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16. Juli 2016

Adrian Hurrle will für die FDP in den Bundestag

In der Nominierungsversammlung setzt sich der 30-jährige Zahnarzt gegen Marianne Schäfer und Eicke Weber durch.

  1. Adrian Hurrle Foto: Jonas Hirt

BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD/ FREIBURG. Die FDP traf sich am Donnerstagabend zur Wahlkreiskonferenz im Freiburger "Schiff", um einen Bewerber für die Bundestagswahl zu finden. 40 stimmberechtigte Mitglieder waren diesem Aufruf gefolgt. Mit Adrian Hurrle, Marianne Schäfer und Eicke Weber gab es drei Bewerber für die Wahl. Bereits im ersten Wahlgang konnte sich der 30-jährige Zahnarzt Adrian Hurrle, der in der Uniklinik Freiburg arbeitet, durchsetzen.

Ihm gelang dabei eine Punktlandung: 21 Mitglieder stimmen für ihn, zwölf für Schäfer. Eicke Weber, der diesjährige Kandidat für den Landtag der Partei, konnte sieben Mitglieder überzeugen. "Es freut mich sehr, dass es im ersten Wahlgang gereicht hat. Dafür demütig danke. Ich bin immer noch baff", kommentiert Adrian Hurrle seine Wahl.

Kurz vor der Verkündung des Ergebnisses war es unruhig geworden, als Kreisvorsitzender Sascha Fiek verkündigte, dass der Wahlgang wiederholt werden müsse. Auf zwei Stimmzetteln wurde dieselbe Handschrift ausgemacht. Die Erklärung war aber rasch gefunden. Ein Mitglied kann wegen gesundheitlicher Probleme nicht schreiben, weshalb seine Frau den Zettel ausgefüllt hatte. Nach Ansicht anwesender Berufsjuristen ist das möglich. Der Wahlgang war also gültig.

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Zu Beginn der Konferenz zeigte sich Sascha Fiek von der hohen Teilnehmerzahl begeistert. "Es ist überall Aufbruchsstimmung zu spüren", erklärte er. Alleine in der vergangenen Woche traten fünf neue Mitglieder in den Kreisverband ein, darunter auch Eicke Weber. Vor der vorherigen Bundestagswahl seien lediglich ein gutes Dutzend Mitglieder zur Wahlkreiskonferenz gekommen, erinnerte sich der Vorsitzende. Er blickt optimistisch in die Zukunft: "Eigentlich müsste es der FDP gelingen, wieder in den Bundestag einzuziehen." Der designierte Kandidat Hurrle ist vor der Wahl gar noch optimistischer: "Acht oder neun Prozent werden wir schaffen." In seiner Ansprache vor der Kandidatenwahl betonte der gebürtige Konstanzer Hurrle, dass ein Kernthema seines Wahlkampfes Start-up-Unternehmen sein sollen: "Freiburg soll nicht die Green City, sondern auch die Start-up City Deutschlands werden", verkündet er. Das soll durch weniger Regulierung und Bürokratie, dafür aber mit mehr Innovation erreicht werden. Gemäß Hurrle sollte das schon in der Schule beginnen: "Machen wir Gründen zum Thema in Schulen und Hochschulen", forderte er. Ein weiteres wichtiges Thema im Wahlkampf sollen die Rechte der Bürger werden: "Bürgerrechte sind mein Herzensthema", betonte Hurrle. Dadurch sei er überhaupt zur FDP gekommen. Der Staat dürfe nicht in das Leben des Bürgers eingreifen und Daten über sie sammeln, findet er.

Seine unterlegene Konkurrentin Marianne Schäfer sprach ebenfalls über die Wichtigkeit des Datenschutzes. "Der Staat darf nicht die größte Datenkrake sein", sagte die 26-Jährige. Zudem hob sie die Wichtigkeit von Bildung und Chancengerechtigkeit hervor. Eicke Weber wandte sich per Videobotschaft an die Mitglieder. Als die Mitglieder Fragen an die Kandidaten stellten, war er via Skype zugeschaltet. Wie auch Schäfer betonte er die Wichtigkeit von Bildung: "Ich bin dafür für Bildung mehr Geld in die Hand zu nehmen", sagte er. Zugleich verkündete Weber, dass es für ihn zugleich die erste und letzte Chance sei, in den Bundestag einzuziehen.

Autor: Jonas Hirt