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27. Juli 2016

Kommentar

Freiburgs Hauptbahnhof wird barrierefrei - ein Erfolg von Beharrlichkeit und Präsenz

Wer mit schweren Koffern oder einem Kinderwagen zum Freiburger Hauptbahnhof muss, erfährt dort genau das gleiche wie ein Mensch im Rollstuhl: Es wird sehr, sehr mühsam. Deshalb betont Simone Lutz: Ein barrierefreier Bahnhof nützt allen Reisenden.

In der Initiative "Bahnhof ohne Barrieren" haben sich die unterschiedlichsten Mitglieder zusammengetan, vom Deutschen Familienverband bis zu Gastliches Freiburg, vom Stadtseniorenrat bis zum Bürgernetz Waltershofen. Allein das zeigt, dass Barrierefreiheit kein exklusives Thema für behinderte Menschen ist, sondern im wahrsten Sinne des Wortes ein inklusives. Wer mit zwei schweren Koffern oder einem Kinderwagen zum Hauptbahnhof muss, erfährt dort genau das gleiche wie ein Mensch im Rollstuhl: Es wird sehr, sehr mühsam. Deshalb nützt ein barrierefreier Bahnhof allen Reisenden, und deshalb ist der Sinneswandel der Deutschen Bahn eine gute Nachricht. Natürlich könnte das Projekt noch scheitern, ganz banal an den Finanzen zum Beispiel. Sechs Millionen Euro sind nicht wenig Geld und außerdem nur eine erste Schätzung – solche Projekte tendieren ja unglücklicherweise dazu, im Laufe der Planungen teurer zu werden. Doch mit der Absichtserklärung der Bahn ist die wichtigste Hürde genommen. Gut, dass "Bahnhof ohne Barrieren", die Stadtverwaltung und die Abgeordneten dranbleiben wollen. Beharrlichkeit und Präsenz haben sie bis zu diesem Erfolg geführt, Beharrlichkeit und Präsenz werden sie bis zum Ziel führen.

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Autor: Simone Lutz