv63MfQ; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000QNgIhndUQzM; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I000028TCJnA00qI; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000_AJKbfKZQuc; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000CCnIvrpRRwY
- Mittelalterliche Ausrüstung in Krankenhäusern in Gaza: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000sslT6vCoSIk; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000mDeXFRh4L4M; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000HYgw__zQbMo
- Eine armselige kulinarische Versammlung in Nablus anlässlich der Krönung des besten Kochs: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000NWOIRnB.vKQ
- Keinerlei Vergnügen in Gaza und im Westjordanland: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I00001FciW_tj678; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000WZvuco7EQMc
- Abgemagerte palästinensische Kinder: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I000055aJHpMcfjI; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000f7eyDattf8w; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I00004OPwCkH2F70; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000W.NcAWIZUaA; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/SPORT/G0000IN9tzjztDVU/I0000a5KaKfBW5uE
- Überall zerstörte Bauten: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I00007NBVxJUPU2o; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000g3N3ta55HnA; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000FPTS0aDhRzs; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000eZs.S69GU14; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000hR24s00LIls
- Überall leere Regale: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000sF4v1DGrEE8; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000H9vz7XQEXBo; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000JOR6raCus0k; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000IpoxWH_2.lA; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000b1tH2ArGjS8; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I00008rWY2wL4Q6Y; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000OJHvgM5gSRo
- Kein Wasser nirgends: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000P_9QMRI3rYs; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000bPjFiWCaVaU; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000OirrtLfsBvI; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000o00QVqgTa3w; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000bqr428bD.iw; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000yjl3vLDi.3g -
herbert scholl
Registriert seit: 09.05.2009
Kommentare: 1077
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12. Juni 2012 - 16:14 Uhr
Frau Lauser, Frau Hadad, sind Sie sicher, dass unzählige Links dem Problem in Israel gerecht werden? Sie folgen dem Sprichwort mit dem Glashaus und den Steinen. Besser gewesen wäre der einfache Hinweis, von Anderen nicht zu erwarten, was man selbst nicht will.
Gruss ins Land und nach Nahost. -
Angie Hadad
Registriert seit: 07.06.2010
Kommentare: 414
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12. Juni 2012 - 16:53 Uhr
Frau Lauser,
Tja, ob Sie es nun hoeren moechten oder nicht:
In einer jaehrlichen Umfrage der Uni Haifa, die diese Woche veroeffentlicht wurde, wurde wieder deutlich, dass die grosse Mehrheit (68,3%) der Araber lieber in Israel als in einem anderen Land der Welt leben moechten.
Auch wenn internationale Medien immer wieder versuchen, das Leben von Arabern in Israel als unterdrueckt und miserabel darzustellen, werden doch immer wieder diese Theorien von der Wirklichkeit widerlegt. -
Peter Grieshaber
Registriert seit: 20.05.2012
Kommentare: 140
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12. Juni 2012 - 19:04 Uhr
Frau Hadad, haben Sie vergessen, dass man die Palästinenser hinter Stacheldrahtzäunen hält - da kommen die afrikanischen Immigranten nicht rüber.
[ed.] -
Angie Hadad
Registriert seit: 07.06.2010
Kommentare: 414
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12. Juni 2012 - 23:24 Uhr
Herr Grieshaber,
das Westjordanland ist problemlos ueber Jordanien zu erreichen, der Gazastreifen ueber die Sinaihalbinsel. -
Roland Hellbardt
Registriert seit: 08.12.2010
Kommentare: 736
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12. Juni 2012 - 23:43 Uhr
Frau Lauser: Es ist sinnlos mit Ihnen zu diskutieren! Man schaue einfach mal nur Ihre Reaktionen und links an, die Sie zu dem Thema des Artikels 'herausfischen'!
Was wollen Sie eigentlich? Sie schüren einfach nur Rassismus, nur andersherum, als es allgemein bekannt ist! Ihnen ist völlig egal, was mit den Menschen passiert, die unter der Knute des israelischen Selbstschutzes zu leben haben! Nicht mit einem Wort gehen Sie darauf ein, was diese Eskalationsstrategie verursacht!
