Internet: Leerrohr nach Istein fehlt noch

Victoria Langelott

Von Victoria Langelott

Sa, 23. September 2017

Efringen-Kirchen

Entlang des Radwegs an der L 137 wird derzeit für den Breitbandausbau gegraben.

EFRINGEN-KIRCHEN/ISTEIN (vl). Entlang des Radwegs zwischen Efringen-Kirchen und Istein wird derzeit gegraben. Die Arbeiten, die den Radweg stellenweise unbenutzbar machen, stehen im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau in der Gemeinde Efringen-Kirchen, wie von Paul Kempf, dem Geschäftsführer des Zweckverbands Breitbandausbau im Landkreis Lörrach, zu erfahren ist.

Mit den Arbeiten sollen fehlende Leerrohrverbindungen für die Verlegung von Glasfaserleitungen für das schnelle Internet hergestellt werden. Zwischen Schule und Kinderhaus soll wie berichtet ein Gebäude in der Größe einer Transformatorenstation entstehen, das als zentraler Knotenpunkt für die Datenströme aus und in die Ortsteile fungieren soll. Paul Kempf spricht bei dem Technikgebäude vom "Pop", Abkürzung für den Fachbegriff für einen solchen Knotenpunkt, englisch "point of presence". Von diesem Knotenpunkt werde nun entlang der L 137 eine Verbindung Richtung Istein gebaut, ein weiteres Leerrohr soll an der Kreuzung beim Autohaus Riedler die Baslerstraße hinauf Richtung Bezirkskellerei gelegt werden, wo ein kleinerer "Pop" steht.

Kempf freut sich über den guten Standort der Technikzentrale bei der Schule. Von dort sei später auch in den Kernort eine bequeme Anbindung möglich. An dem Technikgebäude werde später das gesamte FTTB-Netz des Kernorts wie auch der meisten Ortsteile hängen, so Kempf – also das Netz im Endausbau mit Glasfaserleitungen bis an die Häuser. Blansingen und Kleinkems werden jedoch eigene "Pops" haben. Den Knotenpunkt an der Bezirkskellerei benötige man für den ersten Ausbauschritt – FTTC, Glasfaser bis zu den Verteilern in den Ortschaften. "Die beiden Techniken werden nebeneinander laufen", erklärt er.

Dass die Anbindung Isteins noch Thema ist, wird manchen überraschen. Manch einer wird sich noch daran erinnern, dass doch vor etwa drei Jahren bereits mit Blick auf die Breitbandversorgung bei Grabarbeiten zwischen Efringen-Kirchen und Istein ein Leerrohr für Glasfaserkabel in den Boden verlegt worden ist. Das jedoch, so zeigte sich für den Zweckverband nun laut Paul Kempf, gehöre einem Telekommunikationsanbieter. "Es gehört jedenfalls nicht der Gemeinde und steht uns damit nicht zur Verfügung", schildert Kempf. Was mithin bekanntlich zur Folge hat, dass Istein der Ortsteil der Gemeinde ist, der auf den ersten Internetausbauschritt (FTTC), der schnelles Internet bis zu den Verteilerkästen in die Ortschaft bringt, noch warten muss. "Innerhalb von Istein liegen die Leitungen parat", bekräftigt der Zweckverbandsgeschäftsführer.