Efringen-Kirchen

Kleinkems: Erst die Stimme abgeben, dann Zwiebelwaie essen

Victoria Langelott

Von Victoria Langelott

So, 24. September 2017 um 14:45 Uhr

Efringen-Kirchen

In den Wahllokalen der Gemeinde Efringen-Kirchen herrschte am Sonntagvormittag reger Wahlbetrieb. In Kleinkems sorgte die Feuerwehr mit ihrem Zwiebelwaiefest gleich neben dem Rathaus für die ideale Ergänzung.

Während sich gegen Mittag im Wahllokal im Rathaus Kleinkems bei der Stimmabgabe kleine Schlangen bildeten, füllten sich nebenan beim Zwiebelwaiefest der Feuerwehr nach und nach die Bänke. "Das ist wirklich ideal", fanden Gäste. Erst wählen gehen, dann Waie und neuen Wein genießen oder umgekehrt. Viele Kleinkemser nutzten den geselligen Anlass an diesem sonnigen Wahlsonntag jedenfalls gern.

Bis zum Schichtwechsel um 13 Uhr taten im Wahllokal Bärbel Häberlin, Daniel Kraus, Lothar Meier und Lukas Silvestrini Dienst. Lukas Silvestrini war zum ersten Mal als Wahlhelfer im Einsatz. "Ortsvorsteher Jörg Kratz hat mich gefragt, ob ich das machen möchte", erzählt der junge Mann, der sich gern dazu gewinnen ließ und dem Dienst nun positive Seiten abgewinnen konnte. "So ein Wahldienst ist eigentlich immer interessant", fand auch Bärbel Häberlin, stellvertretende Ortsvorsteherin und schon viele Male Wahlhelferin. Sie schätzte es zum Beispiel, bei der Gelegenheit Neubürger kennenzulernen.

Nebenan konnten die Gäste es sich bei der Feuerwehr gut gehen lassen. Tatsächlich wurden die Zwiebelwaien frisch hergestellt. Walter Wulf sorgte mithilfe einer Teigknetmaschine im kleinen Nebenraum dafür, dass immer neuer, frischer Teig entstand. Seine Frau Irmgard Wulf und Lena Blatz waren es in der Küche nebenan, die den Teig aufs Blech rollten und belegten. Pascal Schirmeier schob das Blech in den Ofen.

250 Kilogramm Zwiebeln waren für die Waien geschält und am Sonntagmorgen auch gedünstet worden. Bis gegen 20 Uhr dauert das Fest der Feuerwehr am heutigen Wahlsonntag. Den Zwiebelkuchen gibt’s dort übrigens, so lange der Vorrat reicht.

Gut besucht war unter anderem auch das Wahllokal im Rathaus von Efringen-Kirchen. Am Vormittag taten dort Daniela Wenk, Natascha Friebe, Sandra Cholewa und Matthias Götzmann Dienst. Um die Mittagszeit stellte Daniela Wenk fest, dass – abzüglich derer, die bereits per Brief gewählt hatten – ein Drittel der Wahlberechtigten bereits ihre Stimme abgegeben hatten.