Das nenne ich Propaganda, sonst nichts! Lösen tun Sie damit weder für Israel noch für den Nahen Osten im Gesamten irgendwas. Wenn das der Tenor der DIG ist, dann gute Nacht für die Region! -
Andrea Lauser
Registriert seit: 31.05.2010
Kommentare: 1219
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13. Juni 2012 - 07:52 Uhr
@Herbert Scholl am 12.6. um 16:14 Uhr: Können Sie Ihren „einfache(n) Hinweis, von Anderen nicht zu erwarten, was man selbst nicht will“ präzisieren?
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Andrea Lauser
Registriert seit: 31.05.2010
Kommentare: 1219
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13. Juni 2012 - 07:53 Uhr
@Angie Hadad am 12.6. um 16:53 Uhr: Danke für die Aufklärung! :-)
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Andrea Lauser
Registriert seit: 31.05.2010
Kommentare: 1219
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13. Juni 2012 - 07:55 Uhr
@Roland Hellbardt: 1. Wie schon des öfteren im BZ-Forum erwähnt, rede bzw. schreibe ich hier nicht im Namen der DIG, sondern in meinem eigenen.
2. Ich verstehe, offen gesagt, nicht ganz Ihr Problem. Warum reagieren Sie auf diese Weise und werfen mir „Rassismus ‚nur andersherum’“ vor, wenn ich Bilder einer palästinensischen Nachrichtenagentur verlinke, auf denen gezeigt wird, dass es Palästinensern eben nicht nur schlecht geht -wie einem hierzulande so oft erzählt wird-, sondern dass es den Palästinensern „unter der Knute des israelischen Selbstschutzes“ (wie Sie es ausdrücken) eben auch gut geht, dass sie Schwimmbäder, Vergnügungsparks, Einkaufszentren mit vollen Regalen, Fitnessstudios, Reitclubs, kulturelle Veranstaltungen, usw. haben? Was also ist am Zeigen solcher Bilder rassistisch? Betrachten Sie es als falsch oder ungerecht, wenn es Palästinensern "unter israelischer Besatzung" gut geht? Warum freuen Sie sich nicht einfach daran, dass Palästinenser in den Palästinensergebieten offenbar nicht nur den ganzen Tag zu leiden haben, sondern sich auch des Lebens freuen können? Und warum fragen Sie sich nicht, warum wir hierzulande so gut wie keine Bilder von diesen guten Zuständen in den Palästinensergebieten zu sehen bekommen? Sollte man nicht fragen, ob es nicht viel mehr eine Art von Rassismus ist, wenn solche Bilder von den guten Zuständen in den Palästinensergebieten von deutschen Medien vorenthalten werden? Immerhin trägt das Vorenthalten solcher Bilder zur Meinungsbildung gegen Israel bei. -
Peter Grieshaber
Registriert seit: 20.05.2012
Kommentare: 140
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13. Juni 2012 - 18:07 Uhr
Frau Lauser zur Meinungsbildung gegen Israel tragen Sie und Frau Hadad mehr bei, als alle anderen Autoren in diesem Onlineangebot der BZ zusammen.
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Andrea Lauser
Registriert seit: 31.05.2010
Kommentare: 1219
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13. Juni 2012 - 19:09 Uhr
@Peter Grieshaber: Ich frage mich, ob sich Ihre Meinung über die Palästinenser ins Negative kehren würde, wenn ich mich ab sofort vehement für die Palästinenser einsetzen würde? Denn das wäre die Schlussfolgerung aus Ihren Worten. Wissen Sie was? Ich glaube es nicht. Ich glaube nicht, dass Sie Ihre Meinung gegen die Palästinenser bilden würden, wenn ich anfinge, mich vehement für die Palästinenser einzusetzen. Ihre Meinungsbildung gegen Israel kommt nicht von Frau Hadad oder mir, sondern sie kommt m. E. aus Ihnen selbst. Sie hätten genauso wie ich die Möglichkeit, sich mit den Fakten auseinanderzusetzen, damit, dass es den Palästinensern nicht nur schlecht geht, damit, dass Israel auch sehr viele gute Seiten hat. Warum Sie dies nicht tun (wollen), sondern lieber Ihre Meinung gegen Israel bilden (lassen), müssen Sie sich selbst beantworten.
