Kommentar

Bei den Planungen fürs neue SC-Stadion ist das Know-how der Fans gefragt

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Mo, 09. Februar 2015

Kommentare

Nach dem Bürgerentscheid in Freiburg nehmen die Planung für das neue Fußballstadion Fahrt auf. Dabei sollten auch Fachleute mit einem ganz besonderen Erfahrungsschatz zu Wort kommen: die Fans.

Was den Bau und die Planung von Stadien betrifft, gibt es hierzulande reichlich Expertentum. Deutsche Stadienbauer gehören sogar zu den weltweit führenden. Dass der SC Freiburg ein schönes Stadion baut, das auch zukunftsweisend ist (bei den Erweiterungen in den 90er Jahren wurde darauf nicht unbedingt geachtet), darauf darf man hoffen, wenn nicht sogar davon ausgehen.

Natürlich müssen Fachleute bauen und planen. Und doch: Die Fans bei diesem Großprojekt wie schon beim Wahlkampf für den Bürgerentscheid ein Stück weit mit ins Boot zu holen, ist sicherlich kein Fehler. Denn wer sich mit ihnen über ihre langjährigen Erfahrungen im Dreisam-Badenova-Mage-Solar-Schwarzwald-Stadion sowie in den etlichen Arenen unterhält, in die sie dem Sportclub regelmäßig zu Auswärtsspielen folgen, der merkt, wie viel Know-how, praktische Weitsicht und Erfahrung da oftmals vorhanden ist – gerade auch, wenn es um die vielen kleinen Dinge geht, die eine lebendige und kreative Fankultur ausmachen. Dass es diese auch im neuen Stadion geben soll, will mit Sicherheit jeder Sympathisant des Sportclubs. Man kann den Fans ihre Angst, es werde eine moderne, gesichtslose Arena wie in vielen anderen Bundesligastädten gebaut, nehmen, indem man sie einbindet. Es muss ja nicht gleich sein wie bei Union Berlin, wo Fans des Vereins sich als Handwerker betätigten.