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20. Dezember 2010 20:29 Uhr
Kommentar
Landeshilfe für Staufen: Eine pure Notwendigkeit
Das Finanzversprechen, das Ministerpräsident Mappus den Staufenern gemacht hat, erinnert an ein Weihnachtsgeschenk – das auch noch gut in die Vorwahlkampfzeit passt. Doch letztlich ist es eine pure Notwendigkeit.
Denn die unter der Staufener Altstadt aufquellenden Anhydritschichten haben nicht nur die darüber stehenden Häuser erschüttert, sondern das ganze Gemeinwesen. Das Ausmaß der Schäden ist inzwischen so groß, dass ohne Hilfe von außen die Zukunft des Städtchens am Ausgang des Münstertals nur noch in finstersten Farben zu malen wäre. Staufen allein seinem Schicksal zu überlassen, wäre daher verantwortungslos gewesen.
Zumal die Stadt vielleicht die politische, aber kaum die juristische Verantwortung dafür hat, was in ihrem Untergrund geschieht. Gleiches gilt vermutlich für die Landesgeologen – was letztlich die Gerichte zu klären haben. Doch auf deren Urteil kann ein Gemeinwesen nicht warten, das Opfer einer Naturkatastrophe geworden ist: Die betroffenen Bürger müssen heute wissen, dass die Sanierung bezahlbar ist, dass ihnen als Privatbesitzern wie der Kommune insgesamt effektiv und großzügig geholfen wird. Und zwar nicht vom Land allein: Die Städte und Gemeinden tragen ein Drittel der Kosten mit. Diese Solidarität ist einmalig – und sie ist das eigentliche Weihnachtsgeschenk an Staufen.
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Autor: Wulf Rüskamp