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herbert scholl
Registriert seit: 09.05.2009
Kommentare: 1077
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13. Juni 2012 - 19:23 Uhr
""Wenn ich mich ab sofort vehement für die Palästinenser einsetzen würde""
Müssen Sie nicht Frau Lauser, aber Sie könnten mal den Versuch wagen zu
kritisieren, was die derzeitige Regierung Israels falsch macht.
Aber bitte jetzt nicht rückfragen, was sie denn falsch macht ! -
Angie Hadad
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13. Juni 2012 - 23:18 Uhr
Herr Grieshaber,
Ihr Kommentar wird mich nicht daran hindern, die "andere" Seite der Muenze zu "beleuchten".
Die Seite, die nicht so bekannt ist, die man vielleicht nicht so gerne hoert und sieht. -
Andrea Lauser
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14. Juni 2012 - 06:17 Uhr
@Herbert Scholl: Ich muss leider schon fragen, was Sie als falsch bezeichnen. Denn in der Politik ist die Definition von falsch und richtig ja nicht so eindeutig wie in der Mathematik. Hierzulande gibt es z. B. Menschen, die das Betreuungsgeld für falsch halten, und andere halten es für richtig. Also, die Rückfrage muss leider sein: Was bezeichnen Sie als "falsch"?
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herbert scholl
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14. Juni 2012 - 06:38 Uhr
Guten Morgen Frau Lauser, Antwort kommt etwas später,muss erst mal
frühstücken. -
Andrea Lauser
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14. Juni 2012 - 07:56 Uhr
@Herbert Scholl: Guten Appetit. Lassen Sie sich's schmecken. :-)
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herbert scholl
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14. Juni 2012 - 08:06 Uhr
Frau Lauser, nun die Antwort:
Falsch ist: Die Siedlungspolitik in Judäa-Samaria, auch Westjordanland genannt.Wie soll es zu einer Zweistaatenlösung kommen, wenn das Gebiet,das
einmal ein unabhängiger palästinensischer Staat sein soll, mehr und mehr wie ein emmentaler Käse aussieht?
Falsch ist: Die immer noch praktizierte Administrativhaft. Beispiel für viele,
Mahmud al-Sersek.
Frau Lauser, Hierzu werden Sie sich nie kritisch äussern.
Übrigens, ich freue mich, dass Barenboim demnächst mit dem israelisch-palästinensischen Jugendorchester " Wagner " dirigieren wird,so wie damals auch Bernstein.
Shalom -
Andrea Lauser
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14. Juni 2012 - 09:13 Uhr
@Herbert Scholl: Wenn Sie sich mal die Landkarte von Israel, insbesondere Galiläa, anschauen, werden Sie dort einen „Emmentaler Käse“ vorfinden, d. h. es gibt dort zahlreiche arabische Dörfer zwischen jüdischen Dörfern. Warum darf es so etwas nicht anders herum in einem zukünftigen palästinensischen Staat geben? Ihre Argumentation geht ja davon aus, dass in einem zukünftigen palästinensischen Staat keinerlei Juden bzw. jüdische Wohngebiete sein werden. Ein solcher zukünftiger palästinensischer Staat wäre von vorn herein also ein rassistischer Staat, der eine gewisse Bevölkerungsgruppe nicht duldet. Abgesehen davon hat Israel bereits zweimal in der Praxis bewiesen, dass es Siedlungen auch räumen kann: Infolge des Friedensvertrages mit Ägypten hat Israel alle Siedlungen im Sinai geräumt, und in dem Versuch, den Friedensprozess mit den Palästinensern wieder anzukurbeln, hat es 2005 alle Siedlungen im Gazastreifen und weitere 4 im Westjordanland geräumt. Darüber hinaus hat Israel den Palästinensern bereits ein Landtausch-Angebot vorgelegt, das einen Teil der vorhandenen Siedlungen im Westjordanland dem israelischen Kernland zuschreibt, wofür die Palästinenser andere Teile des israelischen Kernlandes erhalten würden. Den Siedlungsbau halte ich deshalb nicht für ein Hindernis hinsichtlich der Entstehung eines palästinensischen Staates.
