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20. Oktober 2014

Umweltfreundlicher Strom und Wärme bleiben das Ziel

Der Verein Erneuerbare Energien blickt bei erster Hauptversammlung nach vorne / 5000 Euro gab es zum Start von der EWS Schönau.

  1. Der Verein macht sich trotz Rückschlag bei der Windkraftansiedlung für sanfte Energien stark. Im Foto das Rathaus Bürchau. Foto: Sattelberger

KLEINES WIESENTAL (BZ). Nach seiner Gründung im März 2013 hielt der Verein Erneuerbare Energien Kleines Wiesental in der Sennhütte in Schwand seine erste Hauptversammlung ab. Dank des Einsatzes der Mitglieder konnten neben zahlreichen Informationsveranstaltungen erste konkrete Projekte auf den Weg gebracht werden, wie dem Rechenschaftsbericht des Vorstands zu entnehmen war. Seit seiner Gründung ist der Verein auf 73 Mitglieder angewachsen.

Der Verein, der sich für den Schutz von Natur und Umwelt und die Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien einsetzt, kann auf einige Aktivitäten zurückblicken: Neben Informationsveranstaltungen zur Geothermie in Bürchau, zu modernen Kleinwasserkraftanlagen und zur Nutzung von Holzhackschnitzeln für Heizungen und Nahwärmenetze wurden konkrete Projekte in Angriff genommen, die laut Verein erste Erfolge zeigen. Mit Unterstützung durch das Karlsruhe Institute of Technology (KIT) wurde die warme Quelle in Bürchau und ihre geologischen Zusammenhänge wissenschaftlich untersucht und Nutzungsmöglichkeiten erarbeitet. Um die wirtschaftliche Nutzung der Quelle evaluieren zu können, sind weitere Untersuchungen und Abklärungen mit der Gemeinde erforderlich. Das Projekt unter Leitung von Harald Senn wird die weitere Zusammenarbeit mit dem KIT und der Verwaltung weiter vorantreiben.

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Die Vorarbeiten zur Schaffung eines Nahwärmenetzes für den Dorfkern von Tegernau, die wesentlich von Werner Schleith und Gerhard Pfeifer in Kooperation mit der HBG Zell geleistet wurden, zeigen Potenzial; am Freitag konnte Bürgermeister Gerd Schönbett einen Förderscheck des Regierungspräsidiums in Empfang nehmen (die BZ berichtete). Mit Zustimmung des Gemeinderats wurde ein Förderantrag für den zweiten Projektabschnitt gestellt.

Als ebenfalls positiven Ansatz wertete der Verein, dass die Zusammenarbeit mit der Naturparkschule Kleines Wiesental im vergangenen Jahr aufgenommen wurde und fortgesetzt werden wird. Mit einer Träne im Auge nahmen die Aktiven im Verein zur Kenntnis, dass aus dem in den vergangenen Jahren evaluierten Windpark auf dem Zeller Blauen nichts werden wird. "Dieses Ergebnis war für uns alle recht schmerzhaft", sagte der Vorsitzende des Vereins, Heiner Fabry. Denn an das Projekt seien Hoffnungen geknüpft worden, Wertschöpfung ins Tal zu holen und einen Beitrag zur Dorfentwicklung zu leisten.

Der Rechenschaftsbericht von Kassiererin Jacqueline Dumont zeigte für das Jahr 2013 wie im Zwischenbericht 2014 positive Ergebnisse. Ausgaben erfolgten lediglich für die Erstellung einer eigenen Internetseite des Vereins sowie für den Druck von Werbematerial. Dank der Mitgliedsbeiträge und der großen Spende von 5000 Euro, die der Verein zur Gründung von der EWS Schönau erhalten hatte, können für beide Jahre positive Kassenbestände ausgewiesen werden.

Wahlen: Keine Überraschungen gab es bei den Vorstandswahlen. Bei den Wahlen wurden der 1. Vorsitzende (Heiner Fabry), die Rechnerin (Jacqueline Dumont) und ein Beisitzer (Harald Senn) in ihren Ämtern bestätigt. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

Der Ausblick auf das kommende Jahr sieht vor, die Reihe der Informationsveranstaltungen fortzusetzen. Geplant sind Veranstaltungen zum Energiemarkt und Strompreis, zur Bedeutung von Netzkonzessionen und zu den Energie-Einspar-Potentialen in privaten Haushalten.

Autor: bry,bz