Was die Administrativ-Haft angeht, so ist diese Art von Haft, die es ja auch in Deutschland (in Form der „Abschiebungshaft“) und anderen Ländern gibt, auf jeden Fall ein Problem. Vielleicht haben Sie ja eine Lösung, wie Israel und auch Deutschland mit diesem Problem anders/besser umgehen können?
Was Wagners Musik angeht: Die entspricht nicht meinem Geschmack. Wer sie spielen bzw. hören will, soll das tun. Ich selbst bevorzuge andere Komponisten. -
herbert scholl
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14. Juni 2012 - 09:24 Uhr
Frau Lauser, lesen Sie mal in der NZZ die Meinung des ehemaligen Sprechers
der Knesset. -
Andrea Lauser
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14. Juni 2012 - 11:45 Uhr
@Herbert Scholl: Herr Burg kann seine Meinung haben. Ich teile sie nicht. Mindestens ein faktischer Fehler befindet sich übrigens in seinem Meinungsartikel: Die "grüne Linie" war keine Grenze sondern eine Waffenstillstandslinie. Und Waffenstillstandslinien sind im Gegensatz zu Grenzen verhandelbar. Herr Burg sollte also nicht das eine mit dem anderen vermischen. Außerdem vergisst Herr Burg, dass Israel die eroberten Gebiete nach dem Sechstagekrieg im Austausch gegen Frieden zurückgeben wollte. Leider verwarf die arabische Seite dieses Angebot. Sie wollte keinen Frieden mit Israel. Nun so zu tun, als sei Israel der alleinige Bösewicht, ist Scheuklappendenken, das typisch ist für Herrn Burg und seinesgleichen.
Wenn Herr Burg keine Produkte aus den Siedlungen kaufen will, soll er es lassen. Und wenn er nicht in die Palästinensergebiete gehen will, soll er es auch lassen. Ob er sich bewusst ist, dass er damit vor allem den Palästinensern schadet, die auf die Arbeit in den israelischen Fabriken im Westjordanland bzw. auf Besuche von Touristen angewiesen sind, ist die andere Frage.
Dass europäische Länder Produkte aus israelischen Siedlungen nicht als "Made in Israel" deklarieren wollen, empfinde ich als Doppelmoral. Wie viele Produkte, auf denen z. B. "Made in Germany" steht, werden zwar von deutschen Firmen, aber im Ausland hergestellt? Ob die europäischen Länder hinsichtlich ihrer eigenen Kennzeichnungspflicht auch so penibel sind wie hinsichtlich israelischer Produkte? Ich glaube leider nicht. Und darin liegt die Doppelmoral. (Siehe auch hier: http://www.focus.de/finanzen/news/plaene-der-eu-kommission-industrie-kaempft-fuer-ihr-siegel-made-in-germany_aid_702959.html) -
herbert scholl
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14. Juni 2012 - 16:08 Uhr
Frau Lauser, von der "Jüdische Stimme " halten Sie natürlich auch nichts ??!!
Das Freedom Theatre ist nur Mache , n est pas ?
Keine Sorge, ich lese weiter die Jüdische Allgemeine und haGalil. Man sollte immer zwei Seiten kennen. -
David Ache
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14. Juni 2012 - 18:57 Uhr
Den Palästinensern geht es gut in "Israel" !! http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=rP3eD8VQ5mY#!
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Andrea Lauser
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14. Juni 2012 - 19:16 Uhr
@Herbert Scholl: Weiterhin viel Freude beim Lesen, Herr Scholl. :-)
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Andrea Lauser
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14. Juni 2012 - 19:16 Uhr
@David Ache: Warum schreiben Sie Israel in Anführungszeichen?
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Angie Hadad
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15. Juni 2012 - 11:25 Uhr
David Ache,
soll ich jetzt ein Video einstellen welches einen israelischen Bus zeigt in welchem ein Pal. Selbstmordattentaeter explodierte?
Eine nahe Verwandte von mir fuhr vor ein paar Jahren mit so einem Bus, ich kann Sie leider nicht mehr fragen wie das Erlebnis war...
Also das mit dem Video erspare ich ihnen gerne. -
David Ache
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15. Juni 2012 - 17:35 Uhr
Ein Verlust auf beiden Seiten ist tragisch. Mein Beleid.
Um nochmal auf das Thema zurück zu kommen, wird hier glatt ignoriert, dass die Situation am Gazastreifen nahezu unerträglich ist. Wenn man weiter geht und natürlich mit dem Finger auf Individualisten zeigt, die einen Bus in die Luft sprengen " a la Kindergarten" --> der Palästinenser hat aber angefangen, jetzt dürfen wir uns ermächtigen zw. den Palästinensischen besetzten Gebieten Grenzzäune zu errichten und den Gazastreifen kontinuierlich bombardieren, so muss ich doch 70 Jahre zurückgehen und auf terroristische Einheiten wie z.b. Irgun hinweisen, die terroristische Anschläge auf britische Soldaten verübt haben. So kann man natürlich nicht argumentieren. Zu Schade eigentlich, dass durch die aggressive Siedlungspolitik der Militärdiktatur "Israels", jüdische Interessen in keiner Weise vertreten wird, vielmehr schadet es dem Ansehen des israelischen Volkes. Ich bin nur ein Humanist und weise auf Menschenrechte hin. -
Andrea Lauser
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15. Juni 2012 - 18:04 Uhr
@David Ache: Wenn Sie ein auf Menschenrechte hinweisender Humanist sind, setzen Sie sich doch sicher auch für die Kinder in Gaza ein, die von palästinensischen Terrorgruppen ihrer Kinderrechte beraubt und zum Hass und Töten erzogen werden (s. z. B. hier: http://www.israelhayom.com/site/newsletter_article.php?id=4675).
Leider haben Sie meine Frage noch nicht beantwortet, warum Sie Israel in Anführungszeichen setzen. Ich kenne diese Schreibform eigentlich nur von denjenigen, die die Existenz des Staates Israel nicht anerkennen. Aber das Nicht-Anerkennen des Staates Israel würde doch irgendwie nicht zu einem auf Menschenrechte hinweisenden Humanisten passen. Also, warum setzen Sie Israel in Anführungszeichen? -
Peter Grieshaber
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15. Juni 2012 - 18:30 Uhr
Herr Ache, ehe Sie sich zu Israel äussern dürfen, müssen Sie eine 300-seitige eidesstattliche Versicherung darüber abgeben, dass sie alles andere auf der Welt was in Israel vielleicht kritikwürdig sein könnte, mindestens in gleichem Umfang und mit gleicher Intensität verabscheuen. Wenn Sie das erledigt haben, dürfen Sie unter fortlaufender Wiederholung dieser Erklärung bei jedem einzelnen Punkt auch leichte kritische Untertöne anschlagen. Allerdings müssen Sie jedesmal hinzufügen, dass es das anderswo auch gibt und dass die Palästinenser oder Iraner natürlich viel schlimmer sind.
Die einfachere Variante ist, Sie bekennen sich zu Axel Springer und der Bildzeitung, zum antiislamischen Kulturkampf der deutschen Rechten und zum Recht auf Atomwaffen für Israel - gerne auch ohne Gänsefüsschen - und zur Treue bis in den Tod aufgrund Staatsraison. Dann sind sie ein wohlgelittener Diskussionspartner. -
Peter Grieshaber
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15. Juni 2012 - 18:32 Uhr
Pardon, das Recht auf Erstschlag müssten Sie auch noch anerkennen. Frau Lauser wird den Rest bestimmt noch ergänzen, falls ich etwas vergessen haben sollte.
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Andrea Lauser
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15. Juni 2012 - 18:41 Uhr
@Peter Grieshaber: Wo Sie das Thema gerade ansprechen: Wo ist eigentlich Ihre "300-seitige eidesstattliche Versicherung"?? Die habe ich ja noch gar nicht vorliegen!!....
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David Ache
Registriert seit: 14.06.2012
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15. Juni 2012 - 19:56 Uhr
Wer im Glashaus sitzt : ---> http://www.filastin.at/images/rak3.jpg //
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David Ache
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15. Juni 2012 - 20:10 Uhr
Soviel ich weiß hat das palästinensische Volk keine Luftwaffe oder ähnliches. D.h. also, dass die Palästinenser der israelischen Luftwaffe schutzlos ausgeliefert ist. Rette sich wer kann? Die Abriegelung des Gazastreifens ist ein Verstoß gegen internationales Recht. Amnesty International, Oxfam, Save the Children, UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation WHO fordern ein Ende der Blockade. Quelle : http://www.sueddeutsche.de/politik/palaestinenser-konflikt-organisationen-fordern-ende-der-gaza-blockade-1.1383325
Wir wissen beide, dass diese vom israelischen Militär ihrer Kinderrechte beraubt werden. Erklärung: Luftangriffe auf den Gazastreifen in der Nacht. Die Eltern sterben, das Kind überlegt. Bitte übernehmen Sie doch den Part und erklären Sie diesem Kind Israel zu achten und zu respektieren und mit Frieden entgegen zu treten. Dass viele Palästinenser sterben, Familien entrissen werden, ist leider eine allgegenwärtige Situation und dürfte jedem bekannt sein. Inzwischen jedoch bin ich schon bereits jetzt am dem Punkt angelangt erkennen zu können, dass Sie wohl aus beruflichen Gründen so argumentieren. DIG? Nun ja, dies kann mir auch gleichgültig sein, da Sie leider diese Diskussion auf eine Ebene ziehen, die es mir eigtl. nicht erlaubt weiter darauf einzugehen. Sie verstehen : "aber die und die machen das auch" so dass jede Handlung Israel legitimiert wird. Dennoch werde ich hier weiterhin aktiv sein aber indirekt kommunizieren. -
David Ache
Registriert seit: 14.06.2012
Kommentare: 49
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15. Juni 2012 - 20:18 Uhr
Herr Grieshaber, ich bin mir fast sicher , dass noch etwas fehlt.
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Peter Grieshaber
Registriert seit: 20.05.2012
Kommentare: 140
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15. Juni 2012 - 21:33 Uhr
"With Love from Israel" - Bomben signiert von missbrauchten Kindern. Palästinensiche Kinder bekommen das Zeug auf den Kopf. Vielleicht sogar die, die uns in der Diashow weiter oben gezeigt wurden.
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Roman Weingardt
Registriert seit: 02.12.2010
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15. Juni 2012 - 21:55 Uhr
@ David Ache
Chapeau! -
Andrea Lauser
Registriert seit: 31.05.2010
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15. Juni 2012 - 22:05 Uhr
@David Ache: Diese Bilder vom Grenzübergang Rafah sehen nicht gerade nach Abriegelung des Gazastreifens aus (beachtenswert ist dabei auch die schöne Ausstattung des Grenzübergangs): http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I000087rv2BGQiO0; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000PQ2pQG6ABGA; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000t.t_PtN6y30
Diese Bilder vom Warenverkehr in den Gazastreifen sehen auch nicht nach Blockade aus: http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I00003JNcTESDqJY; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000Ve0leLRr0Ec; http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/ARCHIV-2011/G0000hyG2WVmgHkY/I0000i0ZFw.k84MQ
Ein Artikel in der heutigen Haaretz (http://www.haaretz.com/news/features/end-the-blockade-of-gaza-first-define-blockade.premium-1.436450#) legt Daten vom April 2012 vor: Danach haben im April 4171 Lastwagen mit Gütern den Kerem-Shalom-Übergang (Israel – Gazastreifen) passiert. Das sind fast 140 Lastwagen täglich, d. h. bei einem 24-Stunden-Tag beinahe 6 in jeder Stunde, also alle 10 Minuten einer. Das hört sich für mich auch nicht nach Blockade an. Außerdem verließen im April 3888 Menschen den Gazastreifen in Richtung Westjordanland. Und durchschnittlich 1200 Menschen passieren täglich den Rafah-Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen. Blockade sieht für mich anders aus.
Bilder wie diese http://safaimages.photoshelter.com/gallery-image/LATEST-NEWS/G0000iykpQWXOCgU/I0000xKMjhqOKmcw strafen übrigens die Aussage der SZ, es werde weiterhin kein Baumaterial in den Gazastreifen gelassen, Lügen.
Was Ihre Aussage, die Palästinenser seien der israelischen Luftwaffe „schutzlos ausgeliefert“ angeht: Haben Sie schon mal vom so genannten „roof knocking“ gehört bzw. davon, dass die israelische Armee Zivilisten anruft, um sie vor einem kommenden Luftangriff zu warnen? Hier sind zwei Artikel dazu: 1. IDF ruft Gaza-Bewohner an, um sie vor bevorstehenden Angriffen zu warnen – Palästinenser sagen, die IDF hinterlasse Sprachnachrichten, die davor warnten, dass Häuser, in denen Waffen gelagert sind, beschossen werden (http://www.haaretz.com/news/idf-phones-gaza-residents-to-warn-them-of-imminent-strikes-1.267350) 2. Die israelische Armee informiert Bewohner verdächtiger Gebäude darüber, dass sie 10 Minuten Zeit hätten, das Gelände zu verlassen. In manchen Fällen war es Bewohnern verdächtiger Häuser gelungen, die Bombardierung zu verhindern, indem sie aufs Dach gestiegen und gezeigt hätten, dass sie das Gebäude nicht verlassen würden. Dies veranlasste die IDF-Kommandanten dazu, den Luftangriff abzublasen (http://www.haaretz.com/print-edition/news/idf-targets-senior-hamas-figures-1.267312).
Was das von Ihnen verlinkte Bild der israelischen Kinder, die Bomben an die Hisbollah (nicht an die Palästinenser, Herr Grieshaber!) beschriften, angeht: Nachdem Sie die palästinensischen Kinder so gut verstehen, verstehen Sie doch sicher auch die israelischen Kinder, die so etwas tun, weil sie wegen der Hisbollah Tag und Nacht im Bunker verbringen müssen bzw. durch die Hisbollah Angst, Schrecken, Verletzungen und Tod erleben…. (Ich selbst missbillige übrigens das eine wie das andere.)
Zum Schluss erlauben Sie mir eine Korrektur Ihrer Annahme: Ich argumentiere nicht aus beruflichen Gründen. Der Beruf, den ich ausübe, hat mit Israel nichts zu tun. Die Arbeit in der DIG mache ich ehrenamtlich. Allerdings argumentiere ich hier im BZ-Forum nicht im Namen der DIG sondern in meinem eigenen Namen.
PS: Wenigstens setzen Sie Israel bzw. israelisch jetzt nicht mehr in Anführungszeichen. Oder haben Sie es nur vergessen?.... Ihre Antwort darauf, warum Sie Israel zunächst in Anführungszeichen gesetzt haben, würde mich nach wie vor interessieren…. Aber die Ebene, die von Ihnen eine klare, persönliche Stellungnahme abverlangt, behagt Ihnen ja anscheinend nicht….
PPS: Wie kommunizieren Sie denn indirekt in einem Forum? Diktieren Sie anderen Forum-Mitgliedern, was diese schreiben sollen? -
herbert scholl
Registriert seit: 09.05.2009
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16. Juni 2012 - 07:37 Uhr
Guten Morgen Frau Lauser, mal wieder mit einer Frage:
Ist alles falsch, was die " Jüdische Stimme " schreibt?
Schönes Wochenende, auch für Angie, da unten im Kibbuz ! -
Angie Hadad
Registriert seit: 07.06.2010
Kommentare: 414
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16. Juni 2012 - 13:58 Uhr
Herr Scholl,
fuer den Fall dass Sie an objektiven Infos ueber die Region interessiert sind, lesen Sie bitte "Israel heute", tun sie mir den Gefallen. Auch wenn es ein paar Kroeten kosten sollte.
Die "Juedische Stimme" hat sich ihren Namen wirklich nicht verdient. -
Andrea Lauser
Registriert seit: 31.05.2010
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16. Juni 2012 - 16:31 Uhr
@Herbert Scholl: Ich lese selten die "Jüdische Stimme". Das, was ich bisher gelesen habe, war mir zu emotional, zu überspitzt, zu hysterisch und zu weit entfernt von den eigentlichen Fakten.
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Peter Grieshaber
Registriert seit: 20.05.2012
Kommentare: 140
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16. Juni 2012 - 18:46 Uhr
Die "Jüdische Stimme" ist den Damen zu hysterisch, emotional. "Israel heute" hingegen sei die Lektüre der Wahl des objektiven Betrachters der Angelegenheit. Nun denn: "Unterstützen Sie Israel heute an vorderster Front des internationalen Medienkriegs!" steht dort geschrieben. Und die erste Headline lautet: "Katholischer Hassbrief gegen Israelis". Und um zum Ursprungsthema zurückzukommen, auch über die Migrationsprobleme wird berichtet.
Man denunziert diese pauschal im besten Rassistenstil als Arbeitsimmigranten und - wörtlich - als Eindringlinge. Und damit Frau Lauser entlarvt sich ihr Angriff auf die Autorin des Artikels am 11.6. 20:39 wegen der Verwendung dieses Begriffes als eines Ihrer üblichen Täuschungsmanöver, oder war es nur Halbwissen? -
Andrea Lauser
Registriert seit: 31.05.2010
Kommentare: 1219
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16. Juni 2012 - 18:52 Uhr
@Peter Grieshaber: Es war nicht ich, die "israel heute" empfohlen hatte!
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herbert scholl
Registriert seit: 09.05.2009
Kommentare: 1077
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16. Juni 2012 - 19:17 Uhr
Frau Lauser, Glückwunsch, Sie haben das halbe Hundert erreicht und Sie haben recht, es war Angie !
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David Ache
Registriert seit: 14.06.2012
Kommentare: 49
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17. Juni 2012 - 12:31 Uhr
Die Apartheid ausgehend vom Südafrika wird in Israel fortgesetzt.
Leider reicht ein Gandhi nicht aus um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Selbst vor einem mittlerweile 80-tägig-hungrigen inhaftierenden hungerstreikenden palästinensischen Fussballer schreckt man nicht zurück, der wohl sterben wird. [Hintergrund: sitzt seit 2009 ohne Anklage in einem israelischen Gefängnis. Er befindet sich wie hunderte andere Palästinenser in sogenannter Verwaltungs- oder Administrativhaft, die für politische Aktivitäten verhängt wird und ohne Aussicht auf Verfahren beliebig oft verlängert werden kann. Meist erfahren die Gefangenen jedoch nicht einmal den Grund ihrer Festnahme.] Das ist die sog. hochgelobte einzige Demokratie im Nahen Osten. Noch Fragen?
"Es gibt einen von den USA und Europa unterstützte täglichen, stündlichen Boykott gegen die palästinensische Kultur. Es ist doch so, dass Israel ein zusammenhängender Raum ist, in dem Hebräisch gesprochen wird, wovon auch ich als privilegierter Israeli profitiere. Jeder kann aus der Diaspora nach Israel kommen und an unserer Kultur teilnehmen. Wenn aber ein Palästinenser Kunst machen will mit einer Cousine aus Jaffa, kann er sie nicht treffen. Auch den Bruder aus Gaza kann er nicht sehen. Wenn ein Exil-Palästinenser mit ihm zusammenarbeiten will, lässt Israel ihn nicht einreisen. " Zitat von Udi Aloni Israelischer Künstler
Ich bin immer wieder froh, dass Menschen jüdischen Glaubens aufgeschlossen sich kritisch mit dem Handelns Israels auseinandersetzen. Vor der Staatsgründung Israels gab es eine friedliche Koexistenz zwischen Juden, Christen und Arabern.
@ Herr Scholl
Jetzt müssen Sie auch noch zahlen, dafür dass Sie sich noch weiter von "Israel heute" verblenden lassen.
Tun Sie sich bitte selbst einen Gefallen und lesen weiter die jüdische Stimme. Man muss sich ja kontrovers mit diesem Konflikt auseinandersetzen.
[ed.] -
David Ache
Registriert seit: 14.06.2012
Kommentare: 49
-
17. Juni 2012 - 12:35 Uhr
Ach Übrigens, wie nett von den israelischen Soldaten, dass sie mich 10 Minuten vorher informieren, bevor Sie mein Haus in Grund und Boden reißen. Dafür bedanke ich mich dann, dass ich in ein Flüchtlingscamp umziehen, nur weil Waffen "vermutet" werden.
-
Peter Disch (BZ)
Registriert seit: 03.06.2009
Kommentare: 627
-
17. Juni 2012 - 13:00 Uhr
Guten Tag,
alle Argumente zum Thema sind offenbar abgetauscht, die Diskussion rutscht auf die persönliche Ebene ab. Wir schließen daher den Thread.
Nicht kommentierbar